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"So kannst du Europapokal spielen": Köln feiert 4:3-Helden

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1. FC Köln

Fotocredit: Eurosport

VonFrederik Büll
06/05/2017 Am 07:09 | Update 06/05/2017 Am 07:12

Der 1. FC Köln hat zum Auftakt des 32. Spieltags die unglaubliche Serie von Werder Bremen beendet. Das Team von Trainer Peter Stöger gewann eine spektakuläre Partie mit 4:3 (3:2), fügte den Bremern die erste Niederlage nach elf Spielen zu. Modeste per Doppelpack, Bittencourt und Zoller trafen für Köln. Bartels, Gebre Selassie und Gnabry waren für Bremen erfolgreich.

So lief das Spiel:

Zu Hause hat der 1. FC Köln bisher erst zwei Partien verloren und trat dementsprechend trotz der Negativserie von nur zwei Siegen aus den letzten zwölf Spielen recht selbstbewusst gegen die seit elf Bundesliga-Partien unbesiegten Bremer im Duell um das internationale Geschäft auf.

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Die Kölner machten Druck, zweimal konnte Werder-Keeper Felix Wiedwald den Rückstand verhindern, doch nach einem Eckball und anschließender Verwirrung im Sechzehner war er gegen Anthony Modeste, der ein Zuspiel von Leonardo Bittencourt verwertete, machtlos (13.).

In der Folge kam Werder etwas besser rein, strahlte aber keinerlei Torgefahr aus. Im Gegensatz zum "Effzeh": Klünter flankte von rechts, Bittencourt nickte aus fünf Metern zum 2:0 ein (29.). Dann aber konnte Bremen durch Fin Bartels zurückschlagen, der im Laufduell Neven Subotic abschüttelte und den Ball an Timo Horn vorbei zum 2:1 ins Tor spitzelte (34.). Nur knapp fünf Minuten später war Theodor Gebre Selassie mit dem Kopf nach einer Flanke von Zlatko Junuzovic erfolgreich (40.).

Modeste und Bittencourt gegen Bremen

Fotocredit: Imago

Die Bremer hatte wenig später das 2:3 auf dem Fuß, doch es waren im Gegenzug die Kölner, die in einer extrem unterhaltsamen ersten Halbzeit noch einmal jubeln konnten. Modeste gewann nach Abschlag von Horn das Kopfballduell, Bittencourt leitete weiter auf Zoller, der per Lupfer Wiedwald überwand (44.).

Mit seinem 25. Saisontreffer erzielte Modeste per Rechtsschuss das 4:2 (47.). Aber Werder gab sich nicht geschlagen und kam durch den eingewechselten Serge Gnabry, der einen Bartels-Versuch über die Linie grätschte, heran (62.).

Modeste verpasste nach Klünter-Vorlage im Duell mit Wiedwald die Vorentscheidung (86.), doch mehr als ein irregulärer Treffer des eingewechselten Bremer Angreifers Claudio Pizarro, der wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde, war nicht mehr drin (89.)

Die Breme Serie ist also gerissen. Zudem müssen sie die punktgleichen Kölner nun aufgrund der besseren Tordifferenz an sich vorbeiziehen lassen. Der Kampf um die Europa League wird bei noch zwei ausstehenden Spielen richtig spannend.

Die Stimmen zum Spiel:

Anthony Modeste (Köln): "Wir haben tolle Fans, die uns die ganze Saison unterstützen. Mit diesen Fans kannst du hoffentlich Europapokal spielen. Das war ein komisches Spiel. Wir haben zu viele Tore kassiert. Das war gut für die Fans, aber für uns ist das ein bisschen - sorry - scheiße. Heute haben wir gezeigt, wer mehr Hunger hat. Wir wollen Europa League spielen."

Fin Bartels (Bremen): "Die erste halbe Stunde war das größte Problem. Die Kölner haben sich gut auf uns eingestellt, auf das, was uns auszeichnet und haben uns auch ausgespielt. Dann liegen wir auch völlig verdient zurück, kommen aber super wieder ins Spiel und haben das Spiel eigentlich im Griff. Dann kommt ein langer Ball und du liegst wieder zurück. Wir hätten durchaus das 4:4 verdient gehabt, aber es sollte nicht sein.

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Es war ein außergewöhnliches Fußballspiel. Das hat Spaß gemacht. Wir wissen, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Aber wir haben noch zwei Spiele."

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Wir haben zwar verloren, aber alle Zuschauer haben gewonnen. Sie haben ein fantastisches Spiel gesehen. Es ist zwar bitter, dass wir verloren haben, aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben eine unglaubliche Moral und Willensleistung gezeigt, waren aber insgesamt zu fehlerhaft."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Vollgasfußball

Für Fans taktischer Feinheiten im Defensivverhalten war diese Partie eher nichts. Fans von rassigem Offensiv-Fußball hingegen kamen voll auf ihre Kosten. Ohne viel Geplänkel ging es mit offenem Visier hin und her.

Die Statistik: 100

Köln-Trainer Peter Stöger stand heute zum 100. Mal in einem Bundesliga-Spiel bei den "Geißböcken" an der Linie. Auf jeden Fall wird er sich an dieses Jubiläum gerne erinnern.

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