Jérôme Boateng, Mats Hummels, Javi Martínez: Carlo Ancelotti setzt beim FC Bayern auf Job-Sharing

Der FC Bayern München hat ab sofort mit Jérôme Boateng, Mats Hummels und Javi Martínez drei exzellente Verteidiger zur Verfügung - spielen können aber meistens nur zwei. Gegen Hertha BSC bringt Carlo Ancelotti nun erstmals Boateng in der Startelf und gönnt Mats Hummels nach dessen Schädelprellung zunächst eine Verschnaufpause - danach beginnt ein penibles Job-Sharing. So geht Ancelotti damit um.

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Am Montag hielt Carlo Ancelotti eine kleine Ansprache. Kalt war's beim Montagstraining des FC Bayern München, Regenjackenwetter. Doch der Trainer des FC Bayern München ließ es sich nicht nehmen, seine Mannen auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße um sich zu scharen und der versammelten Truppe ein paar Worte zukommen zu lassen.
Teil der Ancelotti-Botschaften dieser Tage: Jetzt nicht nachlassen! Das biedere 3:1 gegen den FC Ingolstadt 04 am Samstag hat ihm die berühmte Augenbraue gelupft, ein Warnsignal bei Ancelotti. "Wir müssen besser spielen", sagte er am Dienstag mit Blick auf Mittwoch, aufs Spitzenspiel der Bundesliga gegen den Zweitplatzieren Hertha BSC.

Arjen Robben gibt Comeback beim FC Bayern

Anders als gegen Ingolstadt kann der Italiener auch wieder auf mehr Personal zurückgreifen.
Thomas Müller ist nach überstandener Magen-Darm-Grippe auf jeden Fall wieder spielfit, Philipp Lahm und David Alaba meldeten sich nach den gleichen Gesundheitsproblemen zumindest am Dienstag zum Abschlusstraining zurück, ebenso Mats Hummels nach Schädelprellung.
Arjen Robben, gegen Ingolstadt noch auf der Bank geschont, soll gegen Berlin in der zweiten Halbzeit "30 oder 45 Minuten" spielen, sagte Ancelotti, der damit aktuell nur auf Holger Badstuber (im individuellen Training) und Douglas Costa (Oberschenkelverletzung) verzichten muss.

Carlo Ancelotti verrät, wen er aufstellt

Nimmt man die Youngster Niklas Dorsch und Fabian Benko sowie Tom Starke als dritten Torhüter raus aus der Rechnung, sind es immerhin 20 fitte Profis. Was es schon schwierig macht, einen 18er-Kader auszuwählen - geschweige denn eine Elf.
Ancelotti begegnet dem aktuell mit großer Offenheit - innen und außen. Seinen Spielern hält er in vielen Gesprächen vor, dass alle wichtig sind, bei den Feldspielern regiert das Rotationsprinzip.
Offen kommuniziert der Trainer derzeit auch in seinen Pressekonferenzen, wen er spielen lässt und wen nicht. Verriet er vor Ingolstadt, dass Joshua Kimmich und Kingsley Coman von Beginn an spielen werden, so bestätigte er am Dienstag neben dem Robben-Jokereinsatz, dass Jérôme Boateng gegen Hertha sein Startelf-Comeback geben werde:
Wobei es wohl noch nicht für die komplette Spielzeit reicht. "90 Minuten schaffe ich, glaube ich, noch nicht", sagte Boateng am Montag.

Dreikampf in der Innenverteidigung

Womit man auch schon beim Dreikampf um zwei Plätze in der Innenverteidigung wäre: Dort hat Ancelotti mit Boateng, Hummels und dem Gewinner der Saison-Vorbereitung, Javi Martínez, drei exzellente Spieler zur Verfügung, von denen jedoch nur zwei Spielen können, solange Ancelotti bei Spielsystemen mit Viererkette bleibt (was er überwiegend tun wird).
Um Zank oder Unzufriedenheiten zu vermeiden, kündigte der 57-Jährige jetzt schon eine Dreierrotation zu mehr oder weniger gleichen Anteilen an.
Ancelotti:
Spannend wird allerdings, wen er dann in absoluten Top-Spielen aufstellt und wer dann in die Röhre guckt. Das erste ist schon in einer Woche: am 28. September in der Champions League bei Atlético Madrid.
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