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SC Freiburg - FC Bayern: 3 Dinge, die auffielen - Lewy, rostige Bayern und ein starker Youngster
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Publiziert 21/01/2017 um 00:34 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München startet ein bisschen eingerostet ins Jahr 2017, besiegt den SC Freiburg aber dank der individuellen Klasse von Robert Lewandowski auswärts mit 2:1 (1:1). Die Bayern zeigen dabei, dass man die Verletzung von Thiago nicht so einfach wegstecken kann. Bei Freiburg spielt sich dagegen Youngster Janik Haberer in den Vordergrund. Was uns beim Freitagsspiel des 17. Spieltags auffiel.
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Fotocredit: Eurosport
Freiburg 1, Lewandowski 2
Christian Streich blieb nur noch Achselzucken.
"Bayern hat fast keine Chance gehabt. Aber wenn Du dann das Tor siehst von Lewandowski...", sagte der Trainer des SC Freiburg und zuckte sekundenlang nur noch mit den Achseln.
Am Ende lag's eben nicht an der kollektiven Überlegenheit der Bayern, sondern an der individuellen Klasse. Robert Lewandowski, Doppeltorschütze, zweimal nicht zu verteidigen.
In der 35. Minuten zeigte Lewandowski erstmals seine Klasse, als er eine Ecke von Douglas Costa akrobatisch direkt versenkte, Ausgleich.
In der Nachspielzeit dann sein Meisterstück: Eine hohe Flanke aus dem Lauf des eingewechselten Franck Ribéry saugte Lewandowski im Rückwärtslaufen mit der Brust an, hielt den Ball noch einmal hoch (und die Balance!) um dann direkt aus der Luft abzuschließen und einzunetzen.
Lewandowski schilderte die Szene bei "Sky" so:
14 Saisontore hat Lewandowski damit auf dem Konto. Noch historischer: 135 Bundesliga-Treffer sind's insgesamt, der Pole löste damit Giovane Élber (133) als zweiterfolgreichsten Ausländer der Liga-Geschichte ab (Platz eins: Claudio Pizarro, 190).
Gegen Freiburg trifft er dabei überaus gerne. Nur gegen den FC Augsburg (13) hat er mehr Tore erzielt als gegen den SCF (12).
Für sein Siegtor gab's auch Lob von Thomas Müller:
Streich dagegen war perplex. "Ich ärgere mich nicht. Da kannst du nichts machen. Wenn die so Spieler haben wie den Lewandowski - ist halt dann so", sagte der Freiburger Coach:
Einziger Kritikpunkt an Lewandowskis Leistung: Vor dem 0:1 war er es, der den Ball in der eigenen Hälfte nach einem Einwurf verlor, wenn auch gegen einen ganzen Schwarm Freiburger um ihn herum. In der 35. Minute zielte er mal aus guter Position drüber. Direkt danach gab's jedoch die Costa-Ecke…
(F)rostige Bayern
Bayern wirkte in der ersten Halbzeit ein wenig rostig bis schockgefroren, spulte sein Pensum ohne großen Esprit oder übersprühende Leidenschaft ab und kam kaum zu Torchancen. Auffällig: Ohne den verletzten Thiago fehlte ein wenig die Verbindung zwischen Abwehr und Offensive.
Etwas unauffälliger: Alonso tat sein Möglichstes, wurde aber im Aufbau von den zwei Freiburger Angreifern gut zugestellt, war so oftmals kein ordnender Faktor. Thomas Müller dagegen hin sehr lose zwischen den Reihen, verlor hier und da Bälle und blieb ohne Torschuss.
"Unser Spielaufbau von hinten raus war nicht gut. Wir waren in Überzahl, aber Freiburg hat uns ein bisschen gepresst. Ich weiß nicht, ob wir uns zu wenig bewegt haben in der Mittelfeldreihe", meinte Müller. "So eine erste Halbzeit darf nicht sein, das war schlecht", moserte auch Arjen Robben.
Müller sagte über seine eigene Leistung:
Besser wurde es in Halbzeit zwei durch mehr Engagement aller Beteiligten einerseits, durch Ancelottis Wechsel andererseits. Joshua Kimmich verschaffte dem Zentrum mehr Dynamik, Franck Ribéry sorgte für mehr Schwung als der im zweiten Durchgang abkühlende Costa, Juan Bernat wirkte spritziger als David Alaba zuvor.
"Wir mussten in der zweiten Halbzeit Charakter zeigen, das haben wir geschafft", sagte Ancelotti dem "ARD".
Die Bayern boten ihrem Trainer in der zweiten Halbzeit auch mehr Sprints und intensive Läufe an, wenngleich sie am Ende immer noch acht Kilometer weniger rannten als die Freiburger.
Glücklich über die Leistung der Bayern war Ancelotti damit natürlich nicht, drehte es für sich aber um:
Freiburger Jungspund
Janik Haberer hat insgesamt noch keine 600 Minuten Bundesliga-Erfahrung, spielte gegen Bayern aber schon eine verdammt abgezockte Partie.
Frei nach dem vor dem Spiel geäußerten Streich'schen Wahlspruch "Wenn wir nur zehn Prozent den Ball haben, hole mer nix", versuchte sich der 22-jährige Angreifer so oft es ging anzubieten, entweder kurz Bälle fest zu machen oder eben in die Lücke zu starten - so wie beim 1:0 (5.), seinem zweiten Bundesliga-Tor im 16. Einsatz.
Streich lobte Habereres Entwicklung:
Als Angreifer hatte Haberer bis zu seiner Auswechslung (80.) sogar die meisten Ballkontakte auf Freiburger Seite, führte insgesamt 31 Zweikämpfe und bereitete drei Torschüsse vor. Andererseits kamen bei ihm nur 16 von 29 Pässen zum Mitspieler.
Seinen Nebenmann Florian Niederlechner stellte er dennoch in den Schatten. Und meinte hinterher angefressen:
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