Sieg für 1. FC Köln nach Wetter-Chaos: "Hagel wie Tennisbälle!" - Dominic Maroh verletzt

Der 1. FC Köln schlägt den SV Darmstadt 98 2:0, kann sich aber nicht allzu lange freuen, da sich Dominic Maroh verletzt und ausfällt. In Erinnerung bleibt das Spiel wegen der Wetterkapriolen - was FC-Torwart Timo Horn an das Klima bei Olympia in Rio erinnerte. Manager Jörg Schmadtke machte sich derweil Gedanken um die Sicherheit der Zuschauer.

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Nach der längsten Bundesliga-Halbzeit des Jahrtausends dachte Timo Horn mit einem Schmunzeln zurück an Olympia. "In Brasilien hat sich das Wetter auch alle paar Minuten geändert", sagte der Torhüter des 1. FC Köln nach dem 2:0 (1:0) gegen Darmstadt 98: "Aber da haben wir einfach weitergespielt." Doch der Unterschied war auch dem 23-Jährigen bewusst.
"Am Ende sind Hagelkörner runtergekommen wie Tennisbälle", sagte Horn: "Da hat man schon ein bisschen Angst bekommen."
Mehr als eine Stunde dauerte letztlich der zweite Durchgang, weil das Wetter mehr Kapriolen schlug als der FC zu besten Diva-Zeiten - dabei hatte es in der ersten Halbzeit wegen großer Hitze noch eine Trinkpause gegeben. Routinier Matthias Lehmann meinte:
Kölns Manager Jörg Schmadtke machte sich derweil Gedanken um die Sicherheit der Zuschauer: "Aber zum Glück habe ich mir umsonst Sorgen um 50.000 Zuschauer gemacht."
Als einen "Schatten über dem Sieg" bezeichnete Schmadtke die Verletzung von Abwehrchef Dominic Maroh, der mit einem doppelten Rippenbruch vorerst ausfallen wird. "Ich hoffe, er wird so schnell wie möglich wieder fit", sagte der 52-Jährige

Jungwirth mit deutlichen Worten

Sorgen ganz anderer Natur muss sich spätestens seit Samstag Darmstadt 98 machen. Denn ein Spielabbruch wäre für die Südhessen die einzige echte Chance gewesen, einer Niederlage zu entgehen. Das Team mit sieben Neuzugängen agierte konfus, der FC hätte deutlich mehr Tore schießen können als die durch Marcel Risse (11.) und Anthony Modeste (61.). Eine erneutes Darmstädter Fußball-Wunder scheint für den "Absteiger Nummer eins" der meisten Experten unwahrscheinlicher denn je.
"Das war einfach scheiße", stellte Defensivspieler Florian Jungwirth unumwunden fest:

Meier mahnt zur Ruhe

Trainer Norbert Meier war nach seinem völlig missratenen Liga-Debüt derweil um Ruhe bemüht. "Davon geht die Welt nicht unter", beteuerte der Nachfolger von Erfolgscoach Dirk Schuster:
Doch auch dem 57-Jährigen war nicht entgangen, "dass viele Automatismen noch nicht gestimmt haben. Deshalb bin ich froh, dass jetzt nochmal eine Pause ist, in der wir weiter Dinge verbessern können." Auch deutete Meier an, "dass wir in Sachen Verpflichtungen vielleicht noch nicht am Ende sind".
Ein wichtiges Pfund für die "Lilien" sind die Fans, die das Team feierten. "Dass man nach einem 0:2 und einem solchen Spiel Applaus bekommt, bin ich nicht gewohnt", sagte der vom Hamburger SV gekommene Sven Schipplock. Und der gute Torhüter Michael Esser meinte: "Es ist gut, nicht gleich nach dem ersten Spiel ausgepfiffen zu werden. Mal schauen, wie lange es so bleibt."
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