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Unangenehme Bayern-Reise: Kovac hat (noch) keine Zahnschmerzen
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Publiziert 10/03/2017 um 12:00 GMT+1 Uhr
Dieses mulmige Gefühl in der Magengrube verspürt Niko Kovac zwar (noch) nicht, für seinen Wochenendtrip könnte sich der 45-Jährige aber durchaus angenehmere Ziele als München vorstellen. "Bei den Bayern zu spielen, ist wie ein Zahnarztbesuch. Einmal im Jahr muss man eben hin", sagte der Coach von Eintracht Frankfurt.
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Nicht immer tue das weh, "aber oftmals schon. Und wir werden sehen, wie es uns trifft."
Am Samstag (15.30 Uhr/Im Liveticker bei Europsport.de) ist es wieder so weit, die nächste "Behandlung" mit ungewissem Ausgang steht bevor. Ob Kovac und Co. danach endlich mal wieder lächeln dürfen? Zuletzt hatten die Hessen bei ihren Besuchen in der Allianz Arena jedenfalls mehr oder weniger heftige Schmerzen ertragen müssen. Seit dem bislang letzten Punktgewinn am 3. November 2007, einem 0:0 , war praktisch alles dabei: Vom achtbaren 0:1 in der Vorsaison bis zum 0:5 vor gut drei Jahren.
"Wenn man dort was holt, gleicht das eher einem Zufall. Man muss damit rechnen, dass es sehr schwierig wird", sagte Kovac, der von 2001 bis 2003 selbst für die Bayern gespielt und in dieser Zeit die Meisterschaft, den DFB- und den Weltpokal gewonnen hatte. Auch deshalb erinnert sich der gebürtige Berliner gerne an die Vergangenheit. Die Gegenwart bereitet ihm schon genug Sorgen.
Denn nach einer furiosen Hinrunde, in der unter anderem den Bayern ein 2:2 abgetrotzt worden war, läuft es in der Rückrunde überhaupt nicht nach Plan. Vier Niederlagen kassierten die Hessen zuletzt in Serie, "zudem befinden sich die Bayern in einem Flow. Allein die Anzahl der jüngst erzielten Tore zeigt, welch einer Qualität wir gegenüberzutreten haben", sagte Kovac.
25 Tore in sechs Partien gelangen dem Rekordmeister in den vergangenen Wochen, die "Dominanz am Ball" und das permanente "Kreieren von Torchancen" beeindruckten Kovac dabei besonders. "Deshalb werden wir aber nicht schon im Vorfeld die Segel streichen", sagte er, verbunden mit der Hoffnung, dass "das Team vielleicht über sich hinauswächst".
Frankfurt mit Personalsorgen
Die Flucht nach vorne sei daher eine Option, wann immer es auch möglich sei. Illusionen gibt sich Kovac aber gar nicht erst hin, er weiß, dass "wir natürlich die meiste Zeit verteidigen müssen", sagte er, "und zwar gut verteidigen".
Dummerweise fehlen ihm gegen "die momentan beste Mannschaft in Europa" zwei wichtige Defensivstützen. Bastian Oczipka darf wegen einer Gelbsperre nur zuschauen, Abwehr-Ass Jesus Vallejo befindet sich nach einem Muskelfaserriss im Aufbautraining. Dessen nomineller Ersatz, Michael Hector, ist wie einige andere Kollegen von einem Magen-Darm-Virus geschwächt.
"Wenn ich 18 gesunde Feldspieler auf den Spielberichtsbogen bekomme, bin ich glücklich", sagte Kovac. Und wenn die dann auch noch schmerzfrei die Heimreise antreten, hat sich der Besuch beim "Dr. Bayern München" auch noch gelohnt. "Ich hoffe, dass es für uns gut ausgeht", sagte Kovac.
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