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Bundesliga: FC Augsburg muss sich Werder Bremen geschlagen geben
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Publiziert 17/03/2018 um 17:21 GMT+1 Uhr
Der SV Werder Bremen hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und sich am 27. Bundesliga-Spieltag mit 3:1 (2:0) beim FC Augsburg durchgesetzt. Ishak Belfodil brachte die Gäste mit zwei Toren (5., 40.) in Führung, Rani Khedira verkürzte (63.) für den FCA. Den Schlusspunkt setzte Max Kruse (82.). Werder hat durch den Erfolg in den vergangenen vier Partien zehn von möglichen 12 Punkten geholt.
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So lief das Spiel:
Bremen legte einen Raketenstart hin. Bereits die dritte Chance in der fünften Minute brachte die Führung: Ishak Belfodil nahm einen Diagonalball über halblinks mit in den Strafraum, ließ Martin Hinteregger aussteigen und verwandelte mit einem Flachschuss ins lange Eck. In der Folge hielt Werder das Tempo hoch, agierte mit viel Tiefe und Spielwitz und lief in Dauerschleife das Tor der Gastgeber an. Augsburg indes bekam erst nach 20 Minuten etwas mehr Zugriff auf die Partie, offenbarte allerdings keinerlei Mittel im Spiel nach vorne.
Den überfälligen zweiten Treffer der Bremer erzielte erneut Belfodil: Max Kruse zog auf links zwei Verteidiger auf sich und bediente den völlig freien Algerier, der aus kurzer Distanz zunächst an Torhüter Marvin Hitz scheiterte, den Abpraller jedoch ins Tor lenkte (40.). Der verdiente Lohn einer starken ersten Halbzeit der Bremer.
Augsburg begann den zweiten Abschnitt engagierter, die besseren Chancen gab es jedoch weiterhin für Bremen. Einen Kopfball von Belfoldil rettete Marco Richter auf der Linie (53.), eine Bogenlampe nach abgefälschtem Schuss von Maximilian Eggestein lenkte Hitz gerade noch an die Latte (57.). Umso überraschender fiel der Anschlusstreffer des FCA: Philipp Max dürfte über links ungestört flanken, die punktgenaue Vorlage verwerte Rani Khedira per Kopf.
Der Beginn einer turbulenten Schlussphase. Für Werder traf Theodor Gebre Selassie frei per Kopf nur die Latte (66), auf der Gegenseite entschärfte Pavlenka erst einen Freistoß durch Michael Gregortisch an den Pfosten (69.) und später im Nachfassen einen Abschluss von Max (72.). Augsburg kam nun stärker auf und drückte auf den Ausgleich, Werder nutze die Räume zum Kontern. Die Entscheidung fiel in der 83. Minute: Augsburg klärte eine Hereingabe unzureichend, Belfodil bekam die Kugel, bediente Kruse, der mustergültig vollstreckte (83.). Am Ende ein verdienter Dreier für die Gäste, die in der Form mit dem Abstiegskampf nicht mehr viel zu tun haben dürften.
Die Stimmen:
Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Ich hatte das Gefühl, dass wir uns aus der Saison schon verabschiedet haben, so haben wir auch gespielt. Wir waren überhaupt nicht in den Zweikämpfen drin, so können wir nicht auftreten zu Hause, es tut mir leid für unsere Fans. Wir kommen zwar mit einem Tor ran, trotzdem haben wir zu viel und zu früh Harakiri in der zweiten Halbzeit gespielt. Wir sind am Ende des Tages deutlich enttäuscht."
Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Ich bin natürlich grundsätzlich mit der Art und Weise wie wir gespielt haben sehr einverstanden. Die erste Halbzeit war vielleicht sogar die beste der letzten Wochen. Es war klar, dass Augsburg mit deutlich mehr Präsenz aus der Pause kommt. Da hätten wir klarer spielen müssen. Der Sieg ist für uns verdient, ich bin sehr einverstanden mit den letzten Wochen, was die Punkte angeht. Aber ich warne vor Selbstzufriedenheit, weil die Situation ist nicht so, dass wir uns aus dem Abstiegskampf verabschiedet habe. Wir brauchen noch Punkte."
Das fiel auf: Konterstärke und Kruse
Es wäre nicht fair, die Bremer auf ihre Konterstärke zu reduzieren. Doch Zahlen lügen nicht: Der 1:0-Führungstreffer war der achte Saisontreffer nach einem Konter. Zusammen mit Bayer Leverkusen ist Bremen damit die kontergefährlichste Mannschaft der Liga. Erfolgreicher Vollgas-Fußball der Marke Werder. Dreh- und Angelpunkt war gegen Augsburg dabei einmal mehr Max Kruse, der als Fixpunkt und Freigeist auf dem Feld nicht in den Griff zu kriegen war. Sein eigener Treffer zum 3:1-Endstand fiel jedoch nach gutem Spielzug über den rechten Flügel – Ausdruck der gegenwärtig vielseitigen Offensivkraft der Bremer.
Der Tweet zum Spiel:
In der 90. Minute durfte Ishak Belfodil in den Feierabend gehen. Mit einem Doppelpack und einer Vorlage verdiente er sich die Auszeichnung zum Spieler des Spiels.
Die Statistik: 250
Jubiläums-Sieg. Der 3:1 -Erfolg in Augsburg war der 250. Auswärtssieg für Werder Bremen in der Bundesliga.
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