Bundesliga: Tor-Gala nach Trainerwechsel! FC Bayern juppt Freiburg weg

Jupp Heynckes hat eine triumphale Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne gefeiert. Der 72-Jährige führte Bayern München bei seinem Comeback auf der Trainerbank zu einem verdienten 5:0 (2:0) gegen den SC Freiburg. Allerdings versprühte der deutsche Rekordmeister auch unter Heynckes nur phasenweise Glanz.

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Fotocredit: Eurosport

So lief das Spiel:

Die Verpflichtung Jupp Heynckes schlug in Fußball-Deutschland sehr hohe Wellen. Der Triple-Trainer als Bayern-Hoffnungsträger. Gegen den SC Freiburg waren alle Augen auf ihn gerichtet – und auf die Elf, die er ins Rennen schickte. Wie zuvor angekündigt, baute Heynckes auf Javier Martínez auf der "Sechs", wie es bereits Willy Sagnol beim Gastspiel in Berlin erprobte. In der Verteidigung setzte er auf Joshua Kimmich, Jérôme Boateng, Mats Hummels und David Alaba. Arjen Robben, Thiago, Kingsley Coman und Thomas Müller besetzten die Positionen im Mittelfeld, im Sturmzentrum durfte Robert Lewandowski ran.
Die Gäste agierten in einem 3-4-3-System mit und einem 5-3-2 gegen den Ball – wollten so mit viel Breite im Spiel das Flügelspiel des deutschen Rekordmeisters hemmen. Dieser Plan ging aber nur bedingt auf. Über die linke Seite waren die Bayern in Person von Kingsley Coman nur selten zu stoppen.
Die erste dicke Gelegenheit gehörte dennoch den Freiburgern. Nach einem Fehler im Aufbauspiel von Joshua Kimmich in der 6. Minute hatte Ryan Kent letztlich die Schusschance in der linken Strafraumhälfte, scheiterte jedoch an Sven Ulreich, der mit einer Fußabwehr stark rettete. Zwei Minuten später durfte allerdings der FC Bayern jubeln. Nach einer flachen Hereingabe von David Alaba von der linken Seite bugsierte Julian Schuster den Ball am ersten Pfosten ins eigene Gehäuse.
Mit der Führung im Rücken blieben die Münchner der dominante Part des Spiels, erdrückten die Freiburger zum Teil tief in der gegnerischen Hälfte, verpassten es jedoch, einen weiteren Treffer nachzulegen. So kamen die Freiburger plötzlich zur großen Ausgleichschance. Nach einem Fehlpass von Müller flankte Christian Günter den Ball in der 35. Minute von der linken Seite in die Mitte. Mike Frantz kam am zweiten Pfosten frei zum Kopfball, setzte die Kugel aber knapp rechts neben den Kasten.
Kurz vor der Halbzeit spannten die Münchner dann aber doch nochmal die Muskeln an. Robben prüfte Alexander Schwolow in der 42. Minute mit einem Schuss aus der rechten Strafraumhälfte. Der Keeper wehrte ab – jedoch genau auf den Kopf von Coman, der die Kugel aus elf Metern in die Maschen köpfte.
Verspielten die Bayern zuletzt gleich zweimal eine 2:0-Führung – gegen Hertha und Wolfsburg, ließen sie gegen Freiburg im zweiten Durchgang keine Zweifel daran, wer als Sieger vom Platz gehen sollte. Nachdem den Hausherren zunächst in der 62. Minute ein Elfmeter zugesprochen bekamen, Frank Willenborg nach Betrachtung der TV-Bilder seine Entscheidung jedoch zurücknahm, besorgte Thiago eine Minute später den dritten Treffer. Aus 22 Metern zentraler Position legte er den Ball stark flach ins rechte Toreck.
In der 75. Minute fiel der nächste Treffer durch Robert Lewandowski. Müller erkämpfte sich den Ball gegen Caglar Söyüncü und setzte den Polen direkt im Strafraum in Szene. Vor Schwolow blieb der Angreifer ganz abgezockt und legte den Ball ins rechte Eck. Den Schlusspunkt setzte Kimmich in der Nachspielzeit. Nach einem feinen Doppelpass mit Coman im Strafraum legte der Außenverteidiger die Kugel mit der Hacke technisch versiert ins Tor.

Die Stimmen:

Florian Niederlechner (SC Freiburg): "Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir ganz gut mitgespielt, haben ganz gute Gelegenheiten gehabt. Wenn du hier etwas holen willst, musst du einfach die Chancen, die sie dir bieten, nutzen und dann kannst du sie vielleicht ärgern. Aber das haben wir nicht gemacht und in der zweiten Halbzeit waren wir chancenlos – dann gehst du 5:0 baden."
Thomas Müller (FC Bayern München): "Natürlich war die Spannung groß, vor allem im Heimspiel wollten wir natürlich gleich etwas zeigen. Wie immer im Fußball gibt es keine perfekten Spiele, aber ich denke schon, dass wir ganz gut gespielt haben. Jetzt dürfen wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, weiter vernünftig arbeiten und natürlich wird es die nächsten Tage wieder ein paar Lobpreisungen geben, aber wir müssen ziemlich fokussiert und nüchtern das nächste Spiel vorbereiten. So Leid es mir tut können wir nicht mitsingen bei den Lobeshymnen."

Der Tweet zum Spiel:

Die Fans der Bayern freuten sich auf die Heynckes-Rückkehr...

Das fiel auf: Knackpunkt Defensive

Der Start ist geglückt, doch auf Heynckes wartet noch eine Menge Arbeit. Vor allem im Defensivbereich sind die Bayern in dieser Saison bekanntlich alles andere als sattelfest – auch gegen Freiburg ließen die Münchner Großchancen viel zu einfach zu. Diese Löcher muss der Neu-Coach dringend stopfen, will er große Erfolge feiern. Immerhin stand gegen Freiburg am Ende die "Null". Ein erster Anfang.

Die Statistik: 2

Pechvogel Schuster. Mit seinem Eigentor in der 8. Minute brachte er die Bayern in Front. Bittere Pille für den Freiburger – kann aber natürlich mal passieren. Es war allerdings bereits sein zweites Eigentor in Folge. Schon im vergangenen Bundesliga-Spiel beförderte er den Ball ins eigene Gehäuse. Eine solche Serie legte zuletzt Andreas Gleichen 1991 hin.
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