Elf der Woche 5. Spieltag: Glänzender James, BVB-Abräumer, unbezwingbarer Sippel

Die Bundesliga-Elf der Woche des 5. Spieltags: James Rodríguez lässt seine Klasse beim Bayern-Sieg gegen Schalke aufblitzen, Verteidiger Ömer Toprak spielt mit dem BVB wieder zu null. Frankfurts Gelson Fernandes beeindruckt mit seiner Laufleistung und Raffael schießt sich mit seinem Doppelpack zum Matchwinner bei Gladbachs Sieg gegen Stuttgart.

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Tor:

Tobias Sippel (Gladbach): Gladbachs Ersatztorhüter behielt auch gegen Stuttgart seine weiße Weste. Sippel konnte sich mehrfach gegen die Schwaben auszeichnen, machte immer einen sicheren Eindruck und glänzte zum Besipiel mit seiner Parade bei einem Beck-Schuss in der Nachspielzeit. Seit über 27 Monate hat Sippel kein Gegentor mehr erhalten und ist deshalb ein zuverlässiger Ersatz für den derzeit verletzten Sommer.

Abwehr:

Philipp Max (Augsburg): Beim Rechtsverteidiger dringen immer mehr die Torjäger-Gene seines Vaters durch. Während Max in Halbzeit eins auch noch Zeit für Offensiveinlagen hatte, war er nach dem Seitenwechsel fast ausschließlich in seiner Kernkompetenz gefragt. Rechts hinten ließ er überhaupt nichts anbrennen, hatte den oftmals auf die Seite ausweichenden Werner immer im Griff. Seine Tacklings waren immer sauber, und auch in der Spieleröffnung konnte der Youngster Zeichen setzen.
Ömer Toprak (Borussia Dortmund): Dortmunds Innenverteidiger brachte 98 Prozent seiner Pässe an den Mann und gewann fast 85 Prozent seiner Zweikämpfe. Toprak leitete zudem per Kopf nach einem Freistoß den BVB-Sieg ein. Die starke Dortmunder Abwehr rund um den Türken bleibt auch nach dem 5. Spieltag dieser Saison noch ohne Gegentreffer.
David Abraham (Eintracht Frankfurt): Der 31-Jährige Abwehrchef hatte den gefährlichen Kölner Stürmer Jhon Cordoba gut im Griff und war maßgeblich am Frankfurter Erfolg beteiligt. Immer wieder setzte sich der kopfballstarke Kapitän im Zweikampf durch, leitete seine Hintermannschaft und beruhigte das Spiel.

Mittelfeld:

Sebastian Rudy (FC Bayern München): Nicht Arturo Vidal und nicht Thiago - nein, Sebastian Rudy heißt der Chef im Mittelfeld des FC Bayern. Zumindest beim 3:0 des Rekordmeisters in Gelsenkirchen war der Neuzugang aus Hoffenheim der absolute Leader im Mittelfeld, lief viele Lücken zu, eroberte die Bälle und gewann gefühlt jeden Zweikampf. Zudem überzeugte Rudy auch mit strategisch klugen Pässen im Spielaufbau.
Nadiem Amiri (TSG 1899 Hoffenheim): Amiri war einer der auffälligsten Akteure auf dem Feld, ging jedem Ball nach und sorgte in der Offensive immer wieder für Gefahr. Bärenstark war sein Anschlusstreffer zum 1:2 - sein Volleyschuss landete unhaltbar im linken Toreck. Amiri war Dreh- und Angelpunkt im Spiel der TSG und zeigte trotz seines jungen Alters seinen enormen Wert.
Gelson Fernandes (Frankfurt): Der zentrale Mittelfeldspieler ackerte unermüdlich. Er legte eine Strecke von 13,19 Kilometer (mit einer beeindruckenden Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,14 km/h) zurück und damit einen Kilometer mehr als der zweitlauffreudigste Leonardo Bittencourt. Kein Frankfurter war passsicherer: Fernandes brachte 91,18 Prozent seiner Zuspiele an den eigenen Mann. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass am Ende die Null stand.
Andrey Yarmolenko (Borussia Dortmund): Nächstes Spiel - nächster Scorerpunkt. Der Ukrainer ließ auch beim 3:0 in Hamburg nichts von Akklimatisierungsproblemen beim neuen Arbeitgeber erkennen. Sportdirektor Zorc jubilierte nach dem Spiel: "Er ist bereits jetzt der Spieler, der den Unterschied ausmacht." In Hamburg war Yarmolenko an den ersten beiden Toren entscheidend beteiligt, holt den Freistoß vor dem 0:1 heraus und bereitete nach einer guten Stunde nach tollen Übersteigern die Vorentscheidung durch Pierre-Emerick Aubameyang mustergültig vor.

Sturm:

Mark Uth (TSG 1899 Hoffenheim): Der TSG-Stürmer war der Held des Spiels gegen Mainz. Durch seinen Last-Minute-Treffer in der Nachspielzeit sorgte Uth für Freude pur auf Seiten der Hoffenheimer. Insgesamt hatte der Stürmer gegen die Mainzer Defensive einen schweren Stand - wurde durch sein Tor jedoch zum absoluten Matchwinner.
Raffael (Gladbach): Zwar gelang dem Brasilianer ebenso wie seinen Teamkollegen im ersten Durchgang kaum etwas, im zweiten gab es allerdings eine deutliche Leistungssteigerung. Mit einem Doppelpack avancierte er zum Matchwinner. Den ersten Streich leitete er selbst mit ein, ehe er die Gladbacher sehenswert per Volleyabnahme in Führung schoss. Zudem gewann der 32-jährige Bruder von Ex-Herthaner Ronny für einen Offensivspieler beachtliche 62 Prozent seiner Zweikämpfe.
James Rodríguez (FC Bayern München): Bei seinen bisherigen Einsätzen für den deutschen Rekordmeister kam der Kolumbianer nicht über einige gute Ansätze hinaus. In Gelsenkirchen ließ James Rodriguez erstmals seine ganze Klasse aufblitzen, spielte viele kluge Pässe, brillierte im Abschluss (29.), bereitete einen Treffer genial vor (75.) und sammelte zudem bei den Teamkollegen einige Bonuspunkte, da er sich auch in der Arbeit gegen den Ball stark verbessert präsentierte.
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