Salihamidzic druckst beim Kovac-Thema: "Das wären zu viele Details"

Wie genau lief das jetzt zwischen Niko Kovac und dem FC Bayern München - alles an einem Tag? Sportdirektor Hasan Salihamidzic stützt am Samstag die verwundernde Geschichte des Heynckes-Nachfolgers, will dabei aber nicht zu sehr ins Detail gehen. Die Enttäuschung bei Eintracht Frankfurt könne er verstehen - gleichsam findet Salihamidzic aber, der FC Bayern habe sehr fair gehandelt.

Hasan Salihamidzic (FC Bayern München)

Fotocredit: Getty Images

Der FC Bayern München bestreitet, die Verpflichtung des neuen Trainers Niko Kovac selbst an die Presse gestreut zu haben.
"Es kamen vonseiten der Bayern keine Informationen nach außen. Absolut nicht. Wir hatten überhaupt kein Interesse daran, die Information nach außen zu bringen", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Samstag im "Sky"-Interview.

Salihamidzic stützt Kovac-Geschichte

Der Bayern-Sportdirektor stützte dabei die Darstellung des neuen Trainers, der Klub habe Kovac erst am Donnerstag mit einem Vertragsangebot kontaktiert, das dieser gleich annahm.
Kovac, derzeit bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag, wird beim FC Bayern zur neuen Saison Jupp Heynckes ersetzen.
Salihamidzic ließ jedoch durchblicken, dass der FC Bayern durch Presseberichte am Donnerstagabend zu einer schnellen Verkündung der Zusammenarbeit (am Freitag) gedrängt worden sei.

Bayern kontert Bobic

Bei der Eintracht kam das so kurz vor dem wichtigen Bundesliga-Spiel bei Bayer Leverkusen (1:4) nicht gut an.
Sportvorstand Fredi Bobic nannte das Verhalten der Bayern-Verantwortlichen "sehr ärgerlich, unprofessionell und respektlos".
Salihamidzic erwiderte:

Bayern wartete mit Verkündung

Der Bayern-Sportdirektor wies die Darstellung der Eintracht zurück, Bayern habe damit nicht auf Frankfurter Bedürfnisse geachtet:
Das sei am Donnerstag erfolgt, ehe Bayern am Freitag die Kovac-Verpflichtung bekannt gab.

FC Bayern bedient Ausstiegsklausel bei Kovac

Außerdem, so Salihamidzic:
Die Bayern konnten mit Kovac ohne Einverständnis der Eintracht verhandeln, da dieser eine Ausstiegsklausel für den Rekordmeister in seinem bis 2019 laufenden Vertrag mit Frankfurt verankert hatte. Angeblich muss der FC Bayern 2,2 Millionen Euro Ablöse bezahlen.
Deswegen habe "sich der FC Bayern überhaupt nichts vorzuwerfen".

Salihamidzic weicht aus

Nachfragen über den Zeitpunkt der Gespräche mit Kovac wich er jedoch konsequent aus:
Ob sich Kovac vor Abschluss mit Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß unterhalten habe, wollte er ebenfalls nicht beantworten. Laut Informationen der "Süddeutschen" habe vor Donnerstag ein persönliches Treffen in Grünwald bei München stattgefunden.
Er habe dem Vorstand und Aufsichtsrat vor einigen Monaten ein Konzept vorgelegt, sagte Salihamidzic: "Da habe ich auch den Niko vorgeschlagen, und wir haben uns einstimmig darauf geeinigt."
Kovac (46) hat in München einen Dreijahresvertrag unterschrieben.
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