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FC Bayern: Jérôme Boateng könnte Thema bei Manchester City und Juventus werden
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Publiziert 16/06/2018 um 13:09 GMT+2 Uhr
Verlässt Jérôme Boateng den FC Bayern München nach der WM? Der 29-Jährige hatte sich zuletzt öffentliche Abwanderungsgedanken gemacht, Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sagte: "Wenn ein Verein kommt und er kundtut, dass er zu diesem Verein wechseln möchte, werden wir uns damit befassen." Wir haben bei unseren Kollegen in Europa nachgefragt - und zwei mögliche Anlaufstellen für Boateng erhalten.
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Seit 2011 spielt Jérôme Boateng beim FC Bayern, sein Vertrag läuft bis 2021, also eigentlich lange genug, um Diskussionen zu vermeiden. Aber wir reden ja von Fußball.
Laut übereinstimmenden Berichten habe Boatengs Berater Christian Nerlinger die Münchner über Wechselgedanken seines Klienten informiert. "Wir wissen daher, dass das Thema möglicherweise auf uns zukommen kann", sagt Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.
Was klar ist: Boateng will nur zu einem absoluten Topklub. Was naheliegt: unter 50 Millionen Euro Ablöse ist wenig zu machen. Wir haben unsere Eurosport-Kollegen aus Frankreich, Italien, Spanien und England um Einschätzungen gebeten.
Spanien: FC Barcelona, Real Madrid
Bei Barcelona ist Gerard Piqué der Platzhirsch, assistiert vom jungen Samuel Umtiti. Selbes spanisch-französisches Tandem in Madrid, wo Sergio Ramos und Raphael Varane den Territorialanspruch erheben. Wie und wo sollte sich Boateng, der im September 30 wird und damit im ähnlichen Alter wie Piqué (31) und Ramos (32) ist, da noch entfalten?
"Um ehrlich zu sein, sind Real und Barcelona nicht an Boateng interessiert. Wenn ihn Real, Barça oder selbst Atlético verpflichten, wäre es eine immense Überraschung", sagt Adrian Garcia von Eurosport Spanien und spielt lieber auf andere Bayern-Profis an: "Real hat David Alaba auf dem Radar, und Barça könnte Thiago zurückholen."
Natürlich sei Boateng "ein toller Spieler, aber ich glaube nicht, dass ein spanisches Spitzenteam letztlich 50 Millionen oder mehr für ihn berappt".
England: Manchester City, Manchester United, FC Liverpool
Die Insel ist Boatengs bisher einzige Auslandsstation, in der Saison 2010/11 war er bei Manchester City, ehe Bayern lockte. "Boateng hat damals echt enttäuscht", erinnert sich Marcus Foley von Eurosport England. "Darüber hinaus wäre es eine erhebliche Überraschung, wenn United oder Liverpool wirklich 50 Millionen Euro plus X für einen bald 30-Jährigen zahlen."
Foley betont jedoch:
Peps Personal: der häufig angeschlagene Vincent Kompany (32), Nicolás Otamendi (30), Eliaquim Mangala (27), aber in John Stones und Aymeric Laporte (beide 24) auch zwei Hochveranlagte. Mit Blick auf Boateng fragt Foley: "Ist es die 50 Millionen wert? Vielleicht!"
Frankreich: Paris Saint-Germain
Beim neuen Verein von Trainer Thomas Tuchel stechen drei Anwärter für Boatengs Posten heraus: der 33-jährige Kapitän Thiago Silva sowie die beiden Youngster Marquinhos (24) und Presnel Kimpembe (22). Letzterer sei ein "riesiges Versprechen für die Zukunft, weshalb ihn Paris wachsen lässt", sagt Cyril Morin von Eurosport Frankreich.
Problem also:
Boatengs durchaus extrovertierte Attitüde, der Lifestyle, die Mode - all das würde nach Paris passen. Nur sportlich ist die Kongruenz offenbar weniger ausgeprägt.
Italien: Juventus Turin
Der Deutsche würde Juves Altersschnitt tendenziell drücken. Als da wären: der 31-jährige frühere Bayer Medhi Benatia, der 33-jährige Giorgio Chiellini und Methusalem Andrea Barzagli, einst Meister mit Wolfsburg, inzwischen 37.
Daniele Rugani ist 23, mit Abstand der Jüngste, aber noch nicht ausgereift, um Turins Alterspräsidenten zu verdrängen. Benedikt Höwedes, 30, hat eine arg verletzungsgeplagte Saison hinter sich, nach Auskunft unserer italienischen Eurosport-Kollegin Ilaria Bottura könnte er verliehen werden. "Die Abwehr hat eine paar Probleme, Chiellini ist immer öfter verletzt, Benatias Zukunft ist offen, und Rugani landet regelmäßig auf der Bank", sagt Bottura.
Ein begünstigender Faktor wäre, "dass Juve und Bayern gute Verbindungen pflegen; es gab bereits einige Transfer-Aktivitäten zwischen beiden Klubs, die Wege sind recht kurz und einfach. Das könnte zu einer vergleichsweise unkomplizierten Lösung führen."
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