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FC Bayern: Louis van Gaal über den Zoff mit Uli Hoeneß
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Publiziert 28/02/2018 um 10:47 GMT+1 Uhr
Knapp sieben Jahre nach seiner Entlassung beim FC Bayern München spricht Ex-Trainer Louis van Gaal über Differenzen mit Uli Hoeneß, damals wie heute Präsident des Rekordmeisters. "Eine Rückkehr kann ich mir nicht vorstellen. Solange Hoeneß im Klub ist, würde ich dort nicht arbeiten", sagt van Gaal zu "Sport Bild". Dennoch "liebe" er Bayern, weil der Fußball im Fokus stünde, nicht der Kommerz.
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Louis van Gaal hat lange geschwiegen, jetzt redet er offen über seine Zeit beim FC Bayern. Knapp sieben Jahre nach seiner Beurlaubung hat sich in München viel getan.
"Ich sehe, dass Jupp Heynckes heute genauso ein System spielen lässt, wie ich es damals einführte. Der Unterschied ist: Er hat viel größere Qualität im Kader", sagt der 66-Jährige zu "Sport Bild", will sich aber nicht falsch verstanden wissen.
Ach ja? "Wie Heynckes mit Franck Ribéry umgeht, da muss ich schon sagen, hat er das bessere Gefühl für diesen Spieler."
Van Gaal initiierte den großen Bayern-Zyklus
Ribéry ist ein gutes Stichwort. Van Gaal erzählt über Differenzen mit Uli Hoeneß, und er wählt den Franzosen als Aufhänger.
Von 2009 bis 2011 arbeitete der 66-Jährige bei Bayern, gewann 2010 das Double und erreichte im selben Jahr das Champions-League-Finale (0:2 gegen Inter Mailand). Mehr noch: Es war van Gaal, der Bayern nach dem Missverständnis mit Jürgen Klinsmann und Fünf-Spiele-Aushilfscoach Heynckes zurück in die internationale Elite führte.
Der Zyklus, der unter ihm begann und schematisches Positionsspiel als Klub-Philosophie hervorbrachte, wurde ab 2011 vom zurückgekehrten Heynckes weitergeführt und mit dem Triple 2013 veredelt. Pep Guardiola perfektionierte Bayerns Fußball, gewann aber nie die Champions League, Carlo Ancelotti blieb ein Intermezzo, vorigen Herbst ließ sich Heynckes erneut überreden.
Hoeneß: "Ihr Mann hat wieder falsch aufgestellt"
Der kauzige van Gaal (Selbstbetitelung "Feierbiest", legendärer Meistertanz auf dem Rathausbalkon) initiierte so manches in München, nicht zuletzt den Einbau junger Spieler wie Thomas Müller und David Alaba. Auch da gab's Reibungspunkte mit Hoeneß, wie van Gaal verrät:
Bei Alaba, der als 17-Jähriger debütierte, sei es genauso gewesen. Und einen gewissen Mats Hummels, seinerzeit in Dortmund, wollte van Gaal "im Sommer 2010 zurück, doch wieder waren Hoeneß und ich anderer Meinung".
Warum van Gaal "riesigen Streit mit Hoeneß" hatte
Im Fall des gestandenen Philipp Lahm wiederum ging's um die exakte Position. Van Gaal sagt:
Unter dem Niederländer avancierte Lahm zum Bayern-Kapitän, "er war mein Anführer. Ich habe aber nicht vergessen, dass er nach meinen Informationen bei meiner Entlassung eine Rolle gespielt hat." Das war im April 2011.
Vorher, im November 2010, hatten sich van Gaal und Hoeneß zum "Rotwein-Frieden" verabredet. Der Waffenstillstand war ein lausiger Kompromiss: "Es gab das Gespräch, das ist richtig, aber es war kein gutes. Meine Frau sagte mir danach, wenn das wahr ist, was da gesagt wurde, musst du beim FC Bayern aufhören. Doch ich habe weitergemacht, weil ich den Klub liebe."
Schweinsteiger war "körperlich am Ende"
Von 2012 bis 2014 übernahm van Gaal zum zweiten Mal als Bondscoach (WM-Dritter 2014), anschließend heuerte er bei Manchester United an - und holte den schon 31-jährigen Bastian Schweinsteiger. Interessant, wie van Gaal das Ganze retrospektiv einschätzt:
Dennoch hatte es "Schweini nicht verdient, wie Mourinho nach mir mit ihm umging. Es erklärt aber die Situation, wie es um ihn stand. Das ist schade, weil er ein Spieler wie Luis Enrique, Mark van Bommel oder Philipp Lahm ist. Das sind Typen, die immer auf dem Platz präsent sind."
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