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FC Bayern München: Wird Hasan Salihamidzic neuer Sportdirektor?

Sensationelle Wende: Wird Salihamidzic Bayern-Sportdirektor?

31/07/2017 um 14:10Aktualisiert 31/07/2017 um 14:11

Bei der Sportdirektor-Suche des FC Bayern bahnt sich eine überraschende Wende an. Glaubt man Gerüchten aus Beraterkreisen, die seit Freitag im Umfeld des FC Bayern kursieren, könnte Hasan Salihamidzic den vakanten Posten übernehmen. Der Bosnier soll zum Wunschkandidaten aufgestiegen sein, nachdem zuletzt auch Mark van Bommel abgesagt hatte. Der Niederländer möchte lieber Trainer bleiben.

Diesen Namen hatte kaum jemand auf der Rechnung: Hasan Salihamidzic soll wohl neuer Sportdirektor beim FC Bayern werden und damit die Nachfolge des heutigen Eurosport-Experten Matthias Sammer antreten, der den Job an der Säbener Straße vor fast genau einem Jahr niedergelegt hatte.

Seitdem fahndet der Rekordmeister fieberhaft nach einem neuen Bindeglied zwischen Team und Vereinsführung. Dabei fingen sich die Bayern einige empfindliche Absagen ein. Zunächst winkte Philipp Lahm dankend ab. Später taten es ihm Max Eberl, Oliver Kahn und zuletzt auch Mark van Bommel gleich.

Nun - so ist seit einigen Tagen im Umfeld des Klubs zu hören - soll also Salihamidzic Wunschkandidat von Präsident Uli Hoeneß sein. Der hatte zuletzt eine zeitnahe Lösung angekündigt.

Hoeneß kündigt Lösung an

"Ich denke, dass wir in der nächsten Zeit einen Sportdirektor präsentieren werden. Karl-Heinz Rummenigge und ich hatten in China viele lange Autofahrten, auf denen wir das ein oder andere Gespräch geführt haben."

Das Ergebnis wird der FC Bayern am Montag um 17:15 Uhr präsentieren - seinen neuen Sportdirektor.

Dabei sollen sich die beiden starken Männer beim Rekordmeister offenbar auf Salihamidzic verständigt haben. Bayerns Technischer Direktor Michael Reschke hatte das Anforderungsprofil vor kurzem in einem Interview mit "El Pais" kompakt formuliert:

"Eine Art Innenminister, als wichtigster Ansprechpartner für den Trainer, die Spieler, den Trainerstab, die medizinische Abteilung und alle weiteren Mitarbeiter im Teamumfeld, sowie als Bindeglied zum Präsidium und der Geschäftsführung. Gleichzeitig muss er den Klub in den Medien vertreten. Zudem gilt es mit der Nachwuchsabteilung vernetzt zu sein."

Salihamidzic könnte passen

Salihamidzic kennt sich beim FC Bayern bestens aus, spielte selbst von 1998 bis 2007 insgesamt 234 Mal für den Klub. "Brazzo" (das "Bürschchen"), wie er genannt wird, gehörte zur legendären Mannschaft um Stefan Effenberg und Oliver Kahn, die 2001 in Mailand die Champions League gewann.

Derzeit vertritt er den Rekordmeister als Markenbotschafter und war auf der kürzlich beendeten Asien-Reise mit von der Partie. Dabei legte er alle Fähigkeiten an den Tag, die ihn nun zum Top-Anwärter auf den Sportdirektor-Posten machen könnten.

Stets gut gelaunt, bestens vernetzt und eloquent zeigte er sich als perfekter Repräsentant des Vereins. Bei den Fans ist Salihamidzic immer noch extrem beliebt, mit Co-Trainer Willy Sagnol verbindet den 40-Jährigen seit gemeinsamen Tagen als Spieler ohnehin eine Freundschaft.

Mehrere Sprachen spricht der Bosnier auch. Deutsch, Englisch und aus seiner Zeit bei Juventus Turin (2007 bis 2011) Italienisch. Das könnte besonders in der täglichen Arbeit mit Trainer Carlo Ancelotti ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein.


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