FC Bayern: Option für die Zukunft? Jupp-Heynckes-Ersatz Peter Hermann beantwortet die Trainerfrage
Von Daniel Rathjen
Publiziert 11/02/2018 um 10:29 GMT+1 Uhr
Beim FC Bayern vom Co- zum Cheftrainer - Peter Hermann hat seinen Job mit einem Sieg gegen den FC Schalke 04 am 22. Bundesliga-Spieltag mit Bravour erledigt. Danach gab es reichlich Lob von seinen Spielern für seine Herangehensweise und authentische Ansprache. Und in Richtung Zukunft starteten plötzlich Gedankenspiele. Sportlich bleibt in München bis zur Champions League noch Luft nach oben.
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Aus der Allianz Arena berichtet Daniel Rathjen
Die Bilanz ist makellos - ein Spiel, ein Sieg. Klar, dass Peter Hermann am Samstagabend nach dem knappen, aber grundsätzlich überzeugenden 2:1-Erfolg gegen den FC Schalke 04 am 22. Bundesliga-Spieltag vorwiegend zufrieden lächelte. Der Co-Trainer hatte kurzfristig den grippekranken Chefcoach Jupp Heynckes ersetzen müssen.
Um es vorweg zu nehmen: Die in der Überschrift gestellte Frage beantwortete Hermann im Plausch mit einer Handvoll Journalisten auf dem Weg aus der Arena so prompt wie entschieden:
Gedankenspiele, in denen Hermann als Übergangstrainer mit Heynckes im Hintergrund bis zum großen Umbruch im Jahr 2019 das Team übernimmt, mögen für den einen oder anderen verlockend sein, sie können nach dieser Aussage aber wohl getrost ad acta gelegt werden. Die Trainer-Frage bleibt demnach das größte Mysterium an der Säbener Straße.
Hermann überzeugt mit emotionaler Ansprache
Der 65-Jährige Hermann - obwohl im Training sehr aktiv - ist seit jeher kein Mann für die erste Reihe, dementsprechend "nervös" sei er gewesen. Seine Anspannung übertrug er jedoch nicht auf seine Spieler. "Er hat das sehr gut gemacht", fand Arjen Robben und dürfte seinen Teamkollegen damit aus der Seele gesprochen haben. Hermann verstand es sogar, sie mit seiner Ansprache vor dem Spiel zu kitzeln, wie Thomas Müller, der Torschütze des 2:0 (36.), verriet.
Ob gewollt oder nicht, diese Essenz der Bayern-DNA könnte es am Samstag auch gewesen sein, die dem deutschen Rekordmeister erneut drei Punkte brachte. Schalke spielte nicht schlecht, hielt forsch dagegen, setzte mit Leon Goretzka im Mittelfeld sogar spielerische Akzente und kam zu guten Chancen. Ein Blick auf die Statistiken zeigt: Von haushoher Überlegenheit der Bayern konnte keine Rede sein.
Guardiola hätte das Spiel gehasst
Vor allem in der ersten Halbzeit ging es in hohem Tempo hin und her. Pep Guardiola hätte diesen Spielverlauf als Bayern-Trainer wohl einst mit "Chaos" und "Kontrollverlust" beschrieben. Er hasste es, wenn die Partie in beide Richtungen offen war. Auch Hermann wird es registriert haben, oftmals stand er von seiner Bank auf und gestikulierte entsprechend vehement.
In der Bundesliga hat der Spitzenreiter FC Bayern 18 Punkte Vorsprung auf den Zweiten (zur Tabelle), doch in dieser Saison soll schließlich wie immer das Maximum herausspringen - und am 20. Februar steigt mit einem Heimspiel das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Besiktas Istanbul. Robben mahnte:
Müller bestätigte:
Zwischen Istanbul steigt am kommenden Samstag das Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg. Bis dahin gilt es, an diesen Feinheiten zu feilen. Robben weiß:
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