Hamburger SV verurteilt Kritik von Matthias Sammer: "Soll den Mund halten"

Nach dem faden 0:0 zwischen dem SC Freiburg und dem Hamburger SV am vergangenen Spieltag ging Eurosport Experte Matthias Sammer hart mit der Mannschaft von Markus Gisdol ins Gericht. Nun melden sich sowohl Spieler und Trainer als auch die HSV-Ikonen Uwe Seeler und Thomas von Heesen zu Wort. Die harsche Kritik wollen sie nicht auf sich sitzen lassen.

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Die Analyse von Eurosport Experte Matthias Sammer nach dem Freitagsspiel des 14. Spieltags ist beim HSV auf großes Unverständnis und Gegenwehr gestoßen: "Ich würde Sammer vorschlagen, den Mund zu halten", sagte etwa HSV-Held Uwe Seeler der "Bild"-Zeitung.
DFB-Ehrenspielführer Seeler stört sich an den Worten, den Verein lasse das alles aber kalt. "Solche Kritik von Sammer hat doch keinen Einfluss auf uns", sagte der 81-Jährige. "Wir wissen doch, dass der HSV zurzeit auswärts nicht viel besser spielen kann. Ich freue mich aber über den Punkt."
Der HSV sei derzeit eben nicht in der Lage "großkotzig zu sein. Jeder Zähler ist für mich ein Hoffnungsschimmer. Ich habe im Moment keine großen Ansprüche."

Sammer: "Für die Bundesliga zu wenig"

Sammer hatte nach der Partie in Freiburg kein gutes Haar am HSV gelassen. "Die Hamburger sollen doch den Antrag stellen, dass sie ohne Ball spielen", sagte der 50-Jährige im Eurosport-Studio: "Das ist für mich für die Bundesliga zu wenig."

Von Heesen: "Faust in der Tasche lassen"

Neben Seeler versteht auch Europacupsieger Thomas von Heese die Aussagen von Sammer nicht und stellt sich schützend vor Team und Trainer:
"Die Mannschaft kann zurzeit nicht die Leistung auswärts abrufen, die sie in den Heimspielen zeigt. Man merkt dem Team an, dass sie nicht wissen, was sie machen sollen, wenn Plan A nicht funktioniert. Der Mannschaft fehlt in so einer Situation einfach Plan B. Doch am Ende gibt der Punkt Trainer Gisdol recht. Also würde ich die Faust in der Tasche lassen."

Gisdol diplomatisch, Sakai angestachelt

Trainer Markus Gisdol reagierte im Gegensatz dazu äußerst diplomatisch auf die Sammer-Kritik : "Ich war überrascht. Ich kann grundsätzlich mit solchen populistischen Aussagen nichts anfangen."
HSV-Kapitän Gotoku Sakai schaltete allerdings in den verbalen Angriffsmodus:
Abwehr-Ass Kyriakos Papadopoulos verteidigte den uninspirierten Auftritt seiner Mannschaft nach dem Motto 'Der Zweck heiligt die Mittel'. "Lieber spielen wir so und holen die Punkte, als dass wir schönen Fußball spielen - so wie gegen Leverkusen -, hinten toll herausspielen und dann 0:3 verlieren. Wir haben nicht toll gespielt, Freiburg hat nicht toll gespielt."
Durch den ersten Punktgewinn in der Fremde seit über drei Monaten haben die Hanseaten (14 Zähler) den Drittletzten aus dem Breisgau (12) auf Distanz gehalten.
Wie seht Ihr die Einschätzung von Matthias Sammer? Wir sind gespannt auf EURE Kommentare!
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