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Hasan Salihamidzic und Karl-Heinz Rummenigge uneinig über Transferpolitik

Mega-Transfer ja oder nein? Merkwürdige Ansagen der Bayern-Bosse
Von SID

19/05/2018 um 12:11Aktualisiert 19/05/2018 um 15:53

Plündert der FC Bayern München das prall gefüllte Festgeldkonto und lässt sich auf den europäischen Transferwahnsinn mit Transfers jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke ein? Bisher entschieden sich die Verantwortlichen der Münchner strikt dagegen. Über das Vorgehen in der nahen Zukunft scheint jedoch Uneinigkeit unter den Bayern-Bossen zu herrschen.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat sich gegen Transfers im dreistelligen Millionen-Bereich ausgesprochen. Der 41-Jährige sagte der "Süddeutschen Zeitung":

"Ich bin dagegen, dass wir so verrückte Sachen machen, ich glaube nicht, dass wir in die Dimension vorstoßen müssen."

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Der deutsche Marktführer müsse sich von anderen internationalen Topklubs abheben, betonte Salihamidzic:

"Real soll ruhig Neymar kaufen, wir müssen anders sein. Wir müssen langfristiger planen als einige dieser Klubs, die sich auch mal kurzfristig von einer WM oder EM beeinflussen lassen und dann teuer einen Spieler einkaufen. Wir sollten vorher wissen, was wir tun. Wir müssen schneller sein."

Obwohl die Konkurrenz in Europa stärker investiert, hält Salihamidzic die Bayern auch mit defensiverer Transferpolitik für konkurrenzfähig:

"Warum nicht? Es könnte natürlich sein, dass ein Spieler uns für viel Geld verlässt und wir dann mit viel Geld in die Mannschaft reinvestieren müssen. Das wäre eine Ausnahme. Die grundsätzliche Bayern-Linie werden wir nicht verlassen."
"Wir haben kein Limit. Wenn wir einen Spieler unbedingt wollen und der kostet 80 oder 90 Millionen, werden wir irgendwann springen müssen. "

Man wisse zwar noch nicht, ob man "dieses Jahr springen" werde oder erst im nächsten, "aber wir werden irgendwann springen".

Wann wird der Tolisso-Transfer getoppt?

Das wiederum wäre dann eine grundsätzliche Abkehr von der von Salihamidzic zitierten "Bayern-Linie". Bislang sind Corentin Tolisso mit 41,5 Millionen Euro sowie Javi Martínez mit 40 Millionen Euro die teuersten Einkäufe der Klubgeschichte.

Die von Rummenigge genannten Summen von 80 oder 90 Millionen entsprechen also dem Doppelten der bisherigen Rekordtransfers. Man darf gespannt sein, welchen Weg der FC Bayern in Zukunft beschreitet...

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