Mit Jupp Heynckes kam der Schub - James Rodríguez hat beim FC Bayern endlich Spaß
Publiziert 13/12/2017 um 15:09 GMT+1 Uhr
James Rodríguez blüht beim FC Bayern jetzt richtig auf. Die Akklimatisierung ist abgeschlossen. Trainer Jupp Heynckes hat seinen Teil dazu beigetragen und singt ein Loblied auf den Kolumbianer. Zugleich schürt er weitere Hoffnungen, denn in einem entscheidenden Bereich erwartet er künftig noch mehr von der Leihgabe von Real Madrid.
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James Rodríguez lacht viel in diesen Tagen beim FC Bayern - zwischen einigen dunklen Wolken, die in dieser Saison schon über das Vereinsgelände an der Säbener Straße hinwegzogen, ist sein strahlendes Gemüt ein wahrer Lichtblick. Am 16. Spieltag gegen den 1. FC Köln (heute ab 20:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) wird er zum zwölften Mal in einem Pflichtspiel für den deutschen Rekordmeister in der Startelf stehen.
Die Leihgabe von Real Madrid, die 2019 gekauft werden kann, hat sich akklimatisiert in München.
Auch, weil ihm Vertrauen und Wertschätzung entgegengebracht wird - Balsam für jede Fußballer-Seele. Trainer Jupp Heynckes, maßgeblich verantwortlich für den Aufschwung im Verein nach der Trennung von Carlo Ancelotti, trug einen erheblichen Teil dazu bei.
Start mit reichlich Skepsis
Hatte Präsident Uli Hoeneß zunächst keinen Hehl draus gemacht, dass James ausdrücklich der "Wunschspieler" des wohl bei ihm schon damals in Ungnade gefallenen Ancelotti gewesen sei und damit nicht den Eindruck erweckt, der Spieler sei herzlich willkommen, verstand es Heynckes sofort, den 25-Jährigen abzuholen.
Wohlwissend, dass James' Laune nach Verletzungspause zu Saisonbeginn und wenigen Einsatzzeiten danach nicht die beste war, näherte er sich ihm in dessen Muttersprache Spanisch. Er wird ihn an seine Stärken erinnert haben, ihm das Gefühl gegeben haben, gebraucht zu werden. James erklärte vor kurzem:
Heynckes ist ein Spieler-Versteher und einfühlsamer Kommunikator zugleich. Am Dienstag gab er zu bedenken:
Hinzu kommt, dass James unter Heynckes im Verein erstmals auf einer Position spielt, auf der er zuvor eher selten zum Einsatz kam, eine Umgewöhnung oben drauf, sozusagen. Beim FC Bayern wird er nicht stringent als Außenspieler gesehen, sondern darf sich im Zentrum austoben. Dort überzeugt er mit beachtlichen Laufwerten und guten Pässen. Auffällig ist auch, dass er sich nicht zu schade für Defensivarbeit ist. Ein Attribut, mit dem er bei Heynckes Bonuspunkte sammelt.
Erfüllt sich die Prophezeiung von "El Tren"?
Heynckes ist allerdings auch Perfektionist und erhofft sich auf der Basis des Erreichten nun den nächsten Schritt. "Seine Torgefährlichkeit kam bisher nicht so zur Geltung", hat er bemerkt. Tatsächlich ist seine Ausbeute von zwei Bundesliga-Treffern (vier Vorlagen) ausbaufähig. Bis sich die Prophezeiung seines Landsmanns und ehemaligen Bayern-Stürmers Adolfo "El Tren" Valencia ("Er schießt 16 Tore!") erfüllt, ist noch ein Stück zu gehen.
Wichtig ist aktuell nur die Erkenntnis, dass der FCB ohne Ancelotti keine Sackgasse für ihn sein wird und natürlich das Vertrauen von Heynckes. Doch daran, dass dieser auch künftig auf ihn setzt, besteht kein Zweifel.
"Er wird in Zukunft noch viel wichtiger", betonte er.
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