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Robert Lewandowski erlöst den FC Bayern München gegen leidenschaftlichen 1. FC Köln
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Publiziert 13/12/2017 um 22:19 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München tat sich lange Zeit schwer gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln, siegte am Ende aber hochverdient mit 1:0 (0:0) in der heimischen Allianz Arena. Die Kölner verteidigten leidenschaftlich, kassierten in der 60. Spielminute aber den entscheidenden Gegentreffer. Robert Lewandowski erzielte sein 15. Saisontor und festigte für die Münchner damit die Tabellenführung.
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So lief das Spiel:
Bayern begann dynamisch und vergab bereits in der Anfangsviertelstunde einige gute Chancen. Die Gäste traten sehr diszipliniert auf und verteidigten bei gegnerischem Ballbesitz mit einer Fünferkette sowie einem wenige Meter davor positionierten Viererblock.
Vorne lauerte der einsame etatmäßige Außenverteidiger Lukas Klünter, der wegen Personalsorgen sowie seiner Schnelligkeit wie bereits am vergangenen Sonntag gegen Freiburg als Stürmer agierte. Umso länger die Partie dauerte, desto weniger fiel dem Herbstmeister ein, um das Kölner Abwehrbollwerk zu knacken. Gefährlich wurde es meist nach ruhenden Bällen.
Gleiches Bild im zweiten Durchgang: Der FCB war haushoch überlegen (insgesamt: 83 Prozent Ballbesitz, 26:7 Torschüsse), versiebte jedoch reihenweise gute Möglichkeiten. Nach einer Stunde brach der Bann.
Jérôme Boateng wurde in zentraler Position nicht gestört und chippte gefühlvoll in den Sechzehner. Thomas Müller legte sechs Meter vor dem Kasten per Hinterkopf auf Robert Lewandowski quer, der volley zum 1:0 einschob. Die Münchner bauten das Spiel nach dem Führungstreffer in Handball-Manier weiterhin um den gegnerischen Strafraum herum auf, verpassten es aber, den Deckel draufzumachen.
Kurz vor Schluss hatte Klünter den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am hervorragend parierenden Tom Starke (87.). Den ersatzgeschwächten Kölnern ist aufgrund der kämpferischen Kollektivleistung ein großes Lob auszusprechen.
Da Verfolger RB Leipzig nicht über ein 1:1 beim VfL Wolfsburg hinauskam, wuchs der Vorsprung des FC Bayern München weiter. Der neue Tabellenzweite FC Schalke 04 hat neun Punkte Rückstand auf den Rekordmeister.
Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck zeigte nach dem schwachen Auftritt beim 3:4 gegen den SC Freiburg vor allem in der Defensive eine deutliche Leistungssteigerung. Köln bleibt weiterhin sieglos mit lediglich drei Zählern abgeschlagen am Tabellenende.
Die Stimmen zum Spiel:
Jupp Heynckes (Trainer Bayern München): "Wir hätten viel zügiger, schneller, lebendiger, spritziger spielen müssen, besseres Passspiel, das Spiel verlagern, über außen kommen - nur: die Mannschaft war vom Kopf her nicht lebendig genug, spritzig genug, das hat alles viel zu lange gedauert. Aber solche Spiele hat man, wir haben ein Riesenprogramm hinter uns - und noch zwei wichtige Spiele vor uns."
Thomas Müller (Bayern München): "Köln hat sich bis auf die letzten drei Minuten auf’s Verteidigen beschränkt. Wir hatten zu wenig Bewegung in der Tiefe. Wir mussten dann in der zweiten Hälfte etwas ändern und haben dann Druck gemacht. Nach dem 1:0 hat man dann schon wieder gemerkt, dass die Mannschaft weiß, dass noch zwei Spiele sind und wir nicht mehr die 100-prozentigen Energiereserven haben."
Sebastian Rudy (FC Bayern München): "Der Gegner stand sehr, sehr tief. Das habe ich so auch noch nie gesehen. Ich denke, wenn wir die drei Punkte hier behalten, dann ist alles gut."
Stefan Ruthenbeck (Trainer 1. FC Köln): "Die Jungs haben das gut gemacht und gut verteidigt. Auch das Gegentor hätten wir verteidigen können. Dennoch ist es ein verdienter Sieg - aber es wäre ein bisschen mehr möglich gewesen."
Armin Veh (Sportdirektor 1. FC Köln): "Wir haben eine disziplinierte, couragierte und laufstarke Leistung des 'Effzeh' gesehen."
Der Tweet zum Spiel:
Auch ohne den Geißbock hielt das mit großen Personalsorgen nach München gereiste Schlusslicht gut mit. Zwölf Kölner Spieler fielen aus.
Das fiel auf: Zwischenzeitlich unzufriedene Heimfans
Zwar war der FC Bayern München stets drückend überlegen, die ersten Pfiffe gab es aufgrund der vielen Fehlschüsse aber bereits wenige Minuten vor dem Pausentee. Am Ende erntete die Heynckes-Truppe allerdings Applaus.
Die Statistik: 366
Franck Ribéry lief wettbewerbsübergreifend zum 366. Mal für Bayern auf. Kein ausländischer FCB-Spieler absolvierte mehr Partien. Damit überholte der Franzose Sportdirektor Hasan Salihamidžić.
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