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1. FC Nürnberg entlässt Trainer Michael Köllner und Sportvorstand Andreas Bornemann

Mit Video | Nürnberg feuert Sportvorstand und Trainer: Club-Legende springt ein
Von SID

12/02/2019 um 13:03Aktualisiert 12/02/2019 um 18:37

1. FC Nürnberg hat wenige Stunden nach der Trennung von Sportvorstand Andreas Bornemann auch seinen Trainer Michael Köllner entlassen. Wie der Club am Dienstag mitteilte, werden zunächst Club-Legende Marek Mintal und der bisherige Co-Trainer Boris Schommers das Schlusslicht der Bundesliga interimistisch übernehmen. Köllner hatte den Club am 7. März 2017 von Alois Schwartz übernommen.

Der 49-jährige Köllner hatte mit Nürnberg zuletzt 15 Bundesliga-Spiele in Serie nicht gewonnen, in den letzten neun Pflichtspielen gab es acht Niederlagen.

Der Club ist mit zwölf Punkten nach 21 Spielen Tabellenletzter, liegt aber nur drei Zähler hinter dem Relegationsplatz.

Köllner hatte den Club am 7. März 2017 von Alois Schwartz übernommen und in der Spielzeit 2017/18 zum achten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte geführt. Um satzungsgemäß handlungsfähig zu sein, wurde nach dem Aus von Bornemann Marketingleiter Marcus Rößler zum zweiten Vorstand neben Finanzvorstand Niels Rossow berufen.

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Priorität: Suche nach Sportvorstand

Wie Grethlein erklärte, habe die Suche nach einem neuen Sportvorstand erst einmal Vorrang, diese solle "mit aller Sorgfalt" geschehen. Die erste Aufgabe des künftigen Sportchefs werde es, "einen passenden Trainer für den 1. FC Nürnberg zu finden. Es kann nicht Aufgabe des Aufsichtsrats sein, die Trainerfrage zu lösen. Wir können gar nicht beurteilen, wer ein guter Trainer ist".

Für die Findung eines Sportchefs sei ein Zeitraum von zehn Tagen "zu kurz", es werde aber auch keine acht Wochen dauern.

Die Entlassung von Bornemann, der sich auch zuletzt noch hinter Coach Köllner gestellt hatte, wurde vom Aufsichtsrat nach einer stundenlangen Sitzung am späten Montagabend beschlossen. "Leider konnten wir uns mit Andreas Bornemann nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen", hatte der neunköpfige Aufsichtsrat daraufhin um 0.20 Uhr in der Nacht auf Dienstag mitgeteilt.

"Vor allem der enttäuschende Auftritt im Pokalspiel beim Hamburger SV hat uns schwer getroffen. Dieses Spiel, gepaart mit der sportlichen Durststrecke in der Liga von 15 Begegnungen ohne Sieg, machte uns klar, dass wir als Gremium noch einmal einen genauen Blick auf die aktuelle Lage werfen und die momentane Situation erneut eingehend analysieren müssen."

Die sportlichen Ziele seien stark gefährdet, hieß es weiter.

"Wir können nicht immer sagen, wir machen einfach so weiter. Wir mussten einen Impuls setzen", sagte FCN-Aufsichtsratschef Thomas Grethlein, der einen vorübergehenden "Kahlschlag an sportlicher Kompetenz" eingestand.

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Vierte Trainerentlassung der Saison:

In der vergangenen Spielzeit hatte es neun vorzeitige Freistellungen von Trainern gegeben. Die Trainerwechsel in der Fußball-Bundesliga in der Saison 2018/19 im Überblick:

  • 1. Tayfun Korkut (VfB Stuttgart). - 07. Oktober 2018. - Nachfolger: Markus Weinzierl
  • 2. Heiko Herrlich (Bayer 04 Leverkusen). - 23. Dezember 2018. - Nachfolger: Peter Bosz
  • 3. Andre Breitenreiter (Hannover 96). - 27. Januar 2019. - Nachfolger: Thomas Doll
  • 4. Michael Köllner (1. FC Nürnberg). - 12. Februar 2019. - Nachfolger: noch offen

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