3 Dinge, die bei Borussia Dortmund gegen Mönchengladbach auffielen: Auch Götze kann Joker

Borussia Dortmund hat Titelkonkurrent Borussia Mönchengladbach im abschließenden Heimspiel vor der Winterpause mit 2:1 (1:1) geschlagen und sich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause verabschiedet. Einer der Sieggaranten war Aushilfsverteidiger Julian Weigl, der neben Ömer Toprak nicht abfiel. Zudem sorgten zwei Weltmeister von 2014 für positive Geschichten. Drei Dinge, die auffielen.

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1. Weigl ohne Fehl und Tadel

Mit großer Spannung wurde beim BVB Favres Aufstellung in der Innenverteidigung erwartet. Mit Abdou Diallo, Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou fehlten der Borussia drei von vier gelernten zentralen Abwehrspieler. Ömer Toprak stand folgerichtig in der Startformation - neben ihm ein gelernter Mittelfeldspieler: Julian Weigl.
Von Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung, gab es schon vor dem Spiel Zuspruch:
Der 23-Jährige, der in der Hinrunde unter Favre bislang einen schweren Stand hatte, überzeugte auf ganzer Linie. Weigl war von Beginn an da, direkt seine erste Grätsche gegen Dennis Zaklaria in der achten Minute saß. Von der Südtribüne gab es Szenenapplaus, der dem Ex-Löwen sichtlich Rückenwind gab.
Weigl gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe, brachte knapp 93 Prozent seiner Pässe an den Mann. Zurecht wurde er nach dem Spiel mit Lob überhäuft. "ZDF"-Experte Oliver Kahn:
Kapitän Marco Reus stimmte mit ein: "Ömer (Toprak) und Jule haben das überragend gemacht."
Dennoch: dass Weigl in Favres Planungen jetzt vermehrt auf dieser Position zum Einsatz kommt, ist unwahrscheinlich.
Wenn alle Spieler fit sind, wird Weigl aller Voraussicht nach wieder auf die Bank bzw. Tribüne rotieren.

2. Kramer wieder wichtig

Es war eine Art Déjà-vu für Christoph Kramer. Schon vor vier Jahren traf der Weltmeister von 2014 im Signal Iduna Park. Damals gelang ihm ein Traumtor aus 40 Metern, leider ins eigene Netz. Bei seinem Comeback nach Verletzung erzielte er nun den zwischenzeitlichen Ausgleich für seine Borussia.
Ein Tor, dass für Gesprächsstoff sorgte, denn Kramer köpfte sich den Ball bei der Annahme an den ausgestreckten Unterarm. Kramer selbst beschrieb die Szene kurz vor der Halbzeitpause so:
Anders sahen das die Dortmunder in Person von Zorc:
Pustekuchen, denn der Treffer zählte. Abgesehen davon, lagen Kramers Hauptaufgaben eher im Defensivbereich. Der 27-Jährige mimte den Privatbewacher von Marco Reus und machte seine Sache vor allem im ersten Durchgang über weite Strecken sehr gut. Dortmunds Superstar versuchte sich immer wieder zwischen Gladbachs Vierer-Abwehr- und Fünfer-Mittelfeldreihe anzubieten, um so die Defensive der Fohlen auseinanderzureißen. Kramer verfolgte den torgefährlichen BVB-Zehner (11 Tore, 9 Assists) jedoch auf Schritt und Tritt, nahm ihn so über weite Strecken aus dem Spiel.
Seine Zweikampfstärke (66 Prozent) sowie seine Passquote (89 Prozent) rechtfertigten seinen Einsatz im Spitzenspiel, dass in der 68. Minute, als der Muskel zumachte, beendet war.
Fazit: Kommt Kramer verleztungsfrei durch die Wintervorbereitung, werden wir ihn in der Rückrunde noch deutlich öfter im Gladbacher Mittelfeld sehen.

3. Auch Götze kann Joker

In der 30. Minute verletzte sich Paco Alcácer und verabschiedete sich mit Muskelbeschwerden im hinteren Oberschenkel vorzeitig in die Winterpause. Erst vier Minuten später, vorher gab es keine Spielunterbrechung, nahm Mario Götze seine Position ein.
In den vergangenen Wochen hatten sich der deutsche und der spanische Nationalspieler im Wochentakt in der Sturmspitze abgewechselt. Die Quote sprach dabei klar für Alcácer (12 Treffer) - Götze lieferte in der Hinrunde nur selten Zählbares (1 Tor, 1 Assist). Doch gegen Gladbach änderte sich das.
Der 26-Jährige legte acht Minuten nach seiner Einwechslung Jadon Sanchos Führungstreffer (42.) auf, zehn Minuten nach dem Seitenwechsel spielte er von der rechten Seite einen Traumpass in den Lauf von Kumpel Reus, der den 2:3-Endstand zur Folge hatte (54.). Wie passend, dass das BVB-Trikot die Aufschrift "Danke, Kumpel" zierte.
Yann Sommer, Schlussmann der Gladbacher, konstatierte nach der Partie:
Der Initiator dieser beiden Momente war Götze, der letztlich den Unterschied machte. Eine Zeile, die der Weltmeister lange nicht mehr über sich lesen durfte.
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