Bayer Leverkusen: Rudi Völler erklärt Trainer-Diskussion um Heiko Herrlich für beendet

Bayer 04 Leverkusen holt mit einem 0:0 beim SC Freiburg auch am 7. Spieltag nur einen Punkt und kommt nicht recht vom Fleck - Geschäftsführer Rudi Völler erklärt die Trainer-Diskussion um Heiko Herrlich dennoch für beendet und negiert Gespräche mit möglichen Nachfolgern. Die Bayer-Spieler schwanken derweil zwischen positiven und hadernden Aussagen.

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Höhepunkte musste man schon suchen. Eine umkämpfte, intensive Partie, das schon. Aber Strafraumszenen? Gab es kaum. Konsequenz: 0:0 zwischen dem SC Freiburg und Bayer Leverkusen am frühen Sonntagnachmittag.
"Die Freiburger haben so gespielt, dass wir nicht glänzen konnten", sagte Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler erklärend. So richtig vom Tabellenende weg kommt Bayer Leverkusen damit nicht; sieben Punkte aus sieben Spiele bedeuten Rang 14.

Völler erklärt Trainer-Diskussion für beendet

Doch trotz des mäßigen Auftritts sprach Völler ein Machtwort und erklärte die Diskussionen um Trainer Heiko Herrlich für beendet. "Die Trainerfrage zu stellen, ist völliger Blödsinn", sagte der Sport-Geschäftsführer sichtlich angefressen bei Eurosport.
Dass Herrlich nach dem Fehlstart in die Meisterschaft mit drei Niederlagen permanent in der Kritik steht, kann Völler nicht nachvollziehen.
"Wir haben von den vergangenen sechs Spielen vier gewonnen, einmal verloren und einmal unentschieden gespielt. Das ist eine sehr ordentliche Bilanz ", sagte der 58-Jährige und beteuerte, dass er mit keinem möglichen Nachfolger gesprochen habe:

Heiko Herrlich zufrieden

Herrlich selbst zeigte sich von dem Dauerthema unberührt und bewertete den Punktgewinn im Breisgau als weiteren Schritt in die richtige Richtung:
Auch Völler war froh, dass sein Team zumindest den nötigen Einsatz zeigte - auch wenn man "nicht zufrieden mit der Punkteausbeute in der Bundesliga" sein könne.
Völler:

Volland sieht positiven Trend

Nach dem schlechten Saisonstart und der in Freiburg verpassten Chance, den Abstand auf das Tabellenende zu vergrößern, gilt es für Bayer Leverkusen nach den guten Ansätzen der letzten Wochen jetzt ruhig zu bleiben und sich zu sammeln.
In der Länderspielpause kommen wichtige verletzte Spieler zurück. Devise: keine Panik. "Jetzt müssen wir durchatmen in der Länderspielpause, wir hatten viele Spiele zuletzt", sagte Herrlich.
"Unser Saisonstart war schlecht. Das ist uns klar", sagte Kevin Volland: "Aber seit der Länderspielpause haben wir vier Siege geholt. Das sehen viele Leute vielleicht nicht. Deswegen bleibe ich positiv. Wir sind trotzdem auf dem aufsteigenden Ast."

Freiburg im Griff, aber keine Tore

Die Kehrseite der Medaille: "Wir kommen nicht recht vom Fleck", monierte Abwehrchef Sven Bender, der aber auch den Zusammenhalt beschwor:
Die Gäste hatten Freiburg weitestgehend im Griff, für einen Verein mit großem Potenzial und hohen Ambitionen sind sieben Punkte nach sieben Spielen aber zu wenig. Glück hatte Bayer, das Luca Waldschmidt (90.) kurz vor Ende nur den Pfosten traf.
Lichtblick im Team der Leverkusener war einmal mehr Kai Havertz, der die Freiburger Defensivspieler immer wieder unter Druck setzte. Er besaß kurz vor der Pause die beste Chance zur Führung (43.). Insgesamt sahen die 23.800 Zuschauer im Schwarzwald-Stadion aber eine ereignisarme Partie. Dabei trafen im Breisgau die vor dem Spieltag schwächsten Defensiven aufeinander.
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