Bundesliga | Elf der Woche mit Goretzka, Duda, Caligiuri und Bürki

Der 18. Bundesliga-Spieltag ist Vergangenheit. Der BVB hat unter Beweis gestellt, dass er dem Druck an der Spitze gewachsen ist. Axel Witsel und Roman Bürki ragten beim Sieg in Leipzig heraus. Zudem verhalf Leon Goretzka dem FC Bayern München mit seinen zwei Toren zum Sieg gegen Hoffenheim, während Ondrej Duda Nürnberg praktisch im Alleingang besiegte. Die Elf der Woche.

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Tor:

Roman Bürki (Borussia Dortmund): Was er beim 1:0 seiner Mannschaft gegen Leipzig zeigte, hatte nichts mit dem verunsicherten Torwart zu tun, der er noch in der Vorsaison war. Im Gegenteil: Er rettete dem BVB den Sieg, als er gegen den völlig freien Marcel Sabitzer und danach bei einem strammen Schuss von Timo Werner bärenstark parierte.

Abwehr:

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): Ginter kehrte nach einem Bruch der Augenhöhle zum Ende der Hinrunde gegen Leverkusen zurück in die Startelf der Borussia. Und der Nationalspieler war durchaus mit all seiner Klasse gefordert gegen die Offensivwucht der Werkself, die beinahe mit Dauerdruck das Tor der Borussia anlief. Doch Ginter bewahrte als Abwehrchef die Übersicht, zeigte starke Präsenz, gutes Stellungsspiel und verteidigte mit seinen Kollegen bis zum Schlusspfiff den glücklichen 1:0-Erfolg.
Nico Schulz (TSG 1899 Hoffenheim): Der Linksverteidiger lieferte gegen die Bayern ein ordentliches Spiel ab, ging wie gewohnt weite Wege und erzielte außerdem sein erstes Saison-Tor gegen den Rekordmeister. Den sehenswerten Treffer, bei dem er Manuel Neuer keine Chance ließ, legte er sich selbst zurecht. Da kann man schonmal über einige Fehlpässe hinwegsehen.
Danny da Costa (Eintracht Frankfurt): Frankfurts Dauerbrenner auf der Position des rechten Flügelverteidigers konnte gegen Freiburg vor allem offensiv überzeugen. Er gab die zweitmeisten Torschussvorlagen (2) und absolvierte 30 Sprints - lediglich sein Teamkollege Ante Rebić (34) sprintete in dieser Partie häufiger. Er legte eine beachtliche Strecke von 11, 86 km zurück, hatte vier klärende Aktionen und tackelte ebenso oft erfolgreich.
Julian Weigl (Borussia Dortmund): Wie beim Sieg gegen Borussia Mönchengladbach zum Ende der Hinrunde musste Weigl auch gegen RB Leipzig in der Innenverteidigung spielen. Der gelernte defensive Mittelfeldspieler kam auf neun klärende Aktionen und verhalf dem Tabellenführer zu einem wichtigen 1:0-Sieg. Auch von Trainer Lucien Favre gab es nach dem Spiel ein Sonderlob: "Julian hat das sehr gut gemacht. Er ist sehr clever. Aber ansonsten hätte er auch keine Chance bei uns".

Mittelfeld:

Leon Goretzka (FC Bayern München): Bei seiner Rückkehr in die Startelf machte der Nationalspieler als "Zehner" eine gute Figur. Er schnürte den ersten Doppelpack seiner Bundesliga-Karriere und spulte mit 12,05 km zudem die viertbeste Laufleistung aller Akteure ab.
Axel Witsel (Borussia Dortmund): Der BVB-Mittelfeldstratege war der überragende Akteur beim Sieg in Leipzig. Der Belgier übernahm nach dem Ausfall von Reus die Führungsrolle und glänzte sowohl als Abräumer als auch als Spielmacher. Beeindruckend auch sein Treffer zum 1:0 (19.): Nach einer Ecke ließ donnerte der 30-Jährige den Ball per Drop-Kick unter die Querlatte. "Ein echter Stratege, wie man ihn sich wünscht, Axel lenkt das Spiel", lobte BVB-Manager Michael Zorc.
Kingsley Coman (FC Bayern München): Der Franzose war ein echter Aktivposten bei den Bayern auf der linken Außenbahn. Ein ums andere Mal sprintete er seinen Gegenspielern davon und sorgte mit seinen Hereingaben immer wieder für Gefahr. Er leitete auch das 1:0 durch Leon Goretzka mit seiner Flanke ein.
Daniel Caligiuri (FC Schalke): Der 31-Jährige gab die meisten Torschüsse seiner Mannschaft ab (5) und avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner beim 2:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg. Der italienische Nationalspieler führte die meisten Schalker Zweikämpfe (34) und entschied davon starke 62 Prozent für sich.

Angriff:

Ante Rebić (Eintracht Frankfurt): Der kroatische Vizeweltmeister agierte auf der Zehner-Position und sprühte vor Spielfreude. Er machte es seinen Gegenspielern durch intelligente Tempodribblings enorm schwer. Rebić spielte drei Key Passes - die meisten aller Akteure in der COMMERZBANK ARENA. Mit einem Assist und einer Torvorlage war er maßgeblich am erfolgreichen Frankfurter Rückrundenauftakt beteiligt.
Ondrej Duda (Hertha BSC): Welchen Einfluss Duda mittlerweile auf die Hertha hat, zeigt alleine die Tatsache, dass die Hertha immer mindestens einen Punkt holt, wenn der Slowake trifft. Gegen Ende der Rückrunde blieb Duda allerdings hinter seinen Leistungen zurück – prompt lief es auch bei der Hertha nicht. Zum Rückrundenstart drehte Duda gegen Nürnberg aber wieder groß auf, war mit großer Spielfreude von den Nürnbergern nicht zu kontrollieren und avancierte mit zwei Toren zum Matchwinner beim 3:1-Erfolg. Mit nun neun Saisontreffern ist der 24-Jährige derzeit gar der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga.
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