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BUNDESLIGA | FC Bayern München lässt Punkte beim SC Freiburg liegen
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Publiziert 30/03/2019 um 17:24 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München hat es am 27. Bundesliga-Spieltag verpasst, einen Sieg beim SC Freiburg einzufahren und damit die Tabellenführung an Borussia Dortmund verloren, das gegen den VfL Wolfsburg gewann. Gegen die Breisgauer reichte es trotz großer Überlegenheit nur zu einem 1:1 (1:1). Lucas Höler traf für Freiburg (3.), Robert Lewandowski gelang nur noch der sehenswerte Ausgleich (22.).
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Vor dem Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund am 28. Spieltag, wollten die Münchner mit einer engagierten Leistung unbedingt die Tabellenführung verteidigen. Im Gastspiel beim SC Freiburg war der deutsche Rekordmeister der klare Favorit.
Die Partie im Breisgau entpuppte sich allerdings als sehr mühevolle Aufgabe, denn die Elf von SC-Trainer Christian Streich startete ambitioniert und mit viel Agilität ins Spiel. In den ersten Minuten spielten nur die Hausherren und gingen bereits in der 3. Minute früh mit 1:0 in Führung.
Christian Günter brachte den Ball stark und punktgenau aus dem linken Halbfeld ins Zentrum - am ersten Pfosten stand Lucas Höler als Abnehmer bereit und köpfte den Ball platziert ins rechte Toreck. Manuel Neuer-Ersatz Sven Ulreich streckte sich vergeblich. In der 18. Minute legten die Freiburger sogar fast noch das 2:0 nach, nach einem Konterangriff kam Mike Frantz zum Abschluss - Mats Hummels rettete auf der Linie.
In der Folge übernahmen die Münchner mehr und mehr die Partie, kombinierten sich gefährlich vor das Freiburger Tor und kamen schließlich in der 22. Minute zum Ausgleich. Nach einer Ecke brachte Leon Goretzka den Ball wieder in die Gefahrenzone, Torjäger Robert Lewandowski nahm die Kugel acht Meter vor dem Gehäuse an und verwandelte anschließend stark per Seitfallzieher.
Während der deutsche Rekordmeister auf den Führungstreffer ging, setzten die Freiburger auf schnelles Umschaltspiel und generierten einige Abschlussmöglichkeiten. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe.
Erst 25 Minuten vor Ende der Partie wurden die Münchner deutlich zwingender und drängten mit viel Dampf auf den Führungstreffer. Alexander Schwolow zeichnete sich dabei einige Male gut aus und hielt so die Hoffnungen auf einen Freiburger Punktgewinn gegen den Ligaprimus aufrecht.
In der Nachspielzeit hatte Lewandowski die sicher geglaubte Führung schließlich auf dem Kopf. Nach einer feinen Hereingabe von James Rodríguez kam der Pole aus fünf Metern freistehend zum Abschluss, setzte den Ball allerdings rechts am Tor vorbei. In der letzten Minute der Nachspielzeit der nächste Hochkaräter: Leon Goretzka traf nach einer Flanke von der linken Seite nur den rechten Torpfosten und vergab damit die Chance auf den Münchner Last-Minute-Sieg.
Dadurch, dass Borussia Dortmund im Parallelspiel gegen den VfL Wolfsburg spät zu drei Punkten kam, geht der FC Bayern München nun als Tabellenzweiter ins Spitzenspiel gegen Dortmund.
Die Stimmen:
Alexander Schwolow (SC Freiburg): "Es hat einfach Spaß gemacht, den Jungs zu helfen und da zu sein. Die Fans honorieren es brutal - das macht einfach Spaß. Ich bin ein bisschen heiser, denn ich habe herumgeschrien, um meine Leute zu delegieren."
Lucas Höler (SC Freiburg): "Das ist natürlich ein Märchen. Natürlich nimmt man sich als Stürmer vor, ein Tor zu schießen in jedem Spiel. Dann habe ich den Ball super getroffen und war froh, dass er rein gegangen ist."
Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München): "Wir sind Profis, wir erwarten alle eine richtige Reaktion gegen Dortmund. Das ist die Chance, die wir nutzen müssen. Sonst wird es schwer, Meister zu werden. Wir haben noch ungemütliche Spiele, gegen Dortmund müssen wir mit einer anderen Einstellung auf den Platz gehen.“
Leon Goretzka (Spieler FC Bayern München): "Es liegt auf der Hand, was wir uns heute vorzuwerfen haben. Wir haben in den ersten fünf Minuten gepennt. Wir haben das vorher 700 Mal in der Kabine angesprochen, das ist unerklärlich. Du vergibst dann so viele Chancen, dass du es am Ende nicht verdient hast, zu gewinnen.“
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Feuer machen in der Feuerschale und ein bisschen den Abend genießen. So machen wir das heute. Bei uns wächst der Wein, was sollen wir trinken? Da trinken wir natürlich ein Glas mit, na klar.“
Das fiel auf: Leidenschaftliche Freiburger
Der SC Freiburg sorgte bei 20 Grad und Sonnenschein für wahre Frühlingsgefühle - und das mit einer Leistung, die von Leidenschaft satt geprägt war. Die Breigauer warfen gegen den FC Bayern München alles in die Waagschale, begeisterten die Anhänger mit Powerplay, Einsatzwillen und Kampf bis zum Umfallen. Im zweiten Durchgang waren die Münchner drückend überlegen, dennoch hielten die Hausherren mit dem gesamten Teampotenzial dagegen: Leidenschaft - der Schlüssel zum Freiburger Erfolg. Und das Saison für Saison.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 9
Die Freiburger zeigten gegen den deutschen Rekordmeister einen bärenstarken Auftritt und brachten die Münchner vor allem im ersten Durchgang zeitweise an den Rand der Verzweiflung. Die Breisgauer gaben in der ersten Halbzeit insgesamt neun Schüsse auf den Gäste-Kasten ab. So oft kam in dieser Bundesliga-Spielzeit kein anderes Team gegen den FC Bayern München zum Abschluss.
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