Bundesliga-Relegation 1. FC Union Berlin - VfB Stuttgart | VfB versinkt in Trauer
Publiziert 28/05/2019 um 00:43 GMT+2 Uhr
Der VfB Stuttgart ist aus der Bundesliga abgestiegen. Nach einem 2:2 und 0:0 gegen Union Berlin in der Relegation ist es die traurige Realität für die Schwaben. Wie geht es jetzt weiter? Wer bleibt und wer muss gehen? Sportvorstand Thomas Hitzlsperger kündigt bereits Veränderungen an. Doch zunächst sitzt der Schock bei allen Beteiligten tief.
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Während das Stadion an der Alten Försterei im Berliner Freudentaumel versank, regierte beim VfB nach dem 0:0 im Rückspiel der Bundesliga-Relegation große Trauer. Sportvorstand Thomas Hitzlsperger schlug fassungslos die Hände vor dem Gesicht zusammen, als der dritte Abstieg der Klubgeschichte nach 1975 und 2016 Realität war.
Trotz Spielern wie Weltmeister Benjamin Pavard, Mario Gomez, Ron-Robert Zieler, Gonzalo Castro und Holger Badstuber reichte es am Ende nicht zum Klassenerhalt. 28 mickrige Punkte holte der Tabellen-16. bei einem Torverhältnis von 32:70. Gegen Union gab es zwar keine Niederlage, aber zuhause nun mal zwei Gegentore.
VfB gratuliert Union
"Es ist eine Horrorsaison, es ist der Tiefpunkt. Es ist schwer das zu verarbeiten. Es tut mir für alle Fans und die Region leid. Das ist ein riesiger Rückschlag", sagte Stuttgarts Interimstrainer Nico Willig und gratulierte anständig: "Union ist verdient aufgestiegen."
An der Einstellung, die den VfB in der Saison so manchen Punkt gekostet hat, hat es am Montagabend immerhin nicht gelegen. Vielmehr war es wieder eine Mischung aus Unvermögen, Pech und Kraftlosigkeit, die Union nach 180 Minuten als Triumphator hervorgehen ließ.
Hitzlsperger, seit Mitte Februar im Amt beim VfB, war am Boden zerstört:
Dass das Freistoßtor von Dennis Aogo (9.) wegen einer unnötigen Abseitsstellung von Nicolas González aberkannt wurde, passte ebenso total ins Bild einer verkorksten Stuttgarter Spielserie wie der üble Zusammenprall von Badstuber mit seinem Abwehrkollegen Ozan Kabak.
"Wir haben es im Verlauf der Saison nicht geschafft, eine Leistung zu bringen, die es rechtfertigt, in der Liga zu bleiben", musste Kapitän Christian Gentner konstatieren. Keeper Ron-Robert Zieler ergänzte:
Es wird sicher einige Zeit dauern, bis dieser Schock verdaut ist, ehe Anfang Juni die Vorbereitung auf die zweite Liga beginnen muss. Der erste Spieltag im Unterhaus ist auf den 29. Juli gelegt worden.
Große Herausforderung für Hitzlsperger und Mislintat
Zusammen mit Sportdirektor Sven Mislintat muss Hitzlsperger eine neue Mannschaft aufbauen, die das Ziel Wiederaufstieg direkt ins Auge fasst. Denn es ist davon auszugehen, dass der Kader, der komplett von Michael Reschke zusammengestellt wurde, unter dem neuen Trainer Tim Walter künftig sehr viel anders aussehen wird.
Benjamin Pavard wechselt zum FC Bayern München. Wechselkandidaten sind nun auch Ozan Kabak, Pablo Maffeo, Santiago Ascacíbar, Nicolas González, Daniel Didavi, Borna Sosa, Gomez, Castro und Badstuber. So oder so erwarten den VfB riesige Herausforderungen.
Ein Großteil der Fans hat sich auf Präsident Wolfgang Dietrich eingeschossen, den sie als Hauptschuldigen für die sportliche Misere betrachten. Die Mitgliederversammlung am 14. Juli birgt enorm viel Zündstoff. Am Montag zeigte sich Dietrich zunächst kämpferisch, als er auf der Vereinshomepage verlauten ließ:
Hitzlsperger sieht der stürmischen Zukunft ebenfalls offen ins Auge:
Mit dem Hamburger SV, Hannover 96 und den 1. FC Nürnberg als Konkurrenten ist dem VfB 2019/20 der sofortige Wiederaufstieg aber alles andere als gewiss.
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