Doppelschlag von Franck Ribéry für den FC Bayern München streckt Eintracht Frankfurt nieder

Der FC Bayern München hat am 17. Bundesliga-Spieltag das Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 3:0 (1:0) für sich entschieden. Mann des Spiels war "Altmeister" Franck Ribéry, der zwei Tore für den deutschen Rekordmeister erzielte (35., 79.). Die Eintracht konnte spielerisch nur phasenweise mithalten. Rafinha setzte mit einer verunglückten Flanke das i-Tüpfelchen auf den Sieg (89.).

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So lief das Spiel:

Frankfurt startete mit geradlinigem Powerfußball und erspielte sich in der Anfangsphase vor allem aufgrund von Zuordnungsproblemen der Münchner Hintermannschaft einige Hochkaräter. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter war in der Gefahrenzone allerdings nicht kaltschnäuzig genug, weswegen es beim 0:0 blieb.
Bayern wurde mit zunehmender Dauer dominanter und schaffte es nun immer häufiger, den vielen Ballbesitz in nennenswerte Strafraumszenen umzumünzen.
Ein individueller Fehler ging in der 35. Minute dem bayerischen Führungstreffer voraus: David Alaba schlug aus der eigenen Hälfte weit nach vorne. Evan Ndicka leistete sich einen Fehler im Stellungsspiel und leitete den Ball per Kopf unglücklich ins rechte Halbfeld auf Thomas Müller weiter. Dieser bediente Robert Lewandowski, der rechts in der Box Simon Falette aussteigen ließ. Der Pole spielte flach nach innen, wo Franck Ribéry seinem Gegenspieler Carlos Salcedo entwischte und vom Elferpunkt unbedrängt flach zum 1:0 vollstreckte.
Der Rekordmeister verdiente sich den Vorsprung im Anschluss aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung.
Der FC Bayern hatte das Geschehen nach dem Seitenwechsel weitestgehend unter Kontrolle. Eine stürmische Frankfurter Phase wie im ersten Abschnitt blieb aus. Das Tempo war nicht mehr allzu hoch, allerdings sorgte die individuelle Klasse in der Münchner Offensive immer wieder für gute Abschlüsse. Vor allem Ribéry wirbelte nach Belieben und strahlte enorme Torgefahr aus. In der Endphase schoben sich die Münchner den Ball häufig horizontal zu, ohne dass die "Adler" Zugriff bekamen.
In der 79. Minute bediente Joshua Kimmich Ribéry, der viel Platz hatte und in halblinker Position bis an die Strafraumgrenze dribbelte. Die Klub-Legende ließ Salcedo ins Leere grätschen und spielte zu seinem Passgeber, der erneut Ribéry in Szene setzte. Dessen Schuss aus etwa zwölf Metern prallte an den linken Innenpfosten und rollte zum 2:0 ins Netz.
Für den Schlusspunkt sorgte jemand, der relativ selten als Torschütze glänzt: Müller passte zu Rafinha, der in halbrechter Position sah, dass Lewandwoski in der linken Strafraumhälfte lauerte. Er gab hoch nach innen, rutschte bei seiner Hereingabe aber etwas weg, sodass der Ball über Kevin Trapp zum 3:0 in die obere linke Torecke flog (89.).

Die Stimmen:

Danny da Costa (Eintracht Frankfurt): "Ich denke, wir hatten einen sehr guten Start - da hätten wir eine Chance nutzen müssen. Dann machen die Bayern mit der ersten Chance das 1:0 und es wird extrem schwer gegen Bayern. Danach kamen wir nicht mehr wirklich zurück."
Thomas Müller (FC Bayern München): "Wir haben jetzt diese coole Serie hingelegt. Wir haben viel reingelegt. Frankfurt ist immer eine Mannschaft, die hohes Risiko geht. Bei dieser Kulisse muss man erstmal 3:0 gewinnen."
Franck Ribéry (FC Bayern München): "Wir hatten eine schwierige Phase, aber jetzt sieht man, dass wir viel besser dabei sind. Ich freue mich für die Mannschaft. Ich bin seit zwölf Jahren hier und das war immer so. Ich spiele für die Mannschaft. Immer macht es Spaß auf dem Platz. Ich arbeite hart und versuche, so weiterzuspielen und dann schauen wir mal, was nächste Saison passiert."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Frankfurts Samstagsabendfluch

Die Eintracht fuhr zum siebten Mal in Folge samstags in einem 18:30-Uhr-Spiel keinen Dreier ein (zwei Unentschieden, fünf Pleiten). In all diesen besagten Partien blieb sie gar ohne eigenen Treffer - letztmals netzte Mijat Gaćinović im November 2016 ein. Damals siegten die Hessen mit 1:0 gegen den 1. FC Köln.

Die Statistik: 15

Bayern blieb zum 15. Mal hintereinander in der Bundesliga gegen Frankfurt ungeschlagen (zwölf Siege, drei Punkteteilungen). Elfmal kassierten die Münchner dabei keinen Gegentreffer. Die Hessen setzten sich gegen den FCB im deutschen Fußball-Oberhaus letztmals im März 2010 durch (2:1-Heimerfolg).
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