FC Bayern: Alle Aussagen der PK mit Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Hasan Salihamidzic

Die Bayern-Bosse Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic haben auf einer Pressekonferenz Medien und TV-Experten heftig attackiert. Die Berichterstattung über den Verein und seine Spieler sei "despektierlich", "unverschämt", "respektlos" oder auch "widerlich". Rummenigge zitierte zu Beginn sogar den 1. Artikel des Grundgesetzes. Die Statements der Bayern-Bosse im Wortlaut:

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12:31 Uhr - Rummenigge mit Vorwurf an Medien:

"Es wird der Eindruck vermittelt, als wollte man den FC Bayern wieder auf Normalmaß zurechtstutzen. Was mich an der deutschen Medienlandschaft im Moment am meisten stört, ist, dass nur noch gedealt wird. Es wird nur noch gedealt zwischen Beratern und Verlagen, um Interna aus diesen Bereichen zu kriegen, und dann wird dafür als Gegenleistung gelobt. Nach dem Motto: 'Gib mir Informationen, und ich werde dich beim nächsten Mal loben.' Das ist eine Unart, die hier in Deutschland um sich greift."

12:29 Uhr - Hoeneß zu Özil:

"Ich wollte mit meiner überspitzen Formulierung das Thema zurück zum Sport bringen und von der Politik wegholen."

12:27 Uhr - Rummenigge über Kritik:

"Wir werden unverschämte und respektlose Kritik nicht hinnehmen und Kommentare abgeben, wenn es nötig ist. Ich gehe immer dann an die Öffentlichkeit, wenn es nötig ist und nicht, wenn ich dazu genötigt werde."

12:25 Uhr - Hoeneß verteidigt Neuer:

"Beim FC Bayern spielt das Wort Dankbarkeit für die Leistungen der Spieler immer noch eine große Rolle. Wenn man mal vier oder fünf Wochen nicht gut spielt, gibt es keinen Grund, den Spieler grundsätzlich in Frage zu stellen. Sonst verliert der Spieler das Selbstvertrauen."

12:24 Uhr - Rummenigge über Neuer:

"Man darf nicht vergessen, dass er ein Jahr verletzt war. Natürlich hat er gegen Augsburg und Holland nicht gut ausgesehen. Aber das ist kein Grund, ihn in Schutt und Asche zu reden. Da fehlt der Respekt."

12:18 Uhr - Hoeneß über Fehler:

"Nach dem fünften Spieltag war nach der Meinung der Medien die Bundesliga schon entschieden. Es wurde vorgeschlagen, Playoffs einzuführen, um die Bundesliga wieder spannender zu machen. Und 14 Tage später soll auf einmal alles falsch sein. Natürlich sind wir nicht zufrieden damit, was in den letzten 14 Tagen passiert ist. Einen Verein führt man aber nicht, indem man alles auf den Kopf stellt. Sondern man muss an seinen Fehlern arbeiten."

12:16 Uhr - Salihamidzic "entsetzt"

"Stefan Effenberg ist beim Fernsehen und ich bin beim FC Bayern. Meine Arbeit wird nicht nach Schlagzeilen oder öffentlichen Machtwörtern bezahlt. Ich muss hier etwas klarstellen: Mir wurde vorgeworfen, dass ich mich nicht öffentlich vor Niko Kovac gestellt habe. Warum? Niko steht bei mir nicht infrage. Wir schätzen seine Arbeit. Wir müssen uns kein Küsschen geben. Das ist keine Dschungelshow. Die Spieler gehen selbstkritisch mit sich um. Die Arbeit eines ganzen Klubs sofort in Frage zu stellen, geht gar nicht. Ich war entsetzt, wie unverschämt die Kritik war. Das hat unsere Mannschaft nicht verdient! Da werden wir uns wehren und ich werde sie verteidigen – aber richtig!"

12:13 Uhr - Hoeneß verteidigt Löw:

"Es ist an der Zeit, dass sich der wichtigste Klub Deutschlands einfach einmal klar positioniert. Die Art und Weise, wie zum Beispiel NTV mit ihrem ahnungslosen Trio Infernale versucht hat, Joachim Löw abzuschießen, war widerlich. Das ist respektlos und das hat sich Jogi Löw nicht verdient. So kann man das nicht machen. Oder vielleicht haben auch ein paar Leute gepfiffen, als Salihamidzic und Kovac beim Basketball waren. Aber der Springer-Verlag hat bei der Telekom angefragt, ob sie die Sequenz mit den Pfiffen haben können, um sie bei der Bild online zu stellen. Das geht gar nicht. Der FC Bayern wird ab sofort wieder als Gemeinschaft auftreten, wie Sie es lange nicht erlebt haben. Wir werden kritisch mit unseren Spielern, aber auch mit uns selbst umgehen. Wir werden alles hinterfragen, aber wir werden keine respektlose Berichterstattung mehr hinnehmen."

12:10 Uhr - Rummenigge attackiert Presse

"Wir werden ab dem heutigen Tag diese herablassende Berichterstattung nicht mehr hinnehmen. Zu Ihrer Information: Wir haben in den letzten Wochen gegen den Springer-Konzern zwei Unterlassungserklärungen per Gericht erwirkt. Eine weitere Abmahnung wurde gestern zugestellt. Wir werden es in Zukunft auch nicht nur bei der Unterlassungserklärung belassen, sondern auch Gegendarstellungen verlangen. Es geht um herablassende Darstellung der Spieler. Die Vertreter der Springer-Presse können sich besonders angesprochen fühlen, denn bei ihnen werden wir genau hinschauen. Mit dem heutigen Tag werden wir unsere Spieler, den Trainer und den Klub schützen. Wer verliert, kann nicht erwarten, dass er gelobt wird. Wir wollen auch nicht gelobt werden, aber wir wollen eine Berichterstattung auf faktischer Natur, durchaus auch kritische."

12:08 Uhr - Rummenigge über Robben und Ribéry:

"Das trifft auch auf Arjen Robben und Franck Ribéry zu. Die Altersgrenzendebatte ist unverschämt, respektlos und polemisch wie kaum etwas Zweites. Vielleicht sollte man mal einen Blick nach Italien werfen, wie dort mit solchen verdienten Stars umgegangen wird. Wir haben bei Bayern München seit 2012 fast eine Dauerparty feiern dürfen. Wir haben sechs Mal in Folge die deutsche Meisterschaft gewonnen, diverse Male den DFB-Pokal, den Supercup und als Kirsche auf der Torte die Champions League, den UEFA Supercup und die Klub-WM gewonnen. Und bitte auch das nicht vergessen: Deutschland ist 2014 mit und dank vieler Spieler des FC Bayern Weltmeister geworden. Vor drei Wochen haben Journalisten noch darauf gewettet, dass der Titel schon vergeben ist. Jetzt haben wir vier Spiele erlebt, die uns nicht gefallen haben. Aber das ist kein Grund, so mit Spielern umzugehen. Und ich glaube, es ist ein wichtiger Tag für den FC Bayern, weil wir Ihnen mitteilen möchten, dass wir uns das ab sofort nicht mehr gefallen lassen."

12:02 Uhr - Rummenigge über den Grund der Pressekonferenz

"Wir haben uns am Montag, nachdem das Holland-Spiel von uns zur Kenntnis genommen wurde, wie und in welcher Weise darüber diskutiert wurde, zusammengesetzt und beschlossen, dass wir das in diesem Stil nicht mehr hinnehmen werden. Was man nach den Deutschland-Spielen lesen musste, hatte mit Kritik an der Leistung nichts mehr zu tun, sondern war eine Abrechnung mit einzelnen Spielern, insbesondere Spielern des FC Bayern. Ich möchte an Artikel eins des Grundgesetzes erinnern: 'Die Würde des Menschen ist unantastbar.‘ Ich weiß nicht, ob da der Fußball eine Sonderrolle einnimmt oder ob für den Fußball eine eigene Gesetzgebung gilt, von gewissen Medien zumindest. Das, was Manuel Neuer als Torhüter und Spieler neu kreiert hat, kann es keine zwei Meinungen geben. Und wenn ich über Jerome Boateng und Mats Hummels lesen muss 'Altherrenfußball', dann frage ich mich ‚Geht’s eigentlich noch?‘. Es scheint als würde man sich gar keine Gedanken mehr machen über Werte wie Würde und Anstand. Polemik scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Das gilt für Medien, für Experten und auch für Experten, die mal für diesen Klub Fußball gespielt haben."
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