FC Bayern | "Das müssen wir besser machen": Niko Kovac poltert nach Sieg

Siebter Sieg in Folge - der FC Bayern München macht weiter Druck auf Tabellenführer Borussia Dortmund. Aber der klare 4:1 (1:1)-Sieg gegen Stuttgart täuscht, denn Niko Kovac war nicht zufrieden. Der Bayern-Trainer kritisierte sein Team nach dem Spiel, da es sich trotz gelungenem Start wieder einen unerklärlichen Leistungsabfall leistete. Höchste Zeit für Kovac, den Finger in die Wunde zu legen.

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Der FC Bayern fährt einen klaren Sieg gegen den VfB Stuttgart ein und bleibt sechs Punkte hinter dem BVB. Dennoch ist der Rekordmeister unzufrieden - allen voran Niko Kovac.
Zwar erfüllten die Münchner ihre Pflichtaufgabe, aber die Art und Weise passte dem Bayern-Coach überhaupt nicht. Nach der frühen 1:0-Führung durch Thiago (5.) schaltete Bayern zwei Gänge herunter.
Je länger die erste Halbzeit dauerte, umso passiver im Angriff und anfälliger in der Defensive wurde der FC Bayern. Anstatt weiter das Spiel nach der Führung zu machen, zog sich die Mannschaft zurück.
Hinzu kamen acht Foulspiele des FC Bayern in Hälfte eins, so viele wie noch nie in dieser Saison - bei nur sieben abgegebenen Torschüssen in den ersten 45 Minuten.

Keine Erklärung für die Schwächephase

"Das darf uns nicht passieren", erklärte Joshua Kimmich. "Wir müssen in der ersten Halbzeit schon den Sack zumachen. So kommen wir wieder ins Zittern. Da sind wir einfach noch nicht souverän genug."
Eine richtige Erklärung hatten die Münchner aber nicht, warum es zu diesem Leistungsabfall kam. Bereits beim 3:1 gegen Hoffenheim in der vergangenen Woche hatte der FC Bayern den Gegner wieder rankommen lassen.
Kimmich weiter:
Bayerns Schwächephase nutzte Anastasios Donis eiskalt aus, als der Angreifer für die Schwaben den 1:1-Ausgleichstreffer (26.) erzielte. Aus Stuttgarter Sicht ging es mit einem leistungsgerechten Remis in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Bayern und ging wieder in Führung. Dabei profitierten die Münchner von Christian Gentners Eigentor (55.). Den Rest besorgten Leon Goretzka (71.) und Robert Lewandowski (84.).

Kovac: "In der Bundesliga geht gar nichts mit links"

Zwar dürfte Kovac gefallen haben, dass seine Mannschaft nach der Pause eine Gegenreaktion zeigte. Aber der Frust über die schwache erste Halbzeit wog schwerer.
Der Bayern-Trainer polterte:
Kovac weiter:
Nach der 1:0-Führung baute der FC Bayern durch seine nachlässige Spielweise die bis dahin harmlosen Stuttgarter auf. Lewandowski setzte in den ersten 45 Minuten keinen einzigen Schuss aufs gegnerische Tor.
Aber Kovac reagierte in der Pause goldrichtig und brachte Serge Gnabry - und damit eine Menge frischen Wind - für den leicht überforderten Javi Martinez ins Spiel.

Warnschuss zur rechten Zeit

Der Nationalspieler zog zehn Minuten nach seiner Einwechslung einfach mal von halbrechts ab, sodass Gentner den Ball unhaltbar für VfB-Keeper Ron-Robert Zieler ins eigene Tor lenkte.
Bayern-Coach Kovac meinte:
Obwohl der Bayern-Sieg gegen Stuttgart ein paar Kratzer hatte, sagte Leon Goretzka:
Vielleicht kam der Warnschuss gegen Stuttgart in der ersten Halbzeit gerade recht, denn am Samstag spielt Bayern bei Bayer Leverkusen. Danach geht's gegen Schalke und Augsburg.
Am 19. Februar kommt es im Champions-League-Achtelfinale zum Kracher gegen den von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool. In diesem Spiel kann sich Bayern solche Schwächen nicht mehr leisten.
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