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FC Bayern | Das Risiko mit Benjamin Pavard: Mehr Absteiger als Weltmeister
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Publiziert 01/07/2019 um 18:07 GMT+2 Uhr
Seit dem 1. Juli ist Benjamin Pavard nun auch offiziell Spieler des FC Bayern. Sein Wechsel war bereits im vergangenen Winter eingetütet worden. 35 Millionen Euro zahlt der Rekordmeister für den Innenverteidiger. Außerdem "erbt" der Franzose die Nummer fünf von Mats Hummels. Beides ist Ehre, aber auch Aufforderung. Die Vorbehalte gegenüber Pavard sind im Umfeld des FCB groß. Er muss sich steigern.
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Es ist ziemlich genau ein Jahr und einen Tag her, da hatte Benjamin Pavard den größten Auftritt in seinem noch jungen Leben als Profifußballer. Der damals 22-Jährige war als mäßig beschriebenes Blatt in den französischen WM-Kader gerutscht.
Pavard allerdings spielte sich als Rechtsverteidiger fest und donnerte schließlich vor exakt 366 Tagen einen strammen Fernschuss in den Giebel des argentinischen Tores - der schönste Treffer des Turniers, wie sich später herausstellte. Zwei Wochen später war Pavard Weltmeister und sein Name in aller Munde.
Sein Klub VfB Stuttgart - wohl wissend, dass der Spieler eine Ausstiegsklausel besaß - ließ also geschehen, was nicht zu verhindern war. Im Januar sickerte dann durch: Benjamin Pavard wechselt zum FC Bayern München.
Lizarazu übt harte Kritik an Pavard
Dort ist er nun auch ganz offiziell angestellt. Der deutsche Rekordmeister ließ mitteilen, dass der neue Innenverteidiger ab sofort mit der Nummer fünf aufläuft. Eine Rückennummer, die an der Isar mit jeder Menge Legendenstaub behaftet ist.
Franz Beckenbauer, Klaus Augenthaler, Thomas Helmer, Patrick Andersson, Daniel Van Buyten: Sie alle trugen die "5" auf dem Rücken. Und zuletzt eben Mats Hummels.
Eben jenen - zum BVB Abgewanderten - soll Pavard ersetzen. Eine fast unlösbare Aufgabe. Das jedenfalls findet Bayern-Legende Bixente Lizarazu. Im "kicker" sagte er über seinen Landsmann:
Lizarazu findet, dass die Münchner nach den Abgängen von Rafinha und Hummels und der bervorstehenden Flucht von Jérôme Boateng im Abwehrverbund zu luftig besetzt sind.
"Auch wenn Niklas Süle viel Potential hat, würde ich nicht mit ihm plus Pavard und Hernández in die Saison gehen. Da sind zu viele Fragezeichen", betont der Champions-League-Sieger von 2001.
Eine Meinung, mit der er nicht komplett allein auf weiter Flur steht.
Abstieg mit Stuttgart tut dem Verteidiger leid
Pavard ist seit seinem WM-Traumtor den Nachweis seiner Bayern-Tauglichkeit schuldig geblieben. Beim VfB machte er in der abgelaufenen Saison 31 Spiele und war damit nicht unbeteiligt am Abstieg der Schwaben.
23 Mal war der 23-Jährige Teil der Stuttgarter Innenverteidigung, acht Mal gab er den Rechtsverteidiger. In etwa entspricht das den Vorstellungen des FC Bayern. Pavard ist für Innen eingeplant, soll aber auch erster Ersatz für Joshua Kimmich sein.
"Die Situation dort war kompliziert. Ich denke, ich persönlich habe eine gute Saison gespielt. Aber das Kollektiv hat nicht funktioniert", sagt Pavard selbst über die abgelaufene Saison in Stuttgart. Es tue ihm leid für den Verein, der Abstieg habe ihn hart getroffen. Und weiter:
Bayern spielt mit dem Risiko
Bislang ist diese "Konkurrenz" überschaubar. Tut der FC Bayern nichts mehr, was nicht zu erwarten ist, wäre Pavard in der Innenverteidigung die Nummer drei hinter Süle und Hernández. Stellt Trainer Niko Kovac auf Dreierkette um, hätte der Franzose sogar einen Stammplatz. Ein Risiko für den Rekordmeister.
"Technisch ist er zwar stark und leichtfüßig, er spielt gute Pässe. Aber seine Entwicklung ging seit der WM 2018 zurück, seither wurde es weniger, auch in der französischen Nationalmannschaft. Er liefert nur noch Durchschnitt ab“, sagt Lizarazu. Er erwartet "hoch konzentrierte und topseriöse Professionalität" vom französischen Nationalspieler.
Pavard ist sich dessen bewusst. Um befreit arbeiten zu können, bezieht der 23-Jährige ein Haus in Grünwald und scharrt vertraute Menschen um sich. Seine Eltern Nathalie und Frederic sind dabei, um ihrem Sohn den Rücken freizuhalten.
Alles, damit Benjamin die große Herausforderung beim FC Bayern besteht...
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