FC Bayern | Karl-Heinz Rummenigge erklärt Transferstrategie

Karl-Heinz Rummenigge äußert sich zur Transferstrategie des FC Bayern München, drückt dabei aber eher auf die Bremse. Neben den Transfers der beiden Weltmeister Benjamin Pavard und Lucas Hernández werde man "vielleicht noch was machen", sagte der Bayern-Boss bei "Sky", kündigte im Gegenzug aber auch mögliche Abgänge an. Franck Ribéry und Arjen Robben werde man derweil ein Abschiedsspiel gewähren.

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Der FC Bayern München hat sich zur kommenden Saison bereits mit Benjamin Pavard (35 Millionen Euro, VfB Stuttgart) und Lucas Hernández (80 Millionen Euro, Atlético Madrid) verstärkt - nun gilt es noch, in der Offensive die Abgänge von Franck Ribéry und Arjen Robben zu kompensieren.
Bei "Sky" trat Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag jedoch auf die Kostenbremse. Man müsse "nicht nur aufmörteln", sondern analysieren, ob nach Phase zwei des Umbruchs in der Saison 2019/20 noch "Phase drei vonnöten ist".

Rummenigge: Team nicht über dem Zenit

Es sei entsprechend "auch möglich, dass wir den ein oder anderen Abgang haben werden". Zudem widersprach Rummenigge der Darstellung, die derzeitige Bayern-Mannschaft sei über ihrem Zenit:
Mit Pavard und Hernández habe man sich zudem für die kommende Saison "zwei absolute Top-Spieler im Defensivbereich" gesichert. Weitere Transferpläne beschrieb Rummenigge nur zögerlich: Darüber hinaus werde man lediglich "vielleicht noch was machen".
Der Weg der letzten Jahre solle dabei fortgesetzt werden. "Wir haben einen Gnabry, einen Coman, einen Kimmich, einen Süle", sagte Rummenigge; es gelte jetzt, diese Kategorie Spieler "in einer gewissen Kontinuität zu holen, zu halten und dann nach oben zu bringen und dazu auch den ein oder anderen internationalen Top-Star zu kaufen".
Man habe sich derweil ganz zielbewusst dazu entschieden, für Lucas Hernández den eigenen Transfer-Rekord von bisher 41,5 Millionen Euro für Corentin Tolisso zu pulverisieren. "Die Spiele werden hinten gewonnen", sagte Rummenigge und erzählte von einer Begegnung mit Bundestrainer Joachim Löw in Freiburg:

Ronaldo? "Dann müssten wir Insolvenz anmelden"

Generell habe Bayern nach wie vor die Möglichkeiten, Top-Spieler zu verpflichten, wenn auch nicht aus dem aller obersten Regal. "Mein Lieblingsspieler war immer Messi, den konnten wir leider nicht kriegen", sagte Rummenigge halbernst.
Ein Transfer der Größenordnung Cristiano Ronaldo (wechselte für 117 Mio. Euro plus stattliches Gehalt zu Juventus Turin) sei für Bayern ebenfalls nicht möglich: "Dann müssten wir demnächst Insolvenz anmelden."

Hummels und Boateng? Rummenigge weicht aus

Auf Fragen zur Zukunft von Mats Hummels und Jérôme Boateng reagierte Rummenigge ausweichend, sagte nur: "Es wird Fluktuation in die eine und andere Richtung geben."
Derzeit deutet jedoch alles auf einen Abschied von Boateng hin, der bereits im vergangenen Sommer kurz vor einem Wechsel zu Paris Saint-Germain stand. Boateng und Hummels stehen noch bis 2021 bei Bayern unter Vertrag.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte bei "Sky" zum Thema: "Ich bin davon überzeugt, dass Mats beim FC Bayern bleibt."

"Wir brauchen noch einen qualitativen Außenspieler"

Sicher ist unterdessen, dass mit Franck Ribéry und Arjen Robben zwei Offensivspieler den Rekordmeister verlassen. Entsprechend meinte Rummenigge: "Wir brauchen noch einen qualitativen Außenspieler."
Dass man sich bei Bayern derweil vergangenes Jahr dazu entschieden hatte, mit Ribéry und Robben nochmal um eine Saison zu verlängern, sei laut Rummenigge "zielbewusst ein Stück Dankbarkeit" gewesen.

Abschiedsspiel für Ribéry und Robben

Man werde zudem in der kommenden Saison ein Abschiedsspiel für beide veranstalten. "Wir wollen das anders machen als es der DFB vor kurzem mit unseren drei Nationalspielern gemacht hat", spielte Rummenigge auf die Ausbootung von Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng aus der Nationalmannschaft an:
"Wir wollen sie verdient und ehrenvoll in den Abschied schicken."
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