Niko Kovac (FC Bayern München): "Ich habe ein paar Worte an die Mannschaft gerichtet, das sollte aber in der Kabine bleiben. Wir haben ordentlich angefangen und dann bringt uns wieder ein Tor aus dem Rhythmus. Wir machen im Moment zu viele individuelle Fehler, die bestraft werden und Unsicherheit in die Mannschaft bringen. Wenn man nicht erfolgreich ist, fängt man vielleicht eher an, nachzudenken. Dann ergibt das eine das andere und so ein Ergebnis kommt heraus. Jeder hat es versucht, aber wir bringen es nicht gemeinsam auf den Platz. Man muss als Einheit auftreten, gegen den Ball und mit dem Ball. Aber aus drei Schüssen hat es drei Gegentreffer gegeben. Wir müssen uns schleunigst verbessern, denn so werden wir wenige Tore schießen."

Kovac auf die Frage bei "Sky", ob er noch die Rückendeckung vom Verein hat: "Davon gehe ich aus. Ich habe ja die Zustimmung bei den ersten sieben Spielen gehabt, jetzt nach den vier Spielen gehe ich auch davon aus, aber ich bin nicht derjenige, der letzten Endes diese Frage beantworten kann."

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Kovac zum Weg aus der Krise: "Jetzt werden wir das erstmal aufarbeiten. Leider sind ab morgen schon wieder alle weg. Das heißt, wir haben nicht genügend Spieler, um das alles durch Training aufzuarbeiten. Wir müssen hoffen, dass diejenigen, die bei der Nationalmannschaft sind, einfach mal einen freien Kopf bekommen, mal auf andere Gedanken kommen. Das kann auch helfen. Wenn wir dann wieder alle zusammen sind, müssen wir zusehen, dass wir wieder so auftreten, wie wir uns das alle vorstellen."

Kovac auf der Pressekonferenz: "Ich kenne den Mechanismus im Fußball beziehungsweise in der Bundesliga. Ich bin der Meinung, dass wir es sieben Spiele lang gut gemacht haben und jetzt eben nicht. Ich weiß, dass ich beim FC Bayern München bin und die Zeit hier anders läuft als vielleicht woanders. Ich glaube, dass wir gezeigt haben, dass wir es können. Und ich bin überzeugt, dass wir es wieder werden. Da werde ich meinen Anteil dazu beitragen."

Kovac zur Hoeneß-Aussage, der Trainer müsse den Kopf hinhalten (vor dem Spiel): "Wir haben telefoniert. Das war eine Feststellung. Das war keine Kritik. Klar, wenn Uli Hoeneß etwas sagt, wird es potenziert in den Medien. Nur, wir haben ja auch rotiert, als wir sieben Spiele gewonnen haben. Das ist mir einfach zu banal, zu einfach. Letztendlich haben wir 20 tolle Spieler und sie werden lachen, die anderen Vereine wechseln auch durch, nur da interessiert es keinen."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung und haben sehr gut verteidigt. Die Bayern sind nur zu Halbchancen gekommen. Wenn du aus deinen ersten Angriffen ein 2:0 machst, dann spielt dir das natürlich in die Karten. Wir haben das heute hervorragend gemacht."

Hecking auf die "Sky"-Frage, wann er beschlossen habe, Alassane Plea auf links spielen zu lassen: "Im Laufe der Woche. Ich habe mich nochmal hingesetzt und überlegt, was könnte wichtig sein. Ich wollte Überzahl im Mittelfeld haben, da ist Lars Stindl natürlich prädestiniert für. Ich wollte aber auch Thorgan Hazard und Plea in der vordersten Linie haben. Mit Plea haben wir da auch noch einen sehr ballsicheren Spieler. In München brauchen wir natürlich möglichst viel Ballbesitz, so viel hatten wir trotzdem nicht. Das ist nicht ganz aufgegangen, aber bei den beiden Toren ist es natürlich wunderbar aufgegangen."

Hecking auf die Frage, ob die Mannschaft am Sonntag zum Oktoberfest gehen wird: "Nein, wir werden jetzt ganz normal zurückfliegen. Ich auch, ich gehöre ja auch zur Mannschaft."

Manuel Neuer (FC Bayern München): "Am Anfang sah es gut aus. Wir kriegen aus dem Nichts das 0:1 und kommen vorne nicht durch, bekommen keine klaren Tormöglichkeiten. Dann kassierst du das zweite Tor und rennst wieder hinterher. Du hast direkt wieder einen mitbekommen. Man merkt bei allen Spielern, dass jeder will und jeder motiviert ist. Aber wenn du dann dieses zweite Tor kassierst, ist das ein Schlag ins Gesicht. Wir sind alles Menschen. Dann spielt es sich nicht leichter. Heute kamen wir nicht dazu, die großen Möglichkeiten herauszuspielen. Das ist natürlich nicht Bayern München. Das ist zu wenig."

Neuer zu den individuellen Fehlern bei den Gegentoren: "Da nehmen wir uns alle in die Pflicht. Natürlich hängen da ein paar Spieler mit drin. Da gibt es das nicht, dass wir jemanden runter machen. Wir haben einen hohen Anspruch an uns und wissen, was wir da falsch gemacht haben."

Thomas Müller (FC Bayern München): "Die Situation ist für uns auch brutal, weil wir schon einen Aufwand betreiben, aber scheinbar nicht die richtigen Dinge machen und vor allem nicht die Ergebnisse bringen. Deswegen sind wir jetzt in der Situation. Wir müssen weitermachen, die Länderspielpause tut jetzt vielleicht ganz gut. Und danach brauchen wir Punkte."

Neuer auf die "Sky"-Frage, ob die Mannschaft noch an das glaubt, was Kovac ihr sagt: "Ja, klar."

Arjen Robben (FC Bayern München): "Natürlich ist das eine schlechte Phase. Wir müssen miteinander da rauskommen. Wir haben zu wenig kreiert. Wir müssen das Ganze analysieren, es ist aber nicht alles scheiße."

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Es ist eine schöne Momentaufnahme vor der Länderspielpause, aber wir wissen das alles schon insgesamt richtig einzuschätzen. Wir wollten im Mittelfeld Überzahl schaffen, dass ich vorne die Bälle festmache. Damit wir auch ein bisschen Ballbesitz haben. Das ist sehr wichtig hier in München. Darüber hinaus haben wir auch gute Konter gesetzt. Wir haben uns vorgenommen, vorne zuzustellen. Jonas (Hofmann beim 2:0, Anm. d. Red.) klaut den Ball und dann habe ich natürlich Glück, dass er rein geht."

Lars Stindl (FC Bayern München vs. Borussia Mönchengladbach)

Fotocredit: Getty Images

Stindl über sein Comeback: "Der Trainer hat mich unter der Woche zur Seite genommen und gesagt, dass er sich vorstellen kann, dass ich Samstag von Beginn an auflaufe. Endgültig wusste ich es dann heute Vormittag. Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich endlich wieder ran durfte. Viele Leute waren mir da behilflich in den letzten Monaten und Wochen, haben mich da unterstützt auf dem schweren Weg wieder zurückzukommen. Das hat sich natürlich gelohnt heute. So ein Spiel als Mannschaft hinzulegen in München."

"Sky-"Experte Lothar Matthäus zum schwachen Spiel der Bayern: "Sie haben heute emotionslos gespielt. Sie haben nicht aggressiv gespielt. Sie sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben keine Ideen nach vorne gehabt. Vorne war Lewandowski gar nicht auf dem Platz, andere Spieler in der ersten Halbzeit auch nicht. In der zweiten Halbzeit ist mal ein bisschen was über Außen gekommen, aber das ist nicht Bayern München. Bayern München möchte ich die nächsten zwei Wochen jetzt nicht persönlich erleben."

Matthäus als "Sky"-Experte während des Spiels: "Das ist viel zu wenig für diese Mannschaft, mit dieser Qualität. (...) Es steht keine Mannschaft auf dem Platz. Jeder hat irgendwelche Probleme, der eine in der Offensive, der andere in der Defensive. (...) Ich vermisse bei Bayern das Miteinander. (...) Wenn man das hier sieht, dann ist da gar nichts in Ordnung, aber auch gar nichts. Es fängt hinten an und hört vorne auf. Man kann offensichtlich mit der Situation nicht umgehen."

Matthäus zu Niko Kovac: "Er muss jetzt wissen, auf wen er sich verlassen kann. Es wird weitergehen mit Niko Kovac. Er muss jetzt auch die Schlüsse aus diesen letzten vier Spielen ziehen, auf wen kann er sich verlassen. Heute hat er ganz sicher gesehen, dass er sich auf den einen oder anderen nicht verlassen kann."

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