FC Bayern München | Uli Hoeneß' Analyse zum Remis gegen Düsseldorf im Wortlaut

Nach dem enttäuschenden 3:3 in der Bundesliga gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf sprach Uli Hoeneß in der Mixed-Zone Klartext. Der Präsident des FC Bayern München äußerte sich ausführlich über den Trainer, die Gegentore, den Titelkampf, die Erwartungen an diese Saison und die Erkenntnisse des Spiels. "Der eine oder andere Spieler muss über sich mal nachdenken", so Hoeneß.

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Hoeneß über ...

... die Erkenntnisse: "Es ist ein schwerer Tag für uns. Es gibt sicherlich internen Gesprächsbedarf. Es ist eine schwierige Ausgangsposition für den Rest der Saison. Wir wollen uns alle Gedanken machen, wie wir aus dieser Situation herauskommen. Wir müssen uns zusammensetzen. Das, was heute passiert ist, ist nicht akzeptabel. Ich habe das Gefühl, die Mannschaft ist total verunsichert. Man hat auf der Tribüne bei einer klaren Führung das Gefühl, dass man bei jedem Angriff gefährdet ist, ein Gegentor zu kriegen. Das muss überdacht werden."
... die Gegentore: "Der eine oder andere Spieler muss über sich mal nachdenken. Das waren dilettantische Fehler. Wenn ich an das erste Tor denke, sowas habe ich eigentlich nur in Slapstick-Filmen gesehen. Das geht so nicht!"
... die Trainerfrage: "Das ist im Moment - im Moment! - überhaupt kein Thema, weil wir uns vorgenommen haben, darüber zu schlafen und dann am Dienstag das schwere Spiel vor uns zu haben. Dann müssen wir eine Analyse machen. Wir spielen am Dienstag gegen Benfica. Da wird unser Trainer sicher Niko Kovac sein. Uns ist es jetzt wichtig, dass wir Ruhe bewahren. Es fällt schwer, das gebe ich absolut zu. Dass wir alle Kräfte mobilisieren, um am Dienstag die Champions-League-Qualifikation zu schaffen. Denn mit einem Sieg würden wir ja qualifiziert sein."
... die Meinung der Spieler: "Wir werden die nächsten Tage nutzen, um herauszufinden, warum wir so schlechten Fußball, so uninspirierten Fußball ohne Selbstvertrauen spielen. Wir sind Manns genug, Entscheidungen selbst zu treffen. Man wird die Meinung von Spielern anhören."
... die Folgen für ihn persönlich: "Von diesem Schock muss ich mich erholen. Es wird ein schwieriger Abend für meine Frau. Wir sind alleine zuhause. Am Sonntag kommt unsere Tochter mit den Enkelkindern. Die werden es auch nicht so leicht haben mit mir. Das war so nicht vorgesehen in unserer Familienplanung für dieses Wochenende."
... die Erwartungen an diese Saison: "Die ersten sechs Wochen hatte ich das Gefühl, wir haben alles richtig gemacht. Und jetzt, die letzten sechs Wochen, ist es ins Gegenteil umgekehrt. Und wir müssen jetzt die goldene Mitte finden. Was war am Anfang so gut und was ist jetzt so schlecht? Wir müssen Lösungen finden. Eines ist klar: Solche Leistungen, wie jetzt in der Reihe passiert sind, die müssen analysiert werden."
... den Titelkampf: "Im Moment über die Deutsche Meisterschaft zu reden, wäre doch etwas überheblich. Die Dortmunder haben im Moment das Glück, das wir nicht haben. Die schießen kurz vor Schluss das 2:1 und wir kriegen es in der allerletzten Minute - zum wiederholten Male. Da muss man sich schon die Frage stellen, warum bei uns im Moment fast jeder Angriff ein Tor bedeutet. Und das hat aber auch mit den Spielern zu tun. Bitte tun Sie sich mal das an, was heute passiert ist: die Tore alle zu analysieren. Und dann müssen Sie schon auch mal kritisch mit dem einen oder anderen Spieler umgehen. Denn das war hanebüchen, was da passiert ist."
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