Präsident Uli Hoeneß hat nachgelegt. Schon Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte am Rande des 3:0 gegen den VfB Stuttgart am zweiten Bundesliga-Spieltag von Differenzen mit Paris Saint-Germain berichtet, nun äußerte sich auch Hoeneß zu der Thematik.
Im "kicker" wird der FCB-Boss wie folgt zitiert:
Ich würde Paris Saint-Germain raten, seinen Sportdirektor auszutauschen. Dieser Mann ist kein Aushängeschild für diesen Verein. Wenn PSG ein Weltklub sein will, kann sich der Verein einen solchen Sportdirektor nicht leisten.
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Grund der Aufregung waren offenbar die Vorkommnisse rund um die Verhandlungen um Abwehrspieler Jérôme Boateng und Mittelfeldspieler Renato Sanches.
Boateng war sich mit PSG und Trainer Thomas Tuchel bereits über einen Wechsel einig, doch PSG-Sportdirektor Antero Henrique konnte sich mit Bayern nicht auf eine Ablösesumme einigen. Noch zur Wochenmitte soll Paris 38 Millionen Euro geboten haben, zu wenig in den Augen der Bayern, die rund zehn Millionen mehr haben wollten.
"Wir haben diese Ablöseforderung in dieser Höhe gestellt, weil wir Jérôme nicht abgeben wollten und davon ausgingen, dass Paris diesen Betrag nicht zahlen würde", erklärte Hoeneß nun und fügte an:
Außerdem wollten wir unserem Trainer, der diesen Spieler unbedingt behalten wollte, diesen Gefallen tun.
Henrique soll auch urplötzlich Interesse an Renato Sanches angemeldet und sogar schon über die Ablösemodalitäten verhandelt haben, um dann doch die Finger davon zu lassen. Der dadurch auf der Geschäftsstelle an der Säbener Straße entfachte Wirbel, passte Hoeneß und Co. überhaupt nicht.
In der "Welt" war indes zu lesen, dass Henrique ständig Fristen verstreichen ließ und seine Angebote in München sowieso als "nicht marktgerecht" wahrgenommen wurden.
Salihamidzic hatte schon am Sonntag gewettert, dass man "solche Sachen" mit Bayern München "nicht machen" könne und die Taktik der anderen Seite als "komisch" bezeichnet.
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