FC Bayern spielt Unentschieden gegen Hertha BSC zum Bundesliga-Auftakt
VonHenning Kuhl
Publiziert 16/08/2019 um 22:28 GMT+2 Uhr
Auftakt vermiest: Der FC Bayern München hatte zum Bundesliga-Start Hertha BSC zu Gast und nahm aus dem ersten Spiel lediglich einen Punkt mit. Beide Teams trennten sich 2:2 (1:2). Nachdem Robert Lewandowski die Bayern in Führung gebracht hatte (24.), brachte sich Berlin mit einem Doppelschlag (36., 39.) vor der Pause zurück ins Spiel. Ein Elfmeter-Tor durch Lewandowski (60.) brachte den Endstand.
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So lief das Spiel
Das Spiel begann offen, wenngleich die Bayern mehr vom Spiel und die besseren Chancen hatten. Nach einem Angriff über die rechte Seite flankte Serge Gnabry vor das Tor, Robert Lewandowski war zur Stelle und traf zur 1:0-Führung (24.).
Die Gäste zeigten sich jedoch nur kurz geschockt, fanden wieder zu ihrem Spiel und schlugen gleich doppelt zurück: Dodi Lukebakio (36.) zog aus rund 24 Metern ab, Vedad Ibisevic fälschte unhaltbar ab – 1:1. Und nur zwei Minuten später setzte sich Marko Grujic gegen Benjamin Parvard durch und schob den Ball zum 2:1 ein.
Nach der Halbzeitpause drückten die Bayern direkt auf den Ausgleich und wurden belohnt, wenn auch überraschend: Grujic brachte Lewandowski im Strafraum zu Fall, was jedoch erst nach dem Einschalten des Video-Assistenten deutlich wurde. Den resultierenden Strafstoß verwandelte Lewandowski (60.) sicher zum 2:2.
Anschließend spielte nur noch der Rekordmeister, nagelte die Gäste förmlich in deren Hälfte fest, verpasste es jedoch, eine seiner zahlreichen Chancen im Gehäuse der Berliner unterzubringen. Die Hertha erkämpft sich somit einen Punkt in München, während der FCB zwei wichtige Zähler gleich zu Beginn der Saison liegen lässt.
Die Stimmen
Ante Covic (Trainer, Hertha BSC): "Wir wissen das genau einzuordnen. Uns war klar, dass wir einige gute Momente im Spiel haben müssen und einige Momente überleben müssen. Das 2:2 ist für uns in Ordnung und das nehmen wir gerne mit.“
Vedad Ibisevic (Hertha BSC): "Natürlich kann man mit dem Punkt leben, aber wenn man so ein Spiel abgeliefert hat, will man mehr. Ich will immer gewinnen. Und der Elfmeter, so eine Szene darf ein Spiel nicht entschieden.“
Niklas Stark (Hertha BSC): "Vor allem in der zweiten Halbzeit haben sie uns tief in unsere Seite gedrängt, deswegen können wir schon gut mit dem Punkt leben. Wir haben versucht, fußballerisch Akzente zu setzen, aber da müssen wir noch dran arbeiten. Den Punkt nehmen wir jetzt erstmal mit. Wir haben das als Mannschaft heute gut gemacht, haben gut verteidigt und uns gut gepusht."
Robert Lewandowski (FC Bayern): "Ich denke, dass wir heute nicht schlecht gespielt haben. Viel Tempo, viele Chancen, aber es war schade, dass wir unsere Chancen nicht in Tore umgemünzt haben. Wir haben keine drei Punkte geschafft.“
Hasan Salihamidžić (FC Bayern): "Ich bin trotzdem sehr zuversichtlich, weil wir ein richtig, richtig gutes Spiel gemacht haben. Das macht Lust auf mehr. Klar, wir müssen die Tore machen: Bis zum 1:1 müssen wir schon 3:0 führen, aber so kriegst du dann die Tore."
Niko Kovac (FC Bayern): "Wir waren die klar bessere Mannschaft, ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Ein abgefälschter Ball, da kann kein Torwart der Welt etwas dran machen. Beim zweiten Tor ist Benjamin kurz benommen und dann macht Grujic den rein. "
Der Tweet zum Spiel
Vor dem Spiel hätte wohl kaum jemand auf ein 2:2 getippt: Dass die Berliner einen Punkt aus München entführen, kam doch unerwartet.
Die Statistik: Fünf
Robert Lewandowski hat sich ein weiteres Mal in den Geschichtsbüchern der Bundesliga verewigt. Durch sein 1:0 gegen Berlin avancierte er zum ersten Spieler der Ligahistorie, der fünfmal in Folge am 1. Spieltag ein Tor erzielen konnte – Respekt!
Das fiel auf: Mangelnde Effektivität!
Immer wieder kombinierten sich die Bayern in den Strafraum der Gäste oder zumindest an dessen Grenze, doch die Flanken oder Abschlüsse verpufften schlicht. Mal war ein Bein oder Fuß der Berliner im Weg, mal war der Mitspieler nicht bereit für das Anspiel, mal fehlte einfach die letzte Konsequenz. Der Rekordmeister muss effizienter im Abschluss werden - zugleich muss betont werden, dass die Berliner stark verteidigten. Dennoch: Der FCB benötigt mehr Effektivität vor dem gegnerischen Tor, sonst nützen der ganze Ballbesitz und alle Chancen nichts. Auch dafür werden die neuen Kräfte um Philippe Coutinho und Ivan Perisic gebraucht.
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