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Jérôme Boateng: Abschied vom FC Bayern München deutet sich an
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Publiziert 19/05/2019 um 11:44 GMT+2 Uhr
Die Zeichen deuten immer mehr Abschied von Jérôme Boateng vom FC Bayern München hin. Bei der rauschenden Siegesfeier des FC Bayern München in der Allianz-Arena nach dem Gewinn der 29. deutschen Meisterschaft hielt sich der Verteidiger auffällig zurück. Als Erster verließ er die Arena, zeigte sich auch bei der Feier auf dem Nockherberg nicht mit dem Team.
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Jérôme Boateng schien das alles nichts mehr anzugehen. Als seine Mitspieler die siebte Meisterschaft von Bayern München in Folge ausgelassen vor der Südkurve feierten, saß der Abwehrchef a.D. am Mittelkreis gedankenverloren mit seinen "Engeln" Lamia und Soley am Fuße des Meisterpodests. Kurz darauf kickte er mit den Zwillingsschwestern ein bisschen, dann verließ er als erster Bayern-Profi den Rasen - die Party war noch in vollem Gange.
Boateng vor Abschied von Bayern
Boateng registrierte seine siebte deutsche Meisterschaft ähnlich achselzuckend wie den neuesten Wetterbericht. Bei der Übergabe der Schale hielt er sich im Hintergrund, er verließ als erster Münchner Profi und wortlos die Arena. Bei der abendlichen Feier am Nockherberg stand er nicht mit der Mannschaft auf dem Balkon.
Hat der 30-Jährige, der im vergangenen Sommer zu Paris St.-Germain wollte, mit den Bayern abgeschlossen? Laut Bild soll er in Absprache mit dem Klub die Hochzeit seines besten Freundes besucht haben.
Boateng war über Jahre ein Erfolgsgarant - in München und bei der deutschen Nationalmannschaft, er ist einer der ewigen Helden von Rio 2014. Doch im Frühjahr machte ihn Joachim Löw nicht nur humorlos zum Ex-Nationalspieler, Boateng verlor auch endgültig seinen Stammplatz beim FC Bayern. Am Samstag beim titelbringenden 5:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt saß er 90 Minuten auf der Bank. "Ich weiß, wie sich Jerome fühlt", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic.
Boateng, so viel scheint spätestens seit Samstag sicher, wird dies künftig nicht mehr in München tun. Die Bayern, die in den Weltmeistern Lucas Hernandez und Benjamin Pavard bereits zwei Verteidiger verpflichtet haben, sind jedenfalls gesprächsbereit.
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