Oma von Per Mertesacker verhinderte Wechsel zum FC Bayern München

Wenn die Oma den Daumen senkt, muss der Enkel gehorchen: Wie Per Mertesacker verriet, hatte er zu seiner Zeit bei Hannover 96 unter anderem ein Angebot des FC Bayern München vorliegen. Letztlich wechselte er aber zum SV Werder Bremen, wohl auch, weil seine Oma zu ihm sagte: "Bayern geht gar nicht." Zudem sei so die Familie weiter in der Nähe gewesen, betonte er im "Bild"-Podcast "Phrasenmäher".

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"Ich hatte damals in Hannover gespielt und hatte diverse Angebote, unter anderem - wovon mir berichtet wurde - von Hamburg, Bremen und Bayern München. Ich war damals ja schon Nationalspieler, und Bayern wollte ganz gerne komplett die Nationalmannschaft stellen“, berichtet der ehemalige deutsche Nationalspieler.
Da aber auch die Bremer mit Tim Borowski, Torsten Frings, Miroslav Klose und Frank Baumann einen großen Teil der Nationalmannschaft ausmachten, habe er sich für das Projekt Werder entschieden.
"Das hat mir einfach mehr imponiert. Wahrscheinlich auch, weil ich mit 20, 21 noch zuhause gewohnt habe. Die Familie war noch so halb in der Nähe. Das war mir einfach lieber. Dazu kam die damalige Reputation von Bremen mit jungen Spielern, die explodieren und den nächsten Schritt machen", blickt Mertesacker zurück.

"Bayern-Fan durfte ich nicht werden"

Abgesehen davon hätte es wohl sonst auch ordentlich Ärger mit der Oma gegeben. "Irgendwas kriegst du immer mit von deinen Eltern und Großeltern. Bayern-Fan durfte ich nicht werden, das war klar", erinnert sich der 34-Jährige mit einem Schmunzeln:
Ohnehin sei er von dem Bremer Weg so überzeugt gewesen, "dass ich mich gar nicht groß drauf eingelassen habe."
Würde er heute anders handeln? "Ich würde mir das Angebot hundertprozentig anhören. Ich bin nie Deutscher Meister geworden. Wäre ich nach München gegangen, hätte ich es sicher geschafft. Dem muss man sich auch bewusst sein", gesteht Mertesacker.
So folgte im Sommer 2006 nach der WM in Deutschland für 4,7 Millionen Euro Ablöse der Wechsel zu den Grün-Weißen, ehe er sich fünf Jahre später dem FC Arsenal anschloss. Dort hängte er im Sommer 2018 schließlich seine Fußballschuhe an den Nagel.
Mittlerweile hat Mertesacker bei den "Gunners" den Posten als Akademieleiter übernommen.
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