Reaktionen zu SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach: "Das ist das Verrückte am Fußball"

Der SC Freiburg schlägt Borussia Mönchengladbach am 9. Bundesliga-Spieltag 3:1 (1:1) und stoppt damit erstmal den Höhenflug der Fohlen. Während Christian Streich vor allem die Laufleistung seiner Offensiven lobt, hat Dieter Hecking fast schon mit dem Rückschlag gerechnet. Lucas Höler freut sich über ein fantastisches Tor, Matthias Sammer hat vor allem ein Freiburger besonders gut gefallen.

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Christian Streich (Trainer SC Freiburg) gegenüber Eurosport ...

... zum Spiel: "Gladbach hat ein wahnsinniges Tempo. Es war ein extrem schwieriges Spiel für uns, aber wir sind mit so viel Leidenschaft vorne schon angelaufen. Nils Petersen und Luca Waldschmidt sind unendlich angelaufen. Nur so geht es dann, über eine brutale Laufleistung. Und dann hatten wir Balleroberungen und haben gut Fußball gespielt. Das ist natürlich entscheidend."
… zur Defensivleistung seiner Mannschaft: "Du kannst nicht alles vorne verteidigen. Dass Gladbach die eine oder andere gefährliche Situation hat, ist nicht zu vermeiden. In der zweiten Halbzeit gab es ein paar Standards, Eckbälle, aber ansonsten weiß ich nicht von vielen Aktionen, die Schwolow halten musste. Und das, gegen die Mannschaft, da muss ich echt den Hut ziehen vor den Jungs."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...

… zum Spiel: "Wenn man ein Spiel verliert, ist es natürlich erstmal ein Rückschlag. Wir haben gewusst, dass auch wieder Spiele dabei sein werden, in denen du nicht als Sieger vom Platz gehst. Das Entscheidende wird sein, welche Lehren wir aus diesem Spiel ziehen."
… zum frühen Elfmetergegentor: "Das haben wir eigentlich ganz gut weggesteckt. Wir hatten dann mit die beste Phase im Spiel, waren sehr dominant. Wir machen dann sehr verdient den Ausgleich zum 1:1. Mit dem 1:2 hat Freiburg natürlich die Räume noch enger gemacht. Im letzten Drittel hatten wir dann nicht mehr die Konsequenz, die du brauchst."

Yann Sommer (Torwart Borussia Mönchengladbach) …

… zum Spiel: "Wir haben ein Spiel verloren, mehr nicht. Klar haben wir uns das anders vorgestellt. Aber man muss klar sagen, dass es ein verdienter Sieg für Freiburg ist. Die ersten beiden Tore kassieren wir durch eigene Fehler. Schade, dass wir uns dann nicht mehr Torchancen erspielen konnten."
... zu seinem Fehler vor dem 1:3: "Ich probiere ihn wegzuschlagen, aber klappt nicht."

Luca Waldschmidt (SC Freiburg) …

… zum Spiel: " Wir haben heute als komplette Mannschaft ein gutes Spiel gemacht, uns richtig reingekämpft und waren eklig. Wir waren eine Einheit auf dem Platz und dann ist es auch schwierig, gegen uns zu spielen. Das gute Gefühl nehmen wir mit zu den Spielen gegen Kiel und die Bayern."
... zu seinem Tor zum 2:1: "Ich wollte ihn schon in die lange Ecke, er rutscht dann ein bisschen ab. Da habe ich ein bisschen Glück, aber generell wollte ich schon die Ecke treffen."

Lucas Höler (SC Freiburg) …

... zu seinem Tor aus 47,5 Metern zum 3:1: "Ich hab' gesehen, dass Sommer zum Einwurf rausgegangen ist, weil er das Spiel schnell machen wollte. Sein Schuss ist verunglückt. Ich habe ihn mit der Brust kurz angenommen und wusste, ich muss ihn jetzt Vollspann nehmen, sonst reicht's nicht. Ich hatte noch Schiss, dass sich der Ball noch rausdreht, aber so ist er mir super gelungen."
… zum Gefühl nach seinem Treffer: "Das Gefühl war geil, 3:1! Wir wussten, der Sack war damit zu."

Nils Petersen (SC Freiburg) …

… zum Spiel: "Wir können auch kicken. Das hat man heute auch ab und zu gesehen. Gegen Gladbach musst du erstmal gewinnen. Gladbach hat bisher eine richtig starke Saison gespielt, aber wir haben es letzte Woche schon bewiesen, dass es gegen uns schwierig ist, zu gewinnen."

Eurosport-Experte Matthias Sammer ...

... zum Sieg der Freiburger gegen auf dem Papier besser besetzte Gladbacher: "Papier schießt keine Tore und hat keine Seele. Was in der zweiten Halbzeit passiert ist, war logisch. Freiburg hat genau das gemacht, was sie können. Höfler im Mittelfeld war für mich überragend. Der Sieg war verdient. Ich bin total begeistert von den Freiburgern. Die ehrliche Art und Weise, wie sie gefightet haben und gleichzeitig aber auch immer wieder Nadelstiche nach vorne gesetzt haben. Das 3:1 geht auch in der Höhe absolut in Ordnung."
… zur Gladbacher Überlegenheit nach dem frühen Rückstand: "Das ist das Verrückte am Fußball. Du liegst 0:1 hinten, bist dann total überlegen und machst den Ausgleich und dann neutralisiert sich das Spiel wieder. Das kann eigentlich nur Psychologie sein. Wir haben am Anfang vor dem Spiel gedacht, dass Gladbach der Favorit ist - vielleicht haben sie es auch selbst gedacht."
... zu Hölers 3:1: "Aus der Entfernung ist es Alles oder Nichts - ein fantastisches Tor. Ich würde sagen: Gib ihm nochmal drei Versuche und wir sehen mal, ob er nochmal so trifft, weil das wirklich schwer war aus der Entfernung. Er hat den Fuß gut lang gemacht und hatte das Glück des Tüchtigen."
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