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Ron-Robert Zieler nach Stuttgarter Sieg gegen Bremen erleichtert
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Publiziert 29/09/2018 um 21:35 GMT+2 Uhr
Wohl kaum jemand war über den 2:1-Sieg des VfB Stuttgart gegen Werder Bremen so erleichtert, wie der Stuttgarter Keeper Ron-Robert Zieler. Zieler, der zuvor gegen die Hanseaten glänzend gehalten hatte, war ein gravierender Patzer zum zwischenzeitlichen Ausgleich für Bremen unterlaufen. Stuttgart hat sich mit dem ersten Saisonerfolg etwas Luft im Tabellenkeller verschafft.
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Ron-Robert Zieler war bestens gelaunt. Kein Wunder. Endlich war dem VfB Stuttgart der erste Sieg gelungen, er selbst, behauptete der Torhüter, hatte dabei "sehr, sehr gut gehalten" - vor allem aber musste er sich nach dem spektakulären wie kuriosen 2:1 (1:0) gegen Werder Bremen nicht mehr grämen, an einem irrwitzigen Eigentor beteiligt gewesen zu sein. "Das war", sagte Zieler, "ein Sieg des Willens". Und es war ein Sieg, der im Ländle erst einmal für ein bisschen Ruhe sorgen dürfte.
Viel hätte freilich nicht gefehlt, und Zieler hätte nach dem Spiel ebenso belämmert dreingeschaut wie in der 68. Minute. Da sah Zieler einen Einwurf von Borna Sosa auf sich zufliegen, er rechnete offensichtlich nicht damit, "dass der Ball so schnell und präzise zurückgespielt wird". Zieler wollte klären, streifte den Ball nur leicht, veränderte dessen Bahn dadurch kaum - und prompt kullerte die Kugel weiter ins Netz. Ohne die Berührung von Zieler hätte es Eckball gegeben.
Reschke: "Sieg unglaublich wichtig"
"So ein Ding will man nicht, aber es ist passiert", sagte Zieler, und "weil es gut gegangen ist, ist alles okay." Dass es nochmal gut ging, verdankte der Schlussmann, der bis dahin in der Tat prächtig gehalten hatte, Gonzalo Castro, der in der 75. Minute den zweiten Heimtreffer der Stuttgarter in dieser Saison erzielte. Der erste war dem starken Anastasios Donis (19.) nach einem Zauberpass von Daniel Didavi gelungen. "Dieser Sieg ist unglaublich wichtig", sagte Sportvorstand Michael Reschke.
Auch Trainer Tayfun Korkut lobte hinterher die Moral seiner Mannschaft. Die spielte nach dem Platzverweis (Gelb-Rot) für den Bremer Verteidiger Milos Veljkovic (36.) zwar fast eine Stunde lang in Überzahl, doch an diesem Eigentor Marke Slapstick drohte sie zu zerbrechen. "Da wieder rauszukommen ... da muss ich der Mannschaft schon ein Kompliment machen", sagte Korkut. Mit den Verletzungen von Donis und Dennis Aogo (jeweils Verdacht auf Muskelfaserris) wurde der Sieg freilich teuer erkauft.
Korkut hob außerdem hervor, wie mutig seine Mannschaft nach dem Ausgleich weiter nach vorne gespielt habe, dabei immer "mit dem Risiko, das Spiel auch zu verlieren, aber dieses Risiko mussten und wollten wir gehen". Die Folge war in der Schlussphase eine wahre Flut an Chancen - wie die Stuttgarter sie vergaben, allen voran Nicolas Gonzalez, war zum Haareraufen. "Ich habe mir ein paar ausgerissen", sagte Reschke im Scherz und betonte: Dieser Sieg werde der Mannschaft "einen unglaublichen Schub geben".
Bremen trifft den Pfosten
Den Bremern wiederum wird die Niederlage keinen Knacks geben. Sie waren überlegen, selbst in Unterzahl besser und somit ganz nah dran am Sieg, nur: ihr Mut wurde nicht belohnt. Maximilian Eggestein (58.) und Claudio Pizarro (73.) trafen jeweils nur den Pfosten. Trainer Florian Kohfeldt bescheinigte seiner Mannschaft eine "überragende Auswärtsleistung", "es war eine unglückliche und aus meiner Sicht auch unverdiente Niederlage", ergänzte er. Widerspruch erhob sich berechtigterweise nicht.
Selbst der Stuttgarter Kapitän Christian Gentner räumte ein, dass es "sicherlich selten" sei, ein solches Spiel zu gewinnen. "Wir waren schlecht", sagte er, "und das Groteske ist, dass wir drei Punkte haben." Aber: Nichts anderes zählt.
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