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Serge Gnabry beim FC Bayern München: Erste Duftmarke ist schon gesetzt
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Publiziert 10/08/2018 um 19:08 GMT+2 Uhr
Serge Gnabry hat in seinem ersten Monat beim FC Bayern München vollends überzeugt. Mit seinem selbstbewussten, reifen Auftreten hat der 23-Jährige schon jetzt angedeutet, dass er dem Team von Trainer Niko Kovac weiterhelfen und den Umbruch beim deutschen Rekordmeister vorantreiben kann. Gnabry ist Bayerns Versprechen für die (nicht mehr ganz so weit entfernte) Zukunft.
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"Ich mache es kurz: So viele Titel wie möglich gewinnen." Serge Gnabry hat beim FC Bayern ein klares Ziel. Und artikulierte das bei seiner Vorstellung Anfang Juli durchaus forsch und selbstbewusst.
Zu selbstbewusst? Nach gut einem Monat in München ist diese Frage mit einem klaren Nein zu beantworten. Der 23-Jährige ist einer der Gewinner der Vorbereitung unter Niko Kovac, überzeugte in den Testspielen durch engagierte Auftritte.
Vor allem gegen Manchester United am vergangenen Sonntag (1:0) stach Gnabry heraus, hatte die ein oder andere Abschlussaktion und unterhielt die Allianz Arena mit seinen Tempodribblings.
Kovac: Gnabry kann den Unterschied ausmachen
Die FCB-Verantwortlichen sind zufrieden mit ihrem Neuen. Sportvorstand Hasan Salihamidzic meinte nach dem United-Spiel:
Schon zuvor hatte er Gnabry in den höchsten Tönen gelobt:
Der Fußball - und der FC Bayern, dessen etablierte Tempodribbler Arjen Robben und Franck Ribery wohl eher früher als später die Schuhe an den Nagel hängen werden. Gnabry soll ihr Erbe sein, und bisher ist Bayerns Versprechen für die (gar nicht mehr ganz so weit entfernte) Zukunft auf dem besten Weg dahin.
Dabei war nicht unbedingt abzusehen, dass sich der zweimalige deutsche Nationalspieler gleich so gut zurechtfindet, auch wenn er nach eigener Aussage "easy im Umgang" ist. Gnabry zog sich zum Ende der vergangenen Saison einen Muskelbündelriss zu und trainiert erst seit ein paar Wochen wieder mit Ball.
Gnabry mit Lehrjahr in Hoffenheim
Nach einer Verletzung als Neuzugang zu den Bayern zu kommen, ist angesichts der großen Konkurrenz keine dankbare Aufgabe, gerade für einen jungen Spieler. Dass er trotzdem so einschlug, ist seinem "Lehrjahr" bei 1899 Hoffenheim zu verdanken, an die er in der vergangenen Spielzeit von den Münchnern ausgeliehen war.
Das sieht zumindest Gnabry selbst so:
Bei der TSG reifte der Offensivspieler, kam er endgültig in der Bundesliga an. Das zeigen auch die Zahlen: Für das Nagelsmann-Team erzielte Gnabry zehn Tore und bereitete sieben vor. Damit war er der siebtbeste Scorer der gesamten Liga - bei nur 22 Einsätzen.
Gnabry: Ein Versprechen für die Zukunft
Von seiner Zeit bei 1899 profitieren nun sowohl Gnabry als auch der FC Bayern, der im Flügelstürmer nicht nur einen schnellen, geradlinigen und dribbelstarken Profi erhalten hat, sondern auch einen enorm vielseitigen.
Kovac bot Gnabry gegen United im Sturmzentrum auf, während der USA-Reise spielte er sogar Außenverteidiger - eine Rolle, die ihm schon Nagelsmann anvertraute: "Ich glaube, dass er es kann. Ich sehe da sehr großes Potential für seine Zukunft."
Ganz egal, wo ihn Kovac aufstellte, Gnabry überzeugte. Durch Robustheit, Umtriebigkeit, körperliche und gedankliche Schnelligkeit. Deswegen müssen Robert Lewandowski und/oder Joshua Kimmich zwar nicht gleich um ihren Stammplatz zittern; doch Bayerns Versprechen für die Zukunft hat in nur wenigen Wochen angedeutet, dass er auf vielen Positionen weiterhelfen und den Umbruch vorantreiben kann.
Vor dem Supercup gegen Eintracht Frankfurt (am Sonntag ab 20:30 Uhr live im Eurosport Player) sagt Gnabry:
Noch so eine forsche und selbstbewusste Aussage. Seine Anfänge in München zeigen: Zu selbstbewusst ist sie nicht.
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