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Wahnsinn in Frankfurt! Köln feiert fulminantes Comeback

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Sebastiaan Bornauw - 1. FC Köln

Fotocredit: Imago

VonEurosport
18/12/2019 Am 23:21 | Update 18/12/2019 Am 23:25

Der 1. FC Köln hat einen furiosen Comeback-Sieg gefeiert. Die Domstädter setzten sich nach einem 0:2-Rückstand mit 4:2 (1:2) bei Eintracht Frankfurt durch und verlassen damit vorübergehend die Abstiegszone. Martin Hinteregger (6.) und Gonçalo Paciência (30.) trafen für die Eintracht. Jonas Hector (44.), Sebastiaan Bornauw (72.), Dominic Drexler (81.) und Ismail Jacobs (90.+4) drehten die Partie.

So lief das Spiel:

Die Frankfurter spielten eine starke erste Hälfte, in der sie fast nichts zuließen und die Gäste dominierten. Folgerichtig gingen die Hausherren nach einem ruhenden Ball früh in Führung. Filip Kostic fand mit seiner Ecke Martin Hinteregger am Elfmeterpunkt, der den Ball gekonnt annahm und mit links ins rechte Eck vollendete (6.).

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Beide Seiten versuchten es in der Folge mit hohen Flanken, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Nach einer halben Stunde konnten die Frankfurter erneut nach einem Eckball auf 2:0 erhöhen. Diesmal köpfte Goncalo Paciência die von Kostic getretene Ecke ins rechte Eck, nachdem er sich zuvor am kurzen Pfosten gegen Jonas Hector durchsetzen konnte (30.).

In der Schlussphase der ersten Halbzeit parierte FC-Keeper Timo Horn gleich zwei starke Abschlüsse der Eintracht und verhinderte damit einen höheren Rückstand. Kölns Kapitän Hector versuchte es kurz vor der Pause noch einmal aus gut 30 Metern und hatte Glück, dass Almamy Touré den Ball unhaltbar für Wiedwald ins Tor abfälschte (44.) - ein Hoffnungsschimmer für die Gäste.

Der zweite Durchgang startete jedoch eher verhalten - beide Mannschaften konnten keine gefährlichen Chancen verbuchen. Die Eintracht konnte das Spiel in der Folgezeit nicht mehr so dominant wie im ersten Durchgang gestalten und holte die Domstädter damit wieder zurück in die Partie. Der eingewechselte Florian Kainz brachte eine Flanke im Anschluss an einen Eckball von der rechten Seite in die Mitte - Sebastiaan Bornauw hielt am kurzen Pfosten das Bein rein und stocherte den Ball zum Ausgleich über die Linie (72.).

Es folgten Hochkaräter auf beiden Seiten: Zunächst scheiterte Daichi Kamada frei im Sechzehner an Horn (73.) und dann war es auf der anderen Seite Dominick Drexler, der frei aus 16 Metern in Wiedwald seinen Meister fand (75.). Die Kölner erhöhten den Druck und gingen in der Folge mit einer Kopie des Ausgleichstreffers verdient in Führung. Kainz brachte eine flache Flanke von rechts in die Mitte und fand am langen Pfosten den freistehenden Drexler, der den Ball über die Linie drückte. Erneut war der Flanke von Kainz ein Eckball vorausgegangen (81.).

Kurz vor Schluss konterte Köln die aufgerückten Frankfurter aus und machte damit den Sack zu. Der eingewechselte Anthony Modeste schickte Ismail Jakobs auf die Reise, der frei vor Wiedwald die Nerven behielt und ins linke obere Eck vollendete (90.+4).

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Die Stimmen:

Dominik Kohr (Eintracht Frankfurt): “Köln hat sich nicht aufgegeben. Sie haben bis zum Schluss gekämpft und es mit den jungen Spielern, die sie auch schon in den letzten Spielen reingeworfen haben, gut gemacht. Da muss man dem Gegner einfach mal gratulieren.”

Felix Wiedwald (Eintracht Frankfurt): “Wir haben glaube ich die meisten Europacup Spiele absolviert, die es je gab, und dann ist es am Ende ja auch eine mentale Frage, wenn du dann das 2:2 bekommst, dich nach der Belastung dann noch einmal zu straffen.”

Florian Kainz (1.FC Köln): “Ich bin einfach nur froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte mit meinen Assists, aber das war schon eine super Leistung der ganzen Mannschaft, wie sie nach einem 0:2 Rückstand nicht aufgegeben hat, sondern immer weitergemacht hat.”

Markus Gisdol (1.FC Köln): “Ich schau nicht auf die Tabelle, vom ersten Tag an habe ich gesagt, einmal schau ich drauf zum Start und dann am Ende wieder. Mir ist wichtig, dass wir vernünftig Fußballspielen und das haben wir heute gemacht, so haben wir das auch im letzten Spiel gemacht und so wollen wir weitermachen.”

Das fiel auf: Standard-Show in Frankfurt

Eintracht Frankfurt konnte in der bisherigen Spielzeit bereits sechs Tore nach einem Eckball erzielen und war in dieser Statistik damit die führende Mannschaft der Bundesliga. Direkt dahinter folgten Hoffenheim und Köln, beide mit je fünf Treffern nach Eckbällen. Jene Standardstärke stellten beide Teams auch im direkten Aufeinandertreffen unter Beweis. Beide Tore der Eintracht fielen durch von Kostic getretene Ecken und auch die Tore zum 2:2 und 2:3 der Kölner waren durch Flanken, nach zuvor getretenen Eckbällen, erzielt worden.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: Zwei

Erstmals in dieser Bundesliga-Saison konnte der 1. FC Köln zwei Spiele in Serie gewinnen. Am vergangenen Wochenende feierte die Elf von Trainer Markus Gisdol einen 2:0 (0:0)-Heimerfolg im Rhein-Derby gegen Bayer Leverkusen. Die Domstädter verlassen mit den zwei jüngsten Siegen zudem die Abstiegszone in der Tabelle.

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