1. FC Köln verspielt Zwei-Tore-Führung gegen 1. FSV Mainz 05

Der 1. FC Köln hat beim Bundesliga-Restart gegen den 1. FSV Mainz 05 eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gegeben und muss sich mit einem Punkt begnügen. Mark Uth vom Punkt (6./FE) und Florian Kainz (53.) brachten den Effzeh beim 2:2 (1:0) in Führung, die die Mainzer dank Treffern von Taiwo Awoniyi (61.) und Pierre Kunde Malong (72.) noch konterten.

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So lief das Spiel:

Die Kölner erwischten den idealen Start in die Partie, als sie mit dem ersten Vorstoß direkt in den Sechzehner eindringen konnten und einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Moussa Niakhaté brachte Mark Uth zu Fall, der den Strafstoß selbst schoss und verwandelte (6.).
Auch wenn dies der perfekte Start für die Hausherren war, ließen sie in der Folge etwas federn und Mainz nahm das Spiel in die Hand. Die 05er drückten und erspielten sich gute Chancen, so bereitete Karim Onisiwo stark für Jean-Paul Boetius vor, dessen Schuss aus sechs Metern Toni Leistner noch abblocken konnte (12.).
Onisiwo sorgte erneut für Gefahr vor dem gegnerischen Strafraum, als er von der Strafraumkante abzog und Torhüter Timo Horn zu einer Parade zwang (29.). Kurz vor der Pause gab es dann zwei Möglichkeiten für die Hausherren. Zuerst versuchte es Florian Kainz aus 20 Metern, doch er verfehlte das linke Eck knapp (43.). Danach legte der Österreicher für den Deutschen bei einem Freistoß auf, der von der Mauer noch entscheidend abgefälscht wurde und ebenfalls nur knapp das linke Eck verfehlte (45.+1).
Die Kölner kamen dann besser aus der Pause und dominierten das Spielgeschehen zunächst. Sie belohnten sich für den guten Auftritt und erzielten das 2:0. Uth führte einen Freistoß schnell aus und Dominick Drexler konnte auf den langen Pfosten flanken. Dort setzte sich Kainz durch und vollendete per Kopf (53.).
Nur vier Minuten später verpasste Ellyes Skhiri die Entscheidung, als er ungehindert in den Sechzehner eindringen konnte, doch an Florian Müller scheiterte. Mainz war bis dato nicht ins Spiel gekommen, doch bäumte sich noch einmal auf. Nach einem langen Ball von Niakhaté bekamen die Kölner die Situation nicht bereinigt und Robin Quasion schickt Baku in den Sechzehner. Dieser legte für den eingewechselten Taiwo Awoniyi, der verkürzte vor (61.).
In der Folge wurde das Spiel etwas ruhiger, bis sich Pierre Kunde Malong ein Herz fasste und durch die Kölner Defensivabteilung marschierte. Er ließ beide Kölner Sechser stehen und die Innenverteidigung konnte ihn ebenfalls nicht mehr stören, bevor er den Ball ins Netz spitzelte (72.).
Daraufhin gingen beide Mannschaften voll auf den Sieg und erspielten sich noch gute Chancen. So verpasste Córdoba nur knapp das Tor per Kopf, nach einer Vorarbeit von Kevin Schindler (78.). Auf der anderen Seite steckte Adam Szalai für Onisiwo durch, der an Horn scheiterte (79.).
Die letzte Riesenchance der Partie hatte dann erneut Córdoba, als Benno Schmitz ihm am Fünfmeterraum bediente. Sein Schuss wurde zunächst abgeblockt. Die Mainzer konnten jedoch nicht klären und beide Kölner stocherten das Leder irgendwie in Richtung Tor, doch Müller war erneut zur Stelle (81.).

Die Stimmen zum Spiel:

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Ich sage nicht, dass ich zufrieden bin, aber wir können mit dem Punkt leben. Uns hat das Tor nicht so gut getan, danach waren wir passiv und der Gegner hat mehr Spielanteile gehabt. Es war ein Spiel mit einem offenen Visier, beide hatten Chancen. Die Abstimmung und die Abstände haben mir nicht so gut gefallen, da haben wir dem Gegner zu viele Räume gegeben. Aber das ist vielleicht normal nach dieser kurzen Vorbereitungszeit."
Mark Uth (Torschütze 1.FC Köln): "Wenn du 2:0 zu Hause führst, auch wenn es ohne Zuschauer nicht wirklich wie zu Hause ist, dann musst du es eigentlich über die Zeit bringen. Das Spiel stand etwas auf Messers Schneide und zum Schluss war es ein kleines Offensivspektakel."
Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben das ganz toll hingekriegt. Damit meine ich den 1. FC Köln und den FSV Mainz 05. Wir haben ein tolles Fußballspiel abgeliefert mit einem gerechten Ausgang. Dieses 2:2 ist für uns hochverdient, ich kann nur die Moral der Mannschaft loben. Wir haben uns den Punkt redlich verdient."
Taiwo Awoniyi (Torschütze Mainz 05): "Ich bin sehr glücklich über mein erstes Tor für Mainz 05! Wir sind als Mannschaft heute sehr gut zurückgekommen, haben uns gut wieder ins Spiel gekämpft!"
Ridle Baku (Spieler von Mainz 05): "Es war ein mega-geiles Gefühl wieder im Stadion zu sein. Die Fans haben natürlich ein Stück weit gefehlt. Es hat sich angefühlt wie auf dem Bolzplatz, man hat alles gehört, alle Kommandos. Meine eigene Leistung war etwas holprig ..."
Rouven Schröder (Sportvorstand Mainz 05): "Es war echt ein begeisterndes Spiel. Es ging rauf und runter, wir haben vorher zu den Jungs gesagt, es ist wie Straßenfußball. Kein Zuschauer da, aber man muss sich messen im eins gegen eins. Beide Seiten wollten das Spiel unbedingt gewinnen und am Ende des Tages ist es ein 2:2 und ein verdienter Punkt für beide Seiten."

Das fiel auf: Erste Punkteteilung und erstes Comeback

Mainz war vor dem Spiel die einzige Mannschaft, die jedes Mal, wenn sie auswärts in Rückstand gerieten, am Ende verlor. Doch heute hat man damit gebrochen und zum ersten Mal einen Punkt nach Rückstand in der Ferne geholt. Zudem hieß es für die 05er bisher nur Sieg oder Niederlage, wenn man zu Gast war. Doch in Köln gab es die erste Punkteteilung auswärts.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 8

Mark Uth ist der erste Kölner, der seit detaillierter Datenerfassung, in acht Bundesliga-Spielen in Serie mindestens eine Torbeteiligung hatte. Bisher sammelte die Schalke-Leihgabe fünf Treffer und legte vier weitere auf.
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