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Bayer 04 Leverkusen: Moussa Diaby lässt Werkself von Champions League träumen
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Publiziert 18/06/2020 um 16:34 GMT+2 Uhr
Lobeshymnen auf einzelne Spieler sind normal so gar nicht die Sache von Peter Bosz, doch für Moussa Diaby machte er nach dessen Galavorstellung gegen den 1. FC Köln eine Ausnahme. "Überragend! Einfach überragend!", brachte der Trainer die Leistung des Franzosen kurz und knapp auf den Punkt. Vor allem dank Diaby fand Bayer Leverkusen eine beeindruckende Antwort auf die Kampfansage der Gladbacher.
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Nach dem 3:1 (2:0) im Rheinderby steht die Tür zur Königsklasse sehr weit offen. Vor den beiden abschließenden Spielen hält die Werkself mit einem Punkt Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach auf Platz fünf alle Trümpfe in der Hand. Und Diaby ist derzeit in absoluter Top-Verfassung.
Trotz sieben Partien in nur 31 Tagen strotzte der eigentliche Linksaußen gegen Köln auf dem ungewohnten rechten Flügel nur so vor Spielfreude und zeigte seine beste Leistung im Bayer-Dress. Gegenspieler Noah Katterbach fand nie ein Mittel gegen den wieselflinken Dribbler, selbst durch zwei oder drei Gegenspieler ließ sich der 20-Jährige kaum bremsen. Kurz vor Spielende krönte er seine Leistung sogar noch mit dem Treffer zum Endstand (83.).
"Er war von Anfang an gefährlich mit seinen Eins-gegen-Eins-Dribblings. Er ist gut hinter die Kette gelaufen, so wie wir es trainiert haben. Er war das ganze Spiel gefährlich und hat das gebracht, was wir erwartet haben und vielleicht noch mehr", führte Bosz sein Lob noch weiter aus.
Diaby: Selbst Köln-Coach Gisdol zollte Respekt
Selbst der gegnerische Coach zollte großen Respekt. "Diaby hat uns große Probleme bereitet. Es ist schwierig für uns, einen Spieler mit so einer Klasse zu verteidigen", meinte FC-Trainer Markus Gisdol, für dessen Team Sebastiaan Bornauw (59.) nach einer Ecke zwischenzeitlich verkürzt hatte.
Probleme dürften auch Hertha BSC und der FSV Mainz 05 an den letzten beiden Spieltagen mit dem 20-jährigen Diaby haben. Rechtzeitig im Saisonendspurt scheint nämlich nicht nur der Franzose, sondern die gesamte Bayer-Elf nach zuvor nur einem Sieg aus vier Partien wieder zu besserer Form zu finden. Ausrutscher darf man sich wohl auch nicht mehr erlauben, Gladbach hält nicht erst seit dem 3:0 gegen Wolfsburg am Dienstag den Druck konsequent aufrecht.
"Jetzt darf man nicht mehr allzu viel wackeln", sagte Sportdirektor Simon Rolfes deshalb bei "Sky": "Ich bin überzeugt, dass wir die Qualität und die mentale Stärke haben und Vierter werden."
Auch Bosz, für dessen Elf Sven Bender (7.) und Kai Havertz (39.) bereits vor der Pause die Weichen auf Sieg stellten, nimmt das drohende Nervenspiel gelassen: "Natürlich hätte ich es lieber, wenn wir mehr Punkte vorne wären, aber das ist nicht so", sagte der 56-Jährige: "So wissen wir, dass wir die letzten zwei Spiele gewinnen müssen, und das werden wir versuchen."
(SID)
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