Gladbach wahrt Champions-League-Chance mit Sieg gegen Wolfsburg

Borussia Mönchengladbach hat im Kampf um einen Champions-League-Platz am 32. Spieltag der Bundesliga vorgelegt und den VfL Wolfsburg klar mit 3:0 (2:0) bezwungen. Jonas Hofmann brachte die Fohlen, die ohne Marcus Thuram und Alassane Plea auskommen mussten, mit einem Doppelpack in Front (11./30.). Lars Stindl traf zum Endstand (65.).

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

So lief das Spiel:

Fohlen gegen Wölfe – der Kampf um die Europacupplätze begann in den ersten zehn Minuten ruppig. Viele Fouls und Freistöße prägten die Partie, bis Gladbach den ersten Geistesblitz hatte: Lars Stindl eroberte den Ball in der eigenen Hälfte und bediente Breel Embolo, der einen haargenauen Ball auf Jonas Hofmann ablegte. Dieser musste nur noch einschieben, 1:0 für die Gastgeber nach zehn Minuten.
Danach ließ die Borussia sich fallen, doch der VfL konnte mit dem Raum nur allzu wenig anfangen. Außer Hohen Bällen fiel der Mannschaft von Coach Oliver Glasner kaum etwas ein, Gladbach konnte zuhause ruhig auf Konter lauern.
Nach 30 Minuten legte Matthias Ginter dann wieder für Hofmann auf, der von rechts seinen zweiten Treffer erzielte. Gladbach nutzte seine Chancen konsequent, Wolfsburg war auch nach einer halben Stunde nur Zuschauer.
Und das wurde bis zum Pausenpfiff nicht anders – die Gastgeber nahmen eine souveräne Führung mit in die Kabine.
Beide Teams kamen unverändert aus der Pause, was allerdings nur den Gladbachern half. Die Gäste konnten Mittelstürmer Wout Weghorst auch nach Wiederanpfiff nicht in Szene setzen. Die Fohlen verteidigten konzentriert, die Führung der Gastgeber schien auch nach einer Stunde ungefährdet.
In der 65. Minute dann fuhren die Hausherren ihren nächsten Konter: Ibrahima Traore auf der rechten Seite bediente Lars Stindl in der Mitte wunderschön. Der Stürmer schob zum 3:0 ins kurze Eck und entschied damit die Partie für die Borussia.
In der 73. Minute sah Nico Elvedi seine fünfte Gelbe Karte und fehlt Coach Marco Rose damit am Samstag gegen Paderborn. Der VfL hatte nichts mehr entgegenzusetzen.

Die Stimmen zum Spiel:

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Drei Tore geschossen, kein Gegentor, drei Punkte geholt und mit einer sehr ambitioniertem Leistung unter schwierigen Bedingungen gewonnen - ich bin hochzufrieden. Die Leistung von Jonas Hofmann war bärenstark, genauso wie die Leistung der gesamten Mannschaft. Jetzt müssen wir schnell den Fokus auf Samstag richten, damit wir gegen Paderborn nachlegen können."
Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir waren zu anfällig in beide Richtungen, Gladbach hat die Fehler eiskalt ausgenutzt. Vorne haben wir es nicht sauber genug zu Ende gespielt, deswegen geht der Sieg für Gladbach in Ordnung. Ich bin enttäuscht über unsere Leistung, wir können es besser. Jetzt gilt es, die Köpfe wieder bis Samstag nach oben zu bekommen."
Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben den Ausfall von Thuram und Pléa sehr gut kompensiert. Es war eine starke Mannschaftsleistung. Wir haben es gut umgesetzt, auf die zweiten Bälle zu gehen, und damit hochverdient gewonnen. Natürlich drücken wir Köln morgen gegen Leverkusen die Daumen."
Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): "Wir hatten schon den ein oder anderen gefährlichen Ballverlust drinnen. Trotzdem haben wir heute mal wieder zu Null gespielt, das war natürlich auch eine starke Abwehrleistung. Wir haben Platz vier natürlich nicht mehr in der eigenen Hand – so wie die Saison gelaufen ist, wären wir mit Rang fünf aber nicht zufrieden."
Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): "Das war von uns heute eine der schlechtesten Leistungen der Saison. Du musst mit 100 Prozent gegen den Gegenspieler reingehen, das hat von Anfang an jeder von uns vermissen lassen. Auch ich hatte keinen einzigen Torschuss."

Der Tweet zum Spiel:

Breel Embolos Vorlage zu Hofmanns 1:0 (10.) war der elfte Assist des Schweizers in dieser Saison. Damit hat er seinen bisherigen Bestwert von 2018/19 im Schalker Trikot (6) fast verdoppelt.

Das fiel auf: Lahmende Fohlen?

Mit Marcus Thuram und Alassane Pléa fehlten der Borussia am Dienstag ihre beiden Toptorschützen. Doch von Flaute war nichts zu sehen: Jonas Hofmann präsentierte sich als adäquater Ersatz und erzielte bis zur 30. Minute einen Doppelpack – den zweiten seiner Karriere. Mit seinem 3:0 in der 65. Minute entschied Lars Stindl die Partie.

Die Statistik zum Spiel: 32

Alle Ausfälle zusammengenommen, fehlten Gladbach vor Anpfiff am Dienstag ganze 32 von insgesamt 58 Saisontoren.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung