Arjen Robben ging im Training auf Bayern-Talent Chris Richards los

Chris Richards vom FC Bayern hat über seine ersten Trainingseinheiten bei den Münchener Profis gesprochen. Dabei blieb dem 20-Jährigen besonders ein Erlebnis mit Arjen Robben in Erinnerung. In seiner ersten Woche habe ihn der Niederländer "auf links gezogen", erzählte Richards im "Underdog Soccer Podcast": "Ich habe die Trainingsübung damals nicht richtig ausgeführt und ein paar Mal Mist gebaut."

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Der US-Amerikaner erzählte weiter: "Er ist dann einfach auf mich losgegangen. Ich dachte 'Wow, das ist ein beängstigender Moment.'" Er habe schnell gemerkt, dass bei den Münchenern eine besondere Mentalität herrsche: "Wenn du hier im Training nicht dein Bestes gibst, dann gehen sie auf dich los. Jedes Jahr spielen die Bayern um Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League mit. Man muss darauf achten, dass jeder stets sein Bestes gibt."
Richards, der im Januar 2018 zu den Münchenern kam und dort bis 2023 unter Vertrag steht, zeigte sich auch von weiteren Stars beeindruckt. "Lewandowski ist nicht aufzuhalten. Aber ich musste im Training auch schon gegen Kingsley Coman und Serge Gnabry antreten. Wenn du da nicht richtig postiert bist, dann ziehen die gnadenlos an dir vorbei", sagte der Verteidiger.
Besonders Gnabry hinterließ bei dem US-Amerikaner offenbar bleibenden Eindruck. "Wenn man gesehen hat, wie er Tottenham in nur einem Spiel auseinander genommen hat... Genau das tut er auch im Training. Er ist so schnell und hat so viel Geschick", meinte Richards.

Richards hofft auf Profi-Einsätze

Seit Sommer 2019 spielt der 20-Jährige in der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters. In der aktuellen Spielzeit bestritt Richards schon 22 Spiele für Bayern II. Für die kommende Saison wünscht sich der Youngster aber auch bei den Profis etwas Einsatzzeit. "Hoffentlich bekomme ich im nächsten Jahr ein paar Minuten auf dem Feld mit der ersten Mannschaft", sagte er.
Auf seiner Position in der Innenverteidigung gibt es zwar mit David Alaba, Lucas Hernández, Niklas Süle und Jérôme Boateng namhafte Konkurrenz, dennoch hat Richards einiges vor: "Hier spielen Weltklasse-Innenverteidiger. Ich werde ihnen sicherlich nichts wegnehmen. Aber es ist an der Zeit, dass ich den Leuten zeige, was ich drauf habe."
Besonders die eigene Athletik sieht der US-Amerikaner dabei als Vorteil: "Ich bin ziemlich schnell und groß. Ich kann hoch springen und schnell die Seiten wechseln. Meine Kopfbälle sind ziemlich gut, und ich kann einen Stürmer verfolgen, wenn ich muss. Ich decke ziemlich schnell eine große Fläche des Spielfeldes ab."
Zudem bringe er "ein gewisses Maß an Gelassenheit und Besonnenheit mit". Richards hat bei den Münchenern deshalb auch ein klares Ziel vor Augen: "Hoffentlich werde ich eines Tages eine Bayern-Legende."
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