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Bundesliga hofft auf Neustart am 15. Mai - Drei positive Coronafälle in Köln
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Publiziert 01/05/2020 um 15:52 GMT+2 Uhr
Die vertagte Entscheidung über einen Neustart hat den Tatendrang im Profifußball nicht gestoppt. Das Ziel ist weiter die Fortsetzung der Saison - nun eben eine Woche später als erwünscht. Am Freitagabend gab es jedoch einen Dämpfer. Drei positive Fälle beim 1. FC Köln erinnerten daran, wie schwierig der Spielbetrieb in Zeiten von Corona werden könnte.
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Die Fußball-Bundesliga arbeitet eifrig auf einen baldigen Re-Start hin - doch am Freitagabend um 20.04 Uhr wurde sie daran erinnert, auf welch fragilen Füßen dieser forsche Plan steht. Gleich die erste Runde der großangelegten Coronatests brachte positive Fälle hervor: Beim 1. FC Köln wurde das Virus bei drei Personen nachgewiesen.
Funktion und Namen der positiv Getesteten, die allesamt symptomfrei sind, wurden nicht genannt. Das zuständige Gesundheitsamt schickte sie in eine 14-tägige häusliche Quarantäne - der Trainingsbetrieb in Gruppen könne aufgrund der bislang praktizierten Infektionsschutzmaßnahmen jedoch weiterlaufen.
Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer, Leiter der Taskforce für den geplanten Sonderspielbetrieb der Deutschen Fußball Liga (DFL), sah erst einmal das Positive in diesen Fällen. "Wir sehen jetzt im Alltag, dass unser Konzept frühzeitig Risiken erkennt und reduziert", sagte er: "Dazu werden wir stets im engen Austausch mit den zuständigen Gesundheitsbehörden und den medizinischen Experten sein."
"Positive Signale" aus der Politik
Das Konzept der DFL sieht unter anderem engmaschige Tests vor, erst am Donnerstag hatte sie damit bei den 36 Erst- und Zweitligisten begonnen. Denn Ziel der Liga bleibt ja ein Neustart noch im Mai - obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag noch kein grünes Licht gegeben und das Geduldsspiel noch ein letztes Mal verlängert hatte.
Erst bei der nächsten Beratungsrunde der Regierungschefin mit den 16 Ministerpräsidenten am 6. Mai "werden wir eine klare Entscheidung treffen, was die sportlichen Betätigungen betrifft", kündigte Merkel an.
Denn sollte am kommenden Mittwoch die politische Ampel tatsächlich auf Grün springen, könnte eine Woche später schon wieder der Ball rollen. Entgegen anderslautender Gerüchte will die DFL nach SID-Informationen nämlich keine Zeit verlieren und mit einem Freitagsspiel am 15. Mai wieder loslegen. Natürlich nur, wenn diesbezüglich keine Corona-Einschränkungen von Merkel und Co. diktiert werden.
Bislang war bereits bekannt geworden, dass die Sportminister der Bundesländer und das Arbeitsministerium Geisterspiele erlauben wollen, das DFL-Konzept in seiner Endfassung also überzeugt hat. Dass am Donnerstag mit den darin skizzierten flächendeckenden Coronatests begonnen worden war, verdeutlicht das Bestreben der Vereine nach einem schnellen Wiederbeginn.
"Wenn alle Tests negativ sind, wollen wir am Dienstag in das Mannschaftstraining einsteigen", sagte RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Freitag während einer Videokonferenz, bei der er von zuletzt "positiven Signalen" aus der Politik und einem "guten Feedback" sprach.
Köln als Warnsignal
Dass nun gleich die erste große Testrunde Corona-Fälle brachte, ist ein Warnsignal, das gesamte System wird auf die Probe gestellt. Noch trainierten die Bundesligisten bislang in Kleingruppen ohne Zweikampfübungen, wohl auch deshalb genügte dem Gesundheitsamt etwa im Falle des 1. FC Köln nun die Quarantäne für die positiv Getesteten. Rollt in der kommenden Woche allerdings das Mannschaftstraining wieder an, könnten einzelne Fälle viel größere Auswirkungen auf das Team haben.
Die Vereine brauchen die geplanten Geisterspiele ohne Zuschauer, wegen der dann fließenden TV-Millionen sind sie überlebenswichtig. Für das behutsame Vorgehen der Politik haben Klubs und DFL aber Verständnis.
"Wir haben immer gesagt, dass wir die politischen Beschlüsse akzeptieren", meinte etwa Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Das gilt selbstverständlich auch weiterhin." Zumal die Bundesliga im internationalen Vergleich trotz der vertagten Entscheidung noch immer ziemlich früh dran ist - was zu sehnsüchtigen Blicken unter anderem aus England führt. Dort hoffen die Klubs noch auf eine Fortsetzung.
Sportlich noch viel schlimmer schaut es in Frankreich aus, wo die Ligue 1 am Donnerstag erwartungsgemäß als erste der europäischen Topligen die Reißleine zog und die Saison vorzeitig beendete.
(SID)
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