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Französische Spieler erobern seit einigen Jahren die Bundesliga
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Publiziert 19/08/2020 um 17:04 GMT+2 Uhr
Die Bundesliga, allen voran Bayern München, macht überwiegend gute Erfahrungen mit Profis aus Frankreich. Dabei gilt die Ligue 1 nur als fünfte Kraft in Europa. Ob Coman, Pavard, Zagadou oder Thuram, sie sich alle haben alle ihren Platz bei den deutschen Top-Klubs erarbeitet. Doch es gab auch schon früher legendäre Profis, die aus dem Nachbarland stammten.
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Die französische Ligue 1 wird oft auch despektierlich als "Farmers League" bezeichnet, also Bauern-Liga. Superstar Kylian Mbappe von Paris St. Germain konnte deshalb nach dem Einzug von PSG und Olympique Lyon ins Halbfinale der Champions League eine gewisse Schadenfreude über den unerwarteten Erfolg nicht verbergen. "Farmers League", twitterte er und versah seinen Eintrag mit einem lachenden Clown. Sollte wohl so viel bedeuten wie: Da seht ihr mal, wie gut wir eigentlich sind.
In Europa gilt die erste Liga Frankreichs als Nummer fünf hinter der spanischen Primera Division, hinter der englischen Premier League, der Bundesliga und der Serie A aus Italien. Doch schon längst sind die Profis aus dem Land des Weltmeisters Exportschlager. Auch die deutschen Klubs bedienen sich gerne in Frankreich, da dort die Ausbildung junger Spieler einen exzellenten Ruf genießt.
Coman, Hernández, Zagadou, Thuram und Co.
Bei Halbfinalist RB Leipzig, der gegen PSG am Dienstagabend beim 0:3 chancenlos war, stehen in Dayot Upamecano, Ibrahima Konate, Nordi Mukiele und Christopher Nkunku vier Franzosen unter Vertrag. In Gladbach spielen Marcus Thuram und Alassane Plea, Benjamin Stambouli bei Schalke 04, Jean-Philippe Mateta in Mainz, Dan-Axel Zagadou bei Borussia Dortmund, Jonathan Schmid in Freiburg, und, und, und...
Auch der FC Bayern, der am Mittwochabend in Lissabon in der Vorschlussrunde der Königsklasse auf Lyon traf, beschäftigt in Kingsley Coman und Talent Mickael Cuisance sowie den Weltmeistern Benjamin Pavard, Lucas Hernández und Corentin Tolisso gleich fünf Franzosen. Auch wenn Hernandez, bisher mit 80 Millionen Euro teuerster Einkauf der Bundesliga-Historie, und Tolisso in den vergangenen Monaten unter Trainer Hansi Flick nur eine Nebenrolle spielten - mit ihren Transfers aus dem Nachbarland machten gerade die Bayern überwiegend sehr gute Erfahrungen.
Jean-Pierre Papin war 1994 der erste Franzose im Dress der Bayern. In der Saison 1995/96 gelang dem Stürmer mit einem spektakulären Seitfallzieher das Tor des Jahres. Noch heute gibt es im Französischen dafür den Begriff "Papinade".
Bayern: Sagnol, Ribéry und Lizarazu sind Legenden
Es folgten 1998er-Weltmeister Bixente Lizarazu und Willy Sagnol, die bei den Bayern eine Ära prägten. Valerien Ismael war nicht ganz so stilbildend beim Rekordmeister, dafür Franck Ribery umso mehr. Der heute 37-Jährige war 2007 nach München gewechselt und gewann in zwölf Jahren alles, was es zu gewinnen gab. Alleine neunmal wurde er mit den Bayern deutscher Meister. Den Rekord teilt er sich mit Thomas Müller und David Alaba.
Ribery ist bei den Bayern eine Legende: Chapeau! Oder wie es Karl-Heinz Rummenigge nach dem 100. Pflichtspieltor des Franzosen für den FC Bayern sagte: "Ich ziehe meinen Hut und sage Champs-Elysees!"
(SID)
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