Drei Dinge, die bei VfL Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach auffielen: Zakaria fehlt
Borussia Mönchengladbach verliert die Tabellenführung am 15. Spieltag durch eine 1:2-Niderlage beim VfL Wolfsburg. Wie schon beim Europa-League-Aus unter der Woche gegen Istanbul Basaksehir setzte es den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit. In Wolfsburg war das Fehlen von Mittelfeld-Stabilisator Denis Zakaria augenscheinlich, aber auch in der Offfensive haperte es. Was uns auffiel.
Breel Embolo von Borussia Mönchengladbach
Fotocredit: Getty Images
1.) Zakaria fehlt
Denis Zakaria fehlte Borussia Mönchengladbach aufgrund seiner fünften Gelben Karte, die er im Heimspiel gegen den FC Bayern München (2:1) sah. Trainer Marco Rose setzte auf eine Doppelsechs bestehend aus Jonas Hofmann und Tobias Strobl - mit gemischtem Erfolg.
Mit Zakaria fehlte nicht nur einer der besten Zweikämpfer der Fohlen, sondern in gewisser Weise auch das Gehirn der Mannschaft. Ohne den Schweizer lahmte das Flügelspiel der Gladbacher, weil weder Hofmann noch Strobl mit der Übersicht Zakarias gesegnet sind und auch nicht als klassische Ballverteiler in der Zentrale agieren sollten.
Der Plan hieß vielmehr, László Bénes auf der Zehnerposition mehr ins Spiel zu bringen, der dann Marcus Thuram links, und Alassane Pléa auf dem Flügel füttern sollte.
Die Wolfsburger nahmen Bénes allerdings durch einen aggressiven Joshua Guilavogui geschickt aus der Partie. In der Schlussviertelstunde brachte Rose Lars Stindl für den Slowaken. Vielleicht wäre Florian Neuhaus als weiterer spielstarker Sechser die bessere Variante gewesen. Der 22-Jährige verbrachte jedoch das komplette Spiel auf der Bank.
3.) Gladbach geht die Puste aus
Zum zweiten Mal binnen vier Tagen verliert Borussia Mönchengladbach ein Spiel durch einen späten Treffer in der Nachspielzeit. Am Donnerstag bedeutete das 1:2 gegen Istanbul Basaksehir das Aus in der Europa League, in Wolfsburg resultierte aus selbigem Ergebnis der Verlust der Tabellenführung nach zehn Wochen an der Spitze.
Gegen aggressive und laufstarke Wölfe merkte man den Fohlen die anstrengende Hinrunde in drei Wettbewerben (Bundesliga, Europa League, DFB-Pokal) durchaus an. Leistungsträger wie Marcus Thuram (29 Ballaktionen) und Allasane Pléa (41 Ballaktionen) hingen fast die komplette Spielzeit in der Luft.
Die sonst so pfeilschnellen Franzosen verloren ungewöhnlich viele Laufduelle. Ein klares Zeichen der Müdigkeit.
Thuram hatte in direkten Duellen auf der linken Seite sowohl gegen Xaver Schlager als auch Kevin Mbabu nur selten eine Chance. Auf der anderen Seite mühte sich Pléa gegen die deutlich frischeren Jérôme Roussillon und Joao Victor meist vergeblich.
Keeper Yann Sommer suchte nach dem Spiel bei "Sky" Erklärungen:
Noch zwei Mal muss die Elf vom Niederrhein vor dem Jahreswechsel in der Bundesliga ran. Auch wenn die Beine schwer sind.
3.) Anfällige Außenverteidiger
Mit Stefan Lainer auf der rechten Seite und Ramy Bensebaini setzte Marco Rose auf sein zuletzt überzeugendes Außenverteidiger-Duo. Gegen den VfL Wolfsburg erwischte beide es aber nicht seinen besten Tag - zumindest was die Defensivarbeit angeht.
Vor dem 0:1 beispielsweise, ließ sich Laimer von Roussillon per Beinschuss düpieren, Bensebaini hatte mit Mbabu auf der linken Abwehrseite sichtlich Probleme. Immerhin: der Algerier zeigte im Offensivspiel wie schon im Spiel gegen den FC Bayern (2:1 - Bensebaini erzielte beide Treffer) erneut eine ordentliche Leistung.
Er hatte die meisten Ballaktionen in seiner Mannschaft (93) und bemühte sich stets um gefährliche Flanken aus dem Halbfeld auf Embolo im Strafraum. Vor allem im zweiten Durchgang agierte er mit viel Wucht nach vorne, zog Sprint um Sprint an, ohne jedoch Zählbares für die Fohlen herauszuholen.
Laimer hingegen kam nach dem Seitenwechsel nicht mehr zurück auf den Platz. Gegen Ende des ersten Durchgangs verletzte er sich in einem Zweikampf mit Roussillon und wurde durch Jordan Beyer ersetzt.
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