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Eintracht Frankfurt: David Abraham kämpft gegen Sperre anch Streich-Check
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Publiziert 18/11/2019 um 16:08 GMT+1 Uhr
Frankfurts Kapitän David Abraham will am Dienstag vor dem Sportgericht des DFB eine Reduzierung seiner Sperre nach dem Bodycheck gegen Freiburgs Trainer Christian Streich erstreiten. Für die Verhandlung hat sich der Argentinier prominente Hilfe geholt. Während er von einem Mitspieler Unterstützung erhält, zeigt sich ein Ex-Schiedsrichter besorgt.
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Den prominentesten Rechtsbeistand hat sich David Abraham schon einmal gesichert. Wenn der Kapitän von Eintracht Frankfurt am Dienstag um 11.00 Uhr auf der Anklagebank in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes Platz nimmt, wird Christoph Schickhardt neben ihm sitzen. Der von zahlreichen Verhandlungen vor dem Sportgericht gestählte Anwalt will alles dafür tun, um die lange Sperre seines Mandanten zu verkürzen.
Ob Schickhardt das gelingt, ist allerdings fraglich. Zu schwer scheint das Vergehen Abrahams, das seit über einer Woche ununterbrochen Schlagzeilen produziert. Der 33-Jährige hatte in der Nachspielzeit der Partie beim SC Freiburg am 10. November (0:1) den Freiburger Trainer Christian Streich zu Boden gecheckt und dafür von Schiedsrichter Felix Brych (München) die Rote Karte gesehen. Für diesen Ausraster wurde Abraham am Mittwoch bis zum Jahresende gesperrt, dazu kam eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro.
Eintracht belegt Abraham mit interner Strafe
Die Eintracht legte umgehend Einspruch gegen das Urteil ein, "um David Abraham die Möglichkeit zu geben, sich im Rahmen eines mündlichen Verhandlungstermins vor dem DFB-Sportgericht persönlich zu dem Geschehen in Freiburg zu äußern". Abraham hat sich bereits "in aller Form" entschuldigt und wurde vereinsintern mit einer Geldstrafe in Höhe von 35.000 Euro belegt.
Die neuen Einlassungen Abrahams wird sich der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz anhören. Der 68-Jährige weiß um die Brisanz des Falls, in dem es auch um die Vorbildfunktion der Profis geht. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Gewaltexzesse in den Amateurligen wird von dem früheren Richter der Großen Strafkammer am Landgericht in Mainz ein Urteil mit Signalwirkung erwartet.
Ex-Schiedsrichter Kinhöfer schlägt Alarm
Der frühere FIFA-Referee Thorsten Kinhöfer zeigte sich über die aktuelle Entwicklung besorgt. In der "Bild" sagte er:
Nach Ansicht Kinhöfers müsse man sich bei diesen "Vorbildern" nicht wundern, "dass im Amateurfußball Woche für Woche Schiedsrichter beleidigt, bedroht und verprügelt werden".
Abrahams Teamkollege Sebastian Rode sieht das anders. Der Mittelfeldspieler sprang seinem Kapitän am Montag in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau" zur Seite. "Wir wissen, dass wir eine Vorbildfunktion haben und der Trainer tabu ist", sagte Rode: "David fehlt uns in der Liga bis ins neue Jahr, hat eine Geldstrafe bekommen und sich entschuldigt – damit sollte es auch mal gut sein. Dass er einen Fehler gemacht hat, ist ja klar, das weiß er auch."
Strafenreduzierung könnte auch Freiburgs Grifo helfen
Zu Gute könnte Abraham kommen, dass Streich ihm verziehen hat. "Es ging heiß her, und dann dreht er halt ab, der David. Aber er ist kein böser Mensch, er ist ein netter Kerl", sagte Streich über den Argentinier, der laut Eintracht-Trainer Adi Hütter Kapitän der Hessen bleiben wird.
Dass Streich das ganze Thema "runterfahren" möchte, hat auch einen eigennützigen Hintergrund. Sein Schützling Vincenzo Grifo wurde für das Handgemenge mit Abraham drei Spiele gesperrt. Auch der SC hat dagegen Einspruch eingelegt und erhofft sich eine Reduzierung der Strafe.
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(SID)
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