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Bodycheck gegen Streich! Drei Mal Rot bei Freiburg gegen Frankfurt

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Rudelbildung beim Spiel zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt

Fotocredit: Getty Images

VonTobias Forstner
10/11/2019 Am 19:02 | Update 10/11/2019 Am 20:23

Der SC Freiburg gewinnt die letzte Partie des 11. Spieltags der Bundesliga mit 1:0 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt. Nils Petersen gelang im Schwarzwald-Stadion der einzige Treffer des Tages (77.). Noch in der ersten Halbzeitsah Gelson Fernandes die Gelb-Rote Karte (45.+1). In der Schlussphase sahen dann David Abraham und der bereits ausgewechselte Vincenzo Grifo die glatt Rote Karte.

So lief das Spiel:

Der Sport-Club spielte in den Anfangsminuten forsch nach vorne. Die Frankfurter fanden mit zunehmender Dauer besser ins Spiel und waren nach dem guten Freiburger Start aktiver.

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In der zwölften Minute schaltete sich Verteidiger Martin Hinteregger in die Offensive ein und schoss links in der Box flach aufs Tor. Keeper Mark Flekken ließ nach vorne abprallen, wo Dominique Heintz den Ball an den Sechzehnerrand spitzelte. Dort zog Erik Durm direkt ab und hämmerte die Kugel an die Latte.

Beide Vereine tauchten mehrmals in der Gefahrenzone auf, vor allem aufgrund der mangelnden Präzision im Abschluss ging es jedoch torlos in die Kabinen. Frankfurt dezimierte sich kurz vor der Pause selbst: Gelson Fernandes räumte Jonathan Schmid an der Seitenlinie ab und wurde dafür mit Gelb-Rot bestraft (45.+1).

Freiburg investierte nach dem Seitenwechsel gegen zehn Frankfurter mehr ins Offensivspiel. Die Breisgauer kombinierten sich vor allem über links einige Male ins Angriffsdrittel, ihnen fehlte es allerdings - wie bereits in der ersten Halbzeit - weiter an Genauigkeit im Torabschluss. Die Eintracht war in Unterzahl großteils mit der Defensivarbeit beschäftigt und konterte schnell über die Flügel.

Die Breisgauer belohnten sich in der Schlussphase für den hohen Aufwand und erzielten den Siegtreffer. Christian Günter sprintete in der 77. Minute die linke Seite entlang und passte flach nach innen in den Rückraum. Luca Waldschmidt verpasste, doch der Ball landete bei Nils Petersen, der per Direktabnahme flach zum 1:0 ins lange Eck schob.

In der Nachspielzeit ereigneten sich unschöne Szenen. Der Ball flog in der Nähe von Christian Streich ins Seitenaus. Der SC-Trainer ließ diesen durch und wurde anschließend von David Abraham, der in hohem Tempo anlief, umgerammt. Schiedsrichter Dr. Felix Brych zeigte dem SGE-Kapitän dafür die Rote Karte (90.+6).

Nach Abrahams Aktion gegen Streich entstand zudem eine Rudelbildung. Freiburgs Co-Trainer Florian Bruns war mittendrin und sah Gelb (90.+7), der bereits ausgewechselte Vincenzo Grifo wurde gar mit Rot bestraft, da er Rotsünder Abraham ins Gesicht fasste (90.+10). Wenig später ertönte der Schlusspfiff.

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Die Stimmen:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg)
... über den Check von Abraham: "Da sind ihm die Sicherungen durchgebrannt. Abraham ist ein extrem emotionaler Spieler. Fußball ist ein Kampfsport - das war allerdings an der falschen Stelle."

Fredi Bobic (Sport-Vorstand Eintracht Frankfurt)
... über den Check von Abraham: "Das überschattet vieles zum Schluss. Das darf er nicht machen. Er ist emotional, das darf ihm nicht passieren."

Dominique Heintz (SC Freiburg): "Am Ende war so viel los. Das braucht der Fußball nicht."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Freiburger Spätstarter

Der Sport-Club traf zum neunten Mal in dieser Saison in der Schlussviertelstunde (Liga-Bestwert). Auch gegen die Eintracht brachte ein später Treffer die gewünschte Punkteanzahl. Die Streich-Mannen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, zogen stets geduldig ihr Spiel auf und schlugen in der Endphase der Partie eiskalt zu.

Die Statistik: 6 in 18

Eintracht Frankfurt hat in dieser Saison Dreifachbelastung (Bundesliga, DFB-Pokal, Europa League). Für die "Adler" war es das sechste Spiel in 18 Tagen. Da kommt die Verschnaufpause aufgrund der anstehenden Länderspiele mehr als nur gelegen.

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