Eintracht Frankfurt: Kapitän Sebastian Rode von eigenen Fans beleidigt

Die Fans von Eintracht Frankfurt haben vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FSV Mainz 05 (1:2) für einen handfesten Eklat gesorgt. Die Eintracht-Anhänger provozierten mit pyrotechnischen Leuchtfeuern, Rauchkörpern und Böllern nicht nur eine zehnminütige Verzögerung des Anpfiffs, sondern beschimpften auch noch Frankfurts Ersatz-Kapitän Sebastian Rode bei dessen Versuch, die Fans zu besänftigen.

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Der 29-Jährige machte sich gemeinsam mit Mannschaftskollege Filip Kostic auf den Weg in Richtung eigene Fankurve, um die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Der Versuch der beiden Frankfurter Leistungsträger war jedoch nicht von Erfolg gekrönt.
Nur wenige Augenblicke nach der Aktion wurde der ehemalige Münchner bei Schiedsrichterassistent Guido Kleve vorstellig, um ihn über den Stand der Dinge aufzuklären.
Die TV-Kameras fingen Rodes ernüchterndes Fazit ein:
Das Schiedsrichtergespann um Referee Manuel Gräfe hatte die beiden Mannschaften aufgrund den Pyro-Vorfällen zu diesem Zeitpunkt längst wieder zurück in die Kabinen gebeten. Mit rund elfminütiger Verzögerung konnte das Rhein-Main-Derby in der Mainzer Opel Arena schließlich angepfiffen werden.

SGE-Vorstand Hellmann: "Das schadet Eintracht Frankfurt"

Bei den Verantwortlichen der Eintracht stieß der Protest der eigenen Fans gegen die Montagabendspiele in der Bundesliga auf Unverständnis.
"Was wir vor dem Anpfiff gesehen haben, war einfach nur destruktiv. Das schadet Eintracht Frankfurt sehr", kritisierte SGE-Vorstand Axel Hellmann nach der 1:2 (1:0)-Niederlage und ergänzte:
Am Tag nach den Vorfällen in Mainz nahm Rode zu den verbalen Entgleisungen der Fans Stellung. "Vorab sei zu erwähnen, dass ich Pyrotechnik nicht gut heiße. Diese Fans haben dem Verein leider einen Bärendienst erwiesen. Aber: Ein 'verpiss dich' von ein oder zwei Leuten auf einem Fußballplatz nehme ich nicht als Beleidigung wahr. Ich glaube es tut allen gut, hier mal den Ball flach zu halten. Vor allem sollten Pressevertreter nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen", äußerte sich der Mittelfeldspieler bei Twitter.
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