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Flick schlägt Alarm: Personalsituation bei Bayern spitzt sich zu

Flick schlägt Alarm: Personalsituation bei Bayern spitzt sich zu

08/01/2020 um 13:13Aktualisiert 08/01/2020 um 13:30

Der FC Bayern München kämpft vor dem Start der Bundesliga-Rückrunde am 18. Januar gegen Hertha BSC mit akuten Personalsorgen. Trainer Hansi Flick schlägt im Trainingslager in Doha bereits Alarm. Auch Thomas Müller und David Alaba machen aus ihren Sorgen keinen Hehl. Momentan stellt sich die Mannschaft von selbst auf. Oder schlägt der FCB noch auf dem Transfermarkt zu?

Aus Doha berichtet Daniel Rathjen

Hansi Flick stöhnte nach der Vormittagseinheit im Trainingslager in Doha und legte seine Stirn in Sorgenfalten.

"Die Personaldecke ist echt mau", sagte der Trainer des FC Bayern München am Mittwoch. Denn eigentlich hatten sie es sich vor Weihnachten noch ganz anders vorgestellt. Lucas Hernández, Serge Gnabry, Kingsley Coman und Robert Lewandowski waren fürs Trainingscamp in Katar eigentlich voll eingeplant.

Doch nun hat der deutsche Rekordmeister arge Probleme.

FC Bayern hat große Probleme auf den Außen

Gnabry droht mit Achillessehnenproblemen länger auszufallen, in Doha wird der Offensivspieler wohl kaum mehr mit der Mannschaft trainieren. Coman (Kapseleinriss im Knie) habe jetzt erst seine Schiene ablegen können. Laut Flick brauche er weitere vier Wochen, um wieder voll einsatzfähig zu sein - macht große Probleme auf den Außen.

Verteidiger Lucas Hernández (nach Sprunggelenks-OP) kann indes nur Teile des Teamtrainings bestreiten, Javí Martinez (Muskelbündelriss) und Niklas Süle (Kreuzbandriss) sind noch längst nicht soweit. Zudem ist Joshua Kimmich zum Start bei Hertha BSC gelbgesperrt.

Robert Lewandowski ist nach seiner Leisten-OP zwar im Plan, hinter ihm steht dennoch ein kleines Fragezeichen.

Spieler merken, dass die Konkurrenz fehlt

Thomas Müller hingegen ist fit, merkt aber auch an:

" Vor der Saison hätte ich gesagt, dass wir eine ganz gute Kadergröße beisammen haben. Jetzt haben wir zu viele verletzte Spieler. Optimal ist es nicht."

David Alaba fügte an:

"Dass wir nicht den größten Kader haben, wissen wir alle. Da wird es jetzt ein bisschen eng."

Hertha-Mannschaft stellt sich fast von alleine auf

Er und Müller glauben dennoch daran, dass Lösungen gefunden werden. "Wir sind alle flexibel", betonte Müller im Pressetalk im Teamhotel:

" Wir müssen den Status quo annehmen und das Beste daraus machen."

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Die beste Aufstellung gegen Berlin sieht - Stand jetzt - so aus:

Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Thiago - Goretzka, Coutinho - Müller, Lewandowski, Perisic

Auch möglich: Corentin Tolisso rutscht für Goretzka oder Coutinho rein - in Doha ist er zwar hochengagiert, aber hängt im direkten Vergleich mit den beiden anderen etwas hinterher.

Kommt noch ein Winter-Neuzugang?

Oder schlägt der FC Bayern noch auf dem Transfermarkt zu? Gesucht wird in jedem Fall noch ein Rechtsverteidiger. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sportdirektor Hasan Salihamidzic jetzt zusätzlich nach einem offensiven Außen gesucht wird.

Am Rande der ersten Einheit am Mittwoch war zu sehen, wie er lebhaft mit dem neuen Vorstand Oliver Kahn diskutierte.

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Die Ziele bei den Münchnern sind weiterhin hoch gesteckt. Kahn hatte bei seiner Präsentation am Dienstag hervorgehoben, dass der Verein in jedem Wettbewerb nach dem Maximum strebe. Flick dagegen soll das Team laut "Bild" mit einem Motiv aller am Saisonende zu vergebenen drei Trophäen motiviert haben.

In Doha wird er das Pensum nun wohl dosieren müssen. Noch eine Verletzung könnte der Kader kaum verkraften. Am Freitagmittag reist der Bayern-Tross zurück nach Deutschland und wird am Samstag ein Testspiel beim 1. FC Nürnberg bestreiten.

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