FC Bayern gewinnt beim 1. FC Köln - die Stimmen zum Spiel

Der FC Bayern München gewinnt beim 1. FC Köln mit 4:1. Während die Bayern-Spieler mit der Chancenverwertung unzufrieden sind, ärgern sich die Kölner bei "Sky" über die eigene Leistung in Durchgang eins. Doppeltorschütze Serge Gnabry drückt dagegen die zweite Halbzeit der Bayern auf die eigene Stimmung. Lob gibt's für Manuel Neuer. Die Stimmen zum Spiel.

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Hans-Dieter Flick (Trainer FC Bayern München): "Die zweite Halbzeit war zu pomadig, wir haben nicht mehr ganz so seriös gespielt wie in der ersten Halbzeit. Das sind einfach Dinge, die nicht vorkommen dürfen. Natürlich war die erste Halbzeit gut, super. Ich war sehr zufrieden, wie wir hier gerade auswärts aufgetreten sind. Aber die zweite Halbzeit sorgt dafür, das man eher verärgert über die 90 Minuten ist."
Manuel Neuer (FC Bayern München): "So wie wir hier begonnen haben, damit konnte man nicht rechnen. Ich habe auch mit ein bisschen Gegenwehr von den Kölnern gerechnet. Aber ich muss sagen, wir haben die ersten Chancen auch eiskalt genutzt und das war wirklich gut gespielt. Wir hätten heute bis zu zehn Tore schießen können. Das dann nicht jeder reingeht, ist auch klar. Aber hier war auf jeden Fall mehr drin als dieses 4:1. Man muss im Fußball immer aufpassen, ich habe auch schon viel erlebt. Auch in der ersten Halbzeit gab es die eine oder andere Situation, die sehr eng gewesen ist. Von daher hätte Köln – wenn einiges bei auch noch schief gelaufen wäre – fünf oder sechs Tore schießen können. Mich ärgert einfach, dass wir nicht konstant so weitergespielt haben wie in der ersten Halbzeit und uns das Leben selber schwer machen. Am Ende steht es 4:1 und das ist positiv, aber wenn man jetzt so nach Spielschluss in die Kabine geht, ärgert man sich dann schon, dass man es nicht so durchgezogen hat."
Thomas Müller (FC Bayern München): "Wir haben in der ersten Halbzeit super gespielt. Das war zum Zunge schnalzen! In den ersten zehn Minuten waren wir extrem effizient, danach leider nicht mehr so. Danach ist leider das aufgetreten, was wir schon öfter gesehen haben. Wir machen es uns dann etwas zu bequem, nicht mehr jeder Spieler macht mit. Manu hat dann überragend gehalten. Aber gegen Chelsea müssen wir dieses Verhalten unbedingt abstellen."
Serge Gnabry (FC Bayern München): "Ich denke die zweiten 45 Minuten haben ein bisschen auf die Stimmung gedrückt, weil wir einfach viele Chancen haben liegen lassen. Ich kann mich speziell an eine dran erinnern, wo Thomas (Müller, Anm. d. Red.) auf mich ablegt, dann steht es eigentlich 5:1. Natürlich wäre das umso schöner gewesen, aber nichtsdestotrotz haben wir drei Punkte und fahren happy nach Hause. Man kann nicht lügen, Köln hatte auch einige Chancen, Manu (Manuel Neuer, Anm. d. Red.) hat da klasse gehalten, von dem her, auf beiden Seiten hätten vielleicht einige Tore mehr fallen können."
Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "In der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass wir noch in den Entwicklungsphase sind. Bayern hat extrem konsequent seine Klasse ausgespielt. Wir waren zu passiv, wir haben Räume angeboten, die wir nicht anbieten wollten, und haben nicht mutig genug nach vorne attackiert. Somit war die erste Halbzeit sehr dominant von Bayern München. In der Pause haben wir gesagt, wir machen einen Strich drunter, sortieren uns neu und präsentieren uns vernünftig. Das haben wir dann auch gemacht. Man kann aus beiden Halbzeiten viel ziehen."
Timo Horn (1. FC Köln): "In der ersten Halbzeit haben wir die ersten Minuten komplett verschlafen, das darf uns so nicht passieren. Auf der anderen Seite wollte Bayern, ähnlich wie sie es auch in Mainz gemacht haben, das Spiel dominieren, sind angerannt wie die Feuerwehr und wollten das Spiel direkt entscheiden. Wir sind gar nicht in die Zweikämpfe gekommen und kassieren direkt das erste Gegentor nach zwei Minuten, das zweite nach fünf Minuten. Dann ist es natürlich brutal schwer gegen so eine Weltklasse-Mannschaft zurückzukommen. Die zweite Halbzeit war ausgeglichener, da haben wir verhältnismäßig viele Chancen bekommen."
Mark Uth (1. FC Köln): "Es war schwer die Bayern zu greifen, gerade im Mittelfeld. Ich hatte das Gefühl, dass sie immer zwei Mann in Überzahl waren und dann wird es schwer. Sie machen die Tore eiskalt in der ersten Halbzeit und dann läufst du quasi 90 Minuten lang hinterher."
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